Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


Donnerstag, 22. Dezember 2016

[Challenge] Seitengeraschel 2017 - Januar


Die Aufgaben für den Januar

Hauptaufgabe (3 Punkte):
Ein neues Jahr beginnt! Lies ein Buch, in dessen Titel das Wort "Jahr" vorkommt!

Nebenaufgaben (je 1 Punkt):
Wenn schon zu Weihnachten kein Schnee war, lies ein Buch mit Schnee oder einer Schneeflocke auf dem Cover!
Zum Start des Jahres starte eine neue Reihe (auch eine Trilogie zählt schon als Reihe)!

Zusatzaufgabe (2 Punkte):
Setz dir ein Leseziel für dieses Jahr!

[Challenge] Seitengeraschel 2017



Letztes Jahr habe ich ja die liebe Ruby bei der Bookwhisper-Challenge unterstützt, und ich habe dabei gemerkt, wie viel Spaß ich daran habe, mir Aufgaben zu überlegen.
Daher habe ich mich dafür entschieden, 2017 meine eigene Challenge auf die Beine zu stellen.

Sie soll nach folgendem Schema ablaufen: Jeden Monat wird es eine Haupt- und zwei Nebenaufgaben geben. Die entsprechende Punktzahl werde ich dann bekannt geben.
Darüber hinaus gibt es noch weitere Möglichkeiten, Punkte zu erhalten: Indem ihr die unten stehenden Aufgaben löst. Ein Buch kann jedoch nur für eine Haupt- oder Neben- oder eine der statischen Aufgaben gelten!

Rezensionen sind zwar schön, aber müssen für mich nicht sein. Wir lesen aus Spaß und um den Stapel ungelesener Bücher zu verkleinern. Daher können natürlich alle Bücher, die ihr für diese Challenge benutzt, auch für andere Challenges gelten.

Ab und zu möchte ich den Punktestand der Challenge veröffentlichen, um euch einen weiteren Anreiz zu geben. Vor allem am Ende von 2017 möchte ich die drei Spitzenreiter bekannt geben.

Ich freue mich, wenn ihr Lust habt, mitzumachen!

Chantal hat mich auf eine Dopplung aufmerksam gemacht. Solltet ihr vor dem 30.12.16 die Punkte übernommen haben, aktualisiert bitte!

Zur Facebookgruppe folgt dem Link!


Fixe Aufgaben, die je einen Punkt geben:


Charaktere (hier zählen Haupt- und Nebencharaktere):
- ein Vegetarier
- ein Musiker
- ein Künstler (bildende Kunst)
- ein Autor
- ein Asiate
- ein Amerikaner
- ein Italiener
- ein Afrikaner
- ein sprechendes Tier
- ein Kommissar
- Protagonist/in älter als 60
- Protagonist/in unter 20

Dinge, die im Buch vorkommen:
- Teekanne
- Kamera
- Hustensaft
- Gesellschaftsspiel
- Schuhe
- Brezeln
- Mantel
- Kalender
- Handy
- Uniform

Schauplätze:
- USA
- Afrika
- Europa
- Canada
- Südamerika
- Strand
- Bucht
- Stadt
- Dorf
- Großstadt
- Insel

Fahrzeuge:
- U-Bahn
- Bus
- Fahrrad
- Skateboard
- Surfbrett
- Auto
- Roller
- Boot / Schiff

Buchart:
- Gebunden mit Schutzumschlag
- Gebunden ohne Schutzumschlag
- Taschenbuch
- eBook
- Mängelexemplar
- Geliehen
- Reread
- Hörbuch

Autoren:
- männlich
- weiblich
- mindestens 10 Romane geschrieben
- jünger als du
- älter als du
- Debütroman eines Autors
- dir bislang unbekannt
- einer deiner Lieblingsautoren
- Buchstaben der Initialen folgen im Alphabet aufeinander
- Bestsellerautor
- als Selfpublisher gestartet


Erstveröffentlichung in Deutschland:
- 2017
- 2016
- 2015
- nach 2000
- vor 2000

Genre (7 der 9 geben Punkte):
- Liebesroman
- Kriminalroman
- Thriller
- Dystopie
- Erotik
- Kinderbuch
- Urban Fantasy
- Historischer Roman
- klassische Fantasy


Monatsaufgaben

Januar

Februar

März

April

Teilnehmer

Rica mit ihrer fantastischen Bücherwelt
Ruby mit ihrem Tintengewisper
Elli mit ihrem Lesereich (via FB)
Chantal mit ihrem BookWonderland
Sally von Jack and Sallys Books
Sabrina
Christina von Zauberhafte Bücherwelten
Miss Optimismus
Chrissy
Steffi


Montag, 19. Dezember 2016

[Rezension] Antje Blinda, Stephan Orth - Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt


Wer immer schonmal lustige oder irritierende Erlebnisse rund ums Fliegen lesen wollte, dem ist dieses Büchlein wärmstens ans Herz gelegt. Die Reporter haben auf Spiegel Online eine Umfrage erstellt, um skurrile Erlebnisse rund um die Fliegerei zu sammeln, und so kam ein 224 Seiten langes Buch zu stande. Ich habe bei manchen der Zitate aus dem Cockpit herzlich gelacht, andere ließen mich schlucken - vor allem die beiden, die am elften September 2001 stattfanden.
Die Wortäußerungen sind thematisch sortiert, und zu jedem der Themen gibt es auch eine Infobox, die den theoretischen Hintergrund erläutert. So weiß der Leser hinterher mehr über das Wassern, aber auch über die Verhaltensweisen der Crew bei dem ersten Flug eines neuen Mitglieds. Gezeichnete Witze zu jedem Kapitel runden das Buch ab.

Natürlich ist das kein Buch mit wahnsinnig viel Tiefgang, aber es regt dazu an, sich über die Inhalte auszutauschen. Selten hatte ich so oft das Bedürfnis danach, während des Lesens vorzulesen!
Klare Empfehlung auch für Leute, die Flugangst haben, weil der Sachbuchteil hilft, den Realitätssinn in Bezug auf das Fliegen wieder zu erlangen.



Sonntag, 18. Dezember 2016

[Rezension] Michelle Schrenk - Weihnachtswünsche und andere Katastrophen


Die 168 Seiten lange Geschichte "Weihnachtswünsche und andere Katastrophen" von Michelle Schrenk beginnt auf dem Nürnberger Christkindlemarkt. Marie lässt sich bei ihrer besten Freundin darüber aus, dass das blonde Christkind zu sehr wie eine Barbiepuppe ist, als ihr Exfreund sie anrempelt. Ausgerechnet der Exfreund, der Marie für eben jenes Christkind verlassen hat.
Man kann sich denken, dass diese Tatsache Marie das Weihnachtsfest richtig verhagelt!
Um dem ganzen Getümmel zu entkommen, nimmt sie einen Auftrag an - und landet ausgerechnet in einem Weihnachtsdorf! Dort gibt es nicht nur Weihnachtsstimmung, sondern auch den gutaussehenden und charamanten Niklas von nebenan...

Ich habe bei dieser Geschichte so manches Mal laut gelacht, kann jetzt aber die Stellen nicht beschreiben, um nicht zu spoilern. Marie legt so manche Eskapade hin, und doch gibt es neben ihrer Privatfehde mit dem Weihnachtsmann soviel Weihnachtszauber in dieser Geschichte, dass ihr der Kampf immer schwerer fällt - und dem Leser immer weihnachtlicher zumute wird.

Es war eine Freude, dieses Buch zu lesen, und die 168 Seiten waren an einem Abend verschlungen! Michelle Schrenk trifft den richtigen Ton und mich als Leserin auch voll ins Herz!


Advents-Gewinnspiel: Verlosung eBook "Weihnachten mit den Padderborns"

 Sandra Pulletz, Autorin der Novelle Weihnachten mit den Padderborns, stellt mir ein eBook im gewünschten Format ihrer Geschichte zur Verfügung.



Klappentext:

Zu Weihnachten will die gesamte Familie Padderborn zusammenkommen. Nadine, die Planerin der Großfamilie, bereitet die Feier schon seit Monaten vor, denn sie soll etwas ganz Besonderes für alle werden. Ihre Schwester Bettina hingegen ist froh, sich nicht an den Vorbereitungen beteiligen zu müssen, denn Sohn Liam beansprucht schon ihre ganze Aufmerksamkeit und Mutters ständige Nörgelei ist auch nervenraubend genug. Als die drei Generationen schließlich zusammentreffen, geraten Nadines sorgfältige Pläne beinah allesamt ins Wanken und das perfekte Fest droht gründlich in die Hose zu gehen. Die festliche Stimmung scheint endgültig zu kippen, als Papa beim Baumaufstellen beinah ein Blutbad anrichtet und dann auch noch von Trennung die Rede ist … Am Ende liegt es ausgerechnet an Bettina, das Schlimmste zu verhindern – doch wird sie es schaffen und Familie Padderborns unvergessliches Weihnachtsfest retten?
 

Wer meinen Eindruck lesen möchte, dem sei die Rezension ans Herz gelegt. 

Bis heute Nacht um 23:59 Uhr könnt ihr euch durch einen Kommentar unter diesem Post in den Lostopf bringen. Bitte schreibt dann direkt dazu, welches eBook-Format ihr braucht.

Herzliche Grüße und einen schönen vierten Advent!

[Rezension] Sandra Pulletz - Weihnachten mit den Padderborns


Die weihnachtliche Novelle von Sandra Pulletz ist unheimlich witzig und hat ihren eigenen Charme. Im Mittelpunkt steht die Ich-Erzählerin Bettina, die froh darüber ist, dass diesmal ihre Schwester Nadine das weihnachtliche Familienfest ausrichten wird. Doch während der Vorbereitungen läuft vieles schief: Zwischen den Eltern der beiden kriselt es, die dritte Schwester wird nicht pünktlich zur Feier da sein, und vieles mehr...
Bettina, die eigentlich diesmal nur das Fest genießen wollte, muss die Ärmel hochkrempeln und selbst zu dessen Gelingen beitragen!

Es ist eine wirklich lustige Geschichte, die mich manches Mal breit grinsen ließ! Die 90 Seiten waren schnell verschlungen, und die skurrilen Nebencharaktere machten Spaß.

Im Direktvergleich mit anderen Weihnachtsgeschichten ist sie vergnüglich und empfehlenswert, mir fehlte jedoch ein Stück weit die Romantik des Festes, auch wenn der Schluss wirklich schön ist. Daher vergebe ich vier von fünf Gedankenschnörkel.



[Rezension] Petra Lahnstein - Hauptsache Tanzen!


Das 220 Seiten lange Jugendbuch "Hauptsache Tanzen!" handelt von der vierzehnjährigen Sophie und ihrem sechzehnjährigen Bruder Lars. Beide tanzen und werden als die nächsten hessischen Meister der Junioren gehandelt - Tanzen ist Sophies Leben! Doch dann hat Lars einen Unfall, und auch Sophies Leben ändert sich von jetzt auf gleich. Der Umzug zu ihrer Oma in ein Dorf, wo es nur eine Gardetanzgruppe gibt, macht Sophie ziemlich fertig. Denn diese "Hupfdohlen" sind höchstens dafür gut, dass es dort auch ein paar tanzende Jungs gibt. Und vielleicht ist ja einer davon gut genug, ihr neuer Tanzpartner zu werden?

Am Anfang ging mir Sophie mit ihrer egoistischen Art total auf die Nerven! Alles dreht sich nur ums Tanzen, und natürlich auch um sie selbst. Vielleicht können sich hier Vierzehnjährige besser identifizieren als ich, mit ziemlicher Sicherheit sogar! Und zum Glück bleibt das negative Gefühl der Protagonistin gegenüber auch nicht so.
Vor allem Lars, ihren Bruder, finde ich total gut. Er ist ein sehr weiser Jugendlicher, der sich mit seiner Lage irgendwie arrangiert und dennoch nicht aufhört, darum zu kämpfen, seine Gesundheit zu verbessern.

Die Autorin, Petra Lahnstein, muss sehr gute Einblicke in die Tanzszene haben, da sie sowohl über die Kostümierung, als auch über die Trainingsbedingungen und Turnierhallen genau Bescheid zu wissen scheint. Man lernt als Leser also auch darüber viel dazu. Vor allem Freundschaft und Sozialverhalten sind die wichtigsten Themen neben dem Tanzen. Sophies Entwicklung finde ich super, aber auch die ihrer Familie, denn im Grunde entwickelt sich jedes Familienmitglied weiter.
Auch habe ich mich gefreut, dass die Scherenschnitte auf dem Cover später noch im Buch auftauchen, denn das Cover gefällt mir persönlich wirklich gut.
Leider gibt es ein paar Abzüge in der B-Note: mich persönlich stören Kommafehler sehr, und vor allem, wenn der Name einer Person falsch eingesetzt ist, weil die Person in einer Szene gar nicht vorkommt. Außerdem hat es mich anfangs echt Überwindung gekostet, weiterzulesen, weil mir Sophie so auf den Keks ging.
Daher nur vier von fünf Schnörkeln für ein gutes Jugendbuch mit einer tollen Message, für die sich das Dranbleiben lohnt!



Samstag, 17. Dezember 2016

[Rezension] Tara Haigh - Der Feind, den ich liebte



Dieses Buch durfte ich im Zuge einer Leserunde bei Lovelybooks lesen!

Der Feind, den ich liebte spielt zeitlich nach Welt hinterm Horizont, ist aber auch lesbar, ohne den Vorgängerband zu kennen!
Tara Haigh hat hier einen total gut recherchierten historischen Roman hingelegt, mit dem ich mich prima identifizieren konnte. Lani fühlt sich als Tochter zweier Welten (einer Deutschen und eines Hawaiianers) sehr zu Deutschland hingezogen, doch dann bricht ein Krieg aus, und ihre Träume zerschlagen sich. Schon der Prolog bringt unheimlich guten Einblick in die Technisierung und in die Vorgeschichte zugleich, was mich wirklich beeindruckt hat.Und ganz ehrlich: er hat mich neugierig gemacht auf das andere Buch, was ich mir dann vielleicht 2017 zu Gemüte führen werde.
Die Liebesgeschichte zwischen Lani und einem Offizier steht unter keinem guten Stern, zumal Paul irgendein dunkles Geheimnis zu haben scheint.

Für mich sind Lanis Gefühle zwar größtenteils nachvollziehbar, jedoch habe ich zwischendurch den Eindruck gehabt, dass die Frauen Hawaiis aufgeklärter und offener waren, als es meine Vorstellung dieser Zeit wirklich zulässt. Das hat mich irritiert, und an manchen Stellen wollte ich beide Protagonisten gerne nehmen und schütteln. Auch das Ende kam für mich sehr abrupt, weshalb ich trotz der klaren Leseempfehlung für alle historisch Interessierten leider nicht die volle Punktzahl vergeben kann.


Freitag, 16. Dezember 2016

[Rezension] Julia Adrian - Die dreizehnte Fee 3: Entschlafen


Achtung: Dritter Teil einer Trilogie! Spoileralarm!!!

Nach dem Tod des Orakels setzt Entschlafen ein. Lilith betrauert den Tod ihrer Schwester und muss sich doch entscheiden, welchen Weg sie gehen will. Ihre Gefühle für den Hexenjäger sind stark, doch scheint sie das werden zu müssen, was sie am meisten fürchtet: Sich ihrer Vergangenheit stellen.
Der neue Feind ist spannend und bleibt sehr lange diffus, aber auch Liliths Vergangenheit entwirrt sich immer mehr, bis sie schließlich ihr selbst und dem Leser klar ist.

Weitere Einzelheiten des Inhaltes möchte ich hier nicht erzählen, um nicht die Spannung zu zerstören.

Es ist ein würdiger Abschluss der Trilogie, ein ganz toller und emotionaler Roman. Ich habe wirklich Rotz und Wasser geheult, immer wieder, und es fiel mir ähnlich schwer wie Lilith, diesen Weg mitzugehen. Trotzdem bin ich froh, dass ich es getan habe, denn es hat sich einfach gelohnt!
Wer den Zauber und die Emotionalität der ersten beiden Bände mochte, der sollte es sich nicht nehmen lassen, auch Band 3 zu lesen! Entschlafen ist zwar traurig, aber einfach nur toll!


Donnerstag, 8. Dezember 2016

[Rezension] Teresa Sporrer - Rockstars 6: Rockstars bleiben nicht zum Frühstück






Achtung: Band 6 einer Reihe! Spoilergefahr!

Kristin, weiblicher Teil eines Zwillingspärchens, ist Musikjournalistin und soll die Band Empathica interviewen. Soweit kein Problem - bis sie sich nach dem Interview in den Privaträumen der Band verläuft, und eine unheimliche Begegnung mit dem Drummer Jack hat.
Zwar steht die blauhaarige, fröhliche Kristin auf Bad Boys, aber Jack ist ihr gar nicht geheuer! Am liebsten würde sie ihm nie wieder begegnen - doch dann spielt ihr Bruder vor, um Gitarrist der Band zu werden...

Kris und Chris sind Zocker, spielen unheimlich gerne Konsolengames und Kristin liebt Pokemon! Schon dadurch ist sie mir wahnsinnig sympathisch. Auch ihre fröhliche und herzliche Art lässt mich von ihr begeistert sein. Und Jack ist ein tiefschichtiger Charakter, der eine unheimlich interessante Geschichte hat.
Die Kapitel sind immer mal wieder aus Kristins, aber auch aus Jacks Ich-Erzähler-Perspektive geschrieben, sodass man als Leser Gedanken und Gefühle beider Protagonisten kennen lernt.
Zudem erfährt man im Verlauf der Geschichte, was aus anderen Pärchen der Reihe wurde, denn die Mitglieder der Band Empathica sowie ihre Partner leben ja gemeinsam im Hotel.

Die Geschichte hat mich so begeistert, dass ich die 359 Seiten an einem Abend durchgelesen habe! Wer die Rockstar-Reihe mag, sollte auf keinen Fall an diesem Band vorbeigehen!


[Rezension] Meg Cabot - Perfekte Männer gibt es nicht


Der 416 Seiten lange Liebesroman von Meg Cabot, Perfekte Männer gibt es nicht, ist turbulent, witzig und sehr unterhaltsam.  Drehbuchautorin Lou Cabrese kann den Star ihrer Filme, Jack Townsend, überhaupt nicht leiden. Schlimm genug, dass sie mit ihm zusammen ans Set in Alaska fliegen soll, doch es kommt noch schlimmer: sie stürzen gemeinsam ab und müssen ums Überleben kämpfen, ohne sich gegenseitig umzubringen! Derweil sind Freunde und Familie in heller Aufregung...
 
Die rothaarige Lou und der charismatische Jack sind wie Feuer und Wasser - und doch herrscht zwischen ihnen eine Anziehung, die selbst die sture Lou sich irgendwann eingestehen muss. Besonders ans Herz gewachsen sind mir die Eltern der beiden, liebenswerte Nebenfiguren, deren Geschichte mit der ihrer Kinder verwoben wird. Das Glitzern Hollywoods wird immer wieder auf die Schippe genommen oder hinterfragt, sei es durch das Schicksal der Figuren oder durch die Hauptcharaktere selbst. Lou mit ihrem Wunsch nach einer Heirat und Jack als Frauenheld geraten in ihren Ansichten immer wieder aneinander, aber auch davon lebt der Roman. Zudem ist das Buch, vor allem der Kampf ums Überleben, echt spannend!

Ich habe mich nach dem Lesen des Klappentextes gefragt, was das Cover mit dem Roman zu tun haben soll, und nach dem Lesen des Buches frage ich mich das erst recht. Völlig schleierhaft ist mir, warum man ein blondes Mädchen in Tennissocken und eine Katze gewählt hat. Lou ist rothaarig, kleidet sich leger, und zur Kälte von Alaska passt Beinfreiheit erst recht nicht! Jacks Mutter besitzt einen Yorkshire-Terrier und keine Katze - er ist auch das einzige Tier, das regelmäßig im Buch vorkommt. Also warum so ein Cover?? Das ärgert mich schlicht und ergreifend, auch wenn es dazu beigetragen hat, dass ich den Klappentext lesen wollte.


Das Cover-Desaster und das relativ eilige Ende des Buches geben Punktabzug, jedoch sei dieser Liebesroman trotzdem jenen empfohlen, die Lust auf Romantik mit Action und Humor haben!


Mittwoch, 7. Dezember 2016

[Rezension] Sebastian Niedlich - Und Gott sprach: Es werde Jonas


Der humoristische Roman über den Propheten Jonas ist 298 Seiten lang und aus der Sicht von Gott erzählt. Natürlich ist es ein allwissender Erzähler, denn Gott ist allwissend - oder könnte es sein, wenn er wollte. 
Gott berichtet im Prolog davon, dass es wieder an der Zeit sei, einen Propheten zu schicken, um sein Wort zu verkünden.
Jonas wird an einem der schwärzesten Tage seines Lebens von einem Kirchturm erschlagen. Doch damit ist sein Leben noch nicht vorbei, denn Gott hat andere Pläne. Wieder zum Leben erweckt, sieht sich Jonas auf einmal mit allerlei Medienrummel konfrontiert, der ihm gehörig auf die Nerven geht. Denn eigentlich will Jonas nichts als seine Ruhe...

Es ist ein liebevoll gestaltetes Buch, dessen Seitenzahlen alle von kleinen Wölkchen umgeben sind. Auch die Kapitelüberschriften sind mit dem Jonas vom Titel versehen, sodass man schon beim Umblättern schmunzelt. Beim Lesen erst recht!
Ich hatte viel Spaß mit Jonas, seiner schrägen Familie und seinen Bodyguards - und natürlich mit seinen Aussagen als Messias. Wer schwarzen Humor und skurrile Charaktere mag und dazu noch Religion nicht zu ernst nimmt, der kann mit diesem Buch nichts falsch machen!


[Rezension] Agatha Christie - Die Tote in der Bibliothek


Auf Colonel Bantrys Anwesen wird ein totes Mädchen entdeckt - stranguliert in der Bibliothek! Sowohl der Colonel als auch seine Frau behaupten, die Leiche nicht zu kennen, und Dorothy Bantry schaltet auch umgehend ihre Freundin Jane Marple ein: Es kann ja nicht angehen, dass dieser Mordfall vielleicht niemals aufgeklärt wird!
Die Ermittlungen verschlagen den Polizeichef nach Danesmouth, wo die Tote als Eintänzerin gearbeitet hat - aber wie kam sie in die Bibliothek? Und wer hat sie ermordet?

Der 190 Seiten lange Krimi ist ein echtes Lese- und Rätselvergnügen! In der Tat sind es hier wieder die ganz kleinen Dinge, die den Täter entlarven, und ich habe mir jetzt schon vorgenommen, beim nächsten Fall noch genauer zu lesen als jetzt. Ich schätze Agatha Christies Schreibstil, und ich mag den trockenen Tonfall, in dem vor allem die Polizeiinspektoren ermitteln. Die Sprache von 1942 unterscheidet sich eben etwas von der heutigen.
Nichtsdestotrotz: Wer einen Krimi lesen möchte, der unterhaltsam, spannend, aber kein dicker Wälzer ist, dem sei Die Tote in der Bibliothek wärmstens empfohlen!


Sonntag, 4. Dezember 2016

[Rezension] Valérie Zenatti - Leihst du mir deinen Blick?


Die siebzehnjährige Tal lebt im jüdischen Teil Jerusalems und der Frieden zwischen Palästinensern und Israelis beschäftigt ihre Familie schon lange. Als sich ein Anschlag in ihrer Nachbarschaft ereignet, entscheidet sie sich dafür, Kontakt zu diesen fremden Wesen aufzunehmen. Sie möchte eine Brieffreundschaft mit einem palästinensischen Mädchen aufnehmen, um herauszufinden, ob "die Anderen" wirklich so anders sind. "Leihst du mir deinen Blick" ist die Frage, die sie dem unbekannten Finder vom Grunde ihres Herzens stellen möchte.
Und dann antwortet kein Mädchen, sondern ein zwanzigjähriger Typ namens "Gazaman", der sie provoziert und jede Menge Ironie und Sarkasmus an den Tag legt...

Dieses Buch hat meinen Blick zumindest geschärft für die Problematik innerhalb des Gazastreifens - der Alltag der jungen Menschen dort und in Jerusalem war mir nicht klar, ist mir jetzt aber deutlicher.
Tal mit ihrer naiven Hoffnung war mir sehr nahe, und auch in ihrer Entwicklung konnte ich mit ihr mitfühlen. Aber auch der "Gazaman", über den ich hier noch nichts verraten möchte, gefällt mir gut und wird immer sympathischer.

Leihst du mir deinen Blick ist ein Jugendbuch und zugleich Briefroman, wunderbar geschrieben und informativ! Ich denke, die Geschichte wird noch lange nachhallen.


[Rezension] Nora Roberts - Irland Trilogie 3: Töchter der See


Achtung: Teil 3 einer Reihe! Spoileralarm!

Nachdem Maggie und Brianna ihr Glück gefunden hatten, steht nun Shannon im Mittelpunkt der Geschichte, die uneheliche Tochter von Tom Concannon. Nach langem Hadern reist sie nach Irland, um sich die Insel einmal anzusehen und vielleicht mehr Verständnis für ihre Mutter entwickeln zu können.
Dort begegnet sie Murphy, dem liebevollen und belesenen Landwirt, für den Bree und Maggie wie Schwestern sind. Doch für Shannon hegt er keinerlei geschwisterliche Gefühle, ganz im Gegenteil...

Der dritte Teil der Reihe ist einer voller Magie, was ich persönlich sehr gerne habe. Maeve taucht wieder auf, sodass der Kreis sich schließen kann, und auch Bree und Maggie leben ihr glückliches Leben weiter. Shannon erfährt, wo ihre Wurzeln sind, und sie fühlt sich sowohl zu Irland als auch zu Murphy hingezogen. Der Selbstfindungsaspekt ist bei Shannon größer als bei ihren Schwestern. 
Dennoch fand ich Töchter der See etwas schwächer als die beiden Vorgänger, auch wenn ich nicht genau festmachen kann, woran das liegt. Dass Shannon die Magie so lange ignorieren kann und das Ende relativ plötzlich kommt, sind wohl die beiden Punkte, die mich am meisten gestört haben. 
Schön fand ich allerdings, dass gewisse irische Lieder erwähnt wurden, sodass ich auf Youtube einem Mann lauschen konnte, wie er das Lied sang, was Murphy in der Kneipe zum Besten gab.

Ein gelungener, wenngleich kein großartiger Abschluss für die Trilogie ist dieser Band, und wer Murphy mag, sollte auch unbedingt Teil 3 lesen!


[Rezension] Nora Roberts - Irland-Trilogie 2: Töchter des Windes



Achtung: 2ter Band einer Reihe! Spoileralarm!

Nachdem Maggie nun glücklich unter der Haube ist, wendet sich die Autorin Brianna Concannons Schicksal zu. Die ruhige und häusliche Bree leitet zufrieden ihre kleine Pension, und für den Winter quartiert sich ein amerikanischer Schriftsteller namens Grayson Thane dort ein. Er möchte seinen nächsten blutigen Thriller in die malerische Umgebung Irlands einbetten, daher reist er zur Inspiration genau dorthin. Doch schon bald nimmt ihn nicht nur die Landschaft gefangen, sondern auch die scheinbar kühle Brianna...

Auch, wenn ich manche Handlungsweisen Briannas nicht ganz nachvollziehen konnte, habe ich die Lektüre dieses Buches sehr genossen! Gray ist ein unheimlich vielschichtiger und mysteriöser Charakter, der viele Mauern um sich herum errichtet hat. Doch auch Brianna hat gewisse Mauern, und die stürzen sehr bald ein.
Die Art und Weise, wie sie mit der Situation umgeht, ist bewundernswert, wenngleich am Anfang irgendwie irritierend. 
Nora Roberts führt wieder neue, interessante Nebencharaktere ein, und auch die schon vorhandenen Figuren werden nicht vergessen. Der liebenswerte Murphy taucht genauso auf wie Maggie und ihr Mann. Auch Maeve entwickelt sich weiter, was für mich persönlich ebenso wichtig wie die Entwicklung der Schwestern war.

Wer an Band 1 Freude hatte, der sollte auch Band 2 unbedingt lesen! 


[Rezension] [Kinderbuch] Nina Müller - Kuschelflosse 2: Die blubberbunte Weltmeisterschaft


Erinnert ihr euch daran, dass ich so für Kuschelflosse schwärme? Ein wunderbares Hörbuch, gelesen von Ralf Schmitz, das mich regelmäßig zum Grinsen bringt - ganz egal, wie oft ich es schon gehört habe!
Jetzt war ich mal wieder bei Audible unterwegs und stellte fest: Es gibt einen Nachfolger!
Natürlich musste ich Die blubberbunte Weltmeisterschaft schnellstmöglich hören. Es hat Teil 1 nicht getoppt, aber die liebenswerten Charaktere - allen voran mein allerliebster Krawallo - waren wieder dabei. Diesmal versucht die Gruppe um Kuschelflosse, eine geheime Maschine für die blubberbunte Weltmeisterschaft zu bauen, die nur alle fünfzig Jahre stattfindet. Wieder begegnen sie ganz schon lustigen Meeresgenossen, die ihnen zumeist wohlgesonnen sind - aber manche der Wesen erschweren die kommenden Aufgaben durchaus!

Nina Müllers Ideen treffen meinen Humor genau, und ich wette, dass sich auch Kinder prima darüber amüsieren. Es ist eine bezaubernde Geschichte, genauso engagiert und großartig gelesen wie Teil 1, und auch die Weltmeisterschaft werde ich mit Sicherheit das ein oder andere Mal hören!


[Rezension] Daniel Glattauer - Der Weihnachtshund


Das Hörbuch wird von Ulrike Grote und Peter Jordan gelesen und dauert 275 Minuten.
Dass Glattauer zu meinen Lieblingsautoren zählt, ist ja schon einigen hier bekannt. Mit Der Weihnachtshund hat er diesen Status erneut bestätigt! Drei wundervolle Protagonisten starten am 1.12., und es ist rein theoretisch möglich, das Hörbuch als einen Adventskalender zu hören. Praktisch war es viel zu spannend, um die entsprechenden Pausen zu machen!
Max und sein Deutsch Drahthaar Kurt sind auf der Suche nach einem Platz für Kurt über Weihnachten, damit Max dem ganzen Stress entfliehen kann. Katrin meldet sich auf die Anzeige, ihrerseits auf der Suche nach einer Fluchtmöglichkeit (wovor, sei hier aber noch nicht verraten).

Es ist ein unheimlich tolles, kurzweiliges, nachdenkliches und liebenswertes Buch, voller wundervoller Wortgemälde und Herzensworte. Katrin und Max sind tolle Charaktere, und auch Kurt ist ein witziger Hund. Ich möchte hier so viel erzählen und erwähnen, aber mit jedem Satz würde ich spoilern und Pointen vorweg nehmen. Daher sage ich nur eines: Lest oder hört es! Weihnachtsstimmung ist garantiert!


Samstag, 3. Dezember 2016

[Aktion] SuB am Samstag #3

Beim diesmaligen SuB am Samstag hab ich nicht nur nach spannenden Büchern geschaut, sondern auch nach eher dünnen Exemplaren. Mein aktuelles Zeitkontingent gibt eher schmale Bücher her, und ich finde, das kann ich heute durchaus einmal zum Ausdruck bringen!

Zum einen ist da "Die Tote in der Bibliothek" von Agatha Christie, ein Miss Marple Roman.
"Darüber sind sich alle einig, vom Polizeichef bis zur letzten Klatschbase in St. Mary Mead: Das Mädchen hatte in Colonel Bantrys Bibliothek nichts zu suchen - weder lebendig noch tot. Aber wie kam die Leiche dorthin? Erstaunlicherweise hält Miss Marple diese Frage nicht für wichtig, sie interessiert sich stattdessen mehr für gewisse verräterische Nebensächlichkeiten...

Im Moment habe ich irgendwie wenig über für Krimis, ich hoffe aber, dass sich das demnächst durchaus wieder ändert!
Zum anderen gibt es Sachbücher, die sich mit Sprache befassen, die ich sehr spannend finde. Allen voran "Warum ist die Leberwurst beleidigt und wie kommt die Leiche in den Keller?" (erschienen bei Goldmann).
eines, was sich mit Redewendungen beschäftigt:
Ich schaue unheimlich gerne Genial daneben, wenn es sich irgendwie ergibt. Und hier geht es eben um die Hintergrundinformationen zu genau diesen Themen - wie könnte ich das nicht lesen wollen?
Unglücklicherweise habe ich den Kopf so häufig mit Unikram voll, dass ich dann außerhalb der Texte für die Uni eher etwas zum Entspannen und nicht zum weiteren Nachdenken brauche. So liegt die Leberwurst schon lange auf dem SuB....





Last but not least gibt es auf meinem SuB auch jede Menge Fantasy. Ein schlankes Büchlein mit viel positivem Feedback ist "Morgentau" von Jennifer Wolf.
Die Erde liegt unter einer Schneedecke. Eis und Kälte herrschen überall, nur ein kleiner Fleck ist noch bewohnbar. Dort lebt auch Maya Morgentau. Von der Erdgöttin Gaia wurde sie dazu auserkoren, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten und einen ihrer Söhne für ein Jahrhundert an sich zu binden: den Frühling, den Sommer, den Herbst oder den Winter. Doch hat sie sich für einen entschieden, zahlt sie einen hohen Preis dafür.

Vielleicht hält mich hier der Gedanke ab, dass es sich um eine Reihe handelt? Genau kann ich es nicht sagen, da ich wie gesagt schon unheimlich viel Positives über das Buch gehört habe...




Wie sind denn eure Erfahrungen so? Mit welchem der drei Bücher würdet ihr starten? Ich freue mich über Feedback!

[Rezension] Bianca Wagner - Ich geh jetzt in dein Karma rein. Die wunderbare Welt der Astro-Hotlines

 
Als selbst spirituell denkender Mensch kam ich natürlich an Bianca Wagners Buch "Ich geh jetzt in dein Karma rein" nicht vorbei! Besonders spannend fand ich, dass sie genau die Karten in der Hotline benutzt hat, die ich ebenfalls für meine eigenen Legungen verwende: Lenormand-Karten.
Bevor ihr jetzt die Nase rümpft: Ich nutze die Karten nicht, um irgendwelche hanebüchenen Zukunfts-Vorhersagen zu machen, sondern ich schaue, was mich unbewusst beschäftigt. So komme ich zu einem bewussteren Umgang mit mir selbst und meinen Gedanken.
Bianca Wagner hat allerdings die Karten dazu verwendet, Aussagen über die Gegenwart und die Zukunft ihrer Klienten bei der Astro-Hotline zu treffen. Sie berichtet von abstrusen Fragestellungen, sehr irritierenden Gesprächen, die mich herzlich lachen ließen, aber auch von Praktiken gewisser Kollegen, bei denen mir das Lachen dann im Hals stecken blieb. Vor allem jener Mann, der den titelgebenden Spruch prägte, war mir (und der Autorin gleichermaßen) sehr suspekt!

Es war ein vergnügliches Buch, jedoch hat mich gestört, dass Bianca Wagner ihre Deutungen niemals anzweifelte. Ich hatte zwischendurch den Eindruck, ihre Prognosen würden als Fakten und nicht als Möglichkeiten der Zukunft verkauft werden.
Obwohl ich Spaß mit dem Buch hatte, kann ich es daher nicht vollkommen uneingeschränkt empfehlen. Es braucht kritische Leser, die hinterfragen - egal, ob im Anhang noch einmal explizit vor den Gefahren von Astro-Lines gewarnt wird oder nicht. Schließlich liest nicht jeder diesen Anhang.


[Rezension] Nora Roberts - Irland-Trilogie 1: Töchter des Feuers






Der 416 Seiten lange erste Teil der Irland-Trilogie von Nora Roberts handelt von Maggie Concannon, einem eigenwilligen Rotschopf. Die junge Frau ist eine talentierte Glasbläserin und auch außerhalb ihres hitzigen Gewerbes ein eher feuriges Gemüt. Als der reiche Galerist Rogan Sweeny auf sie aufmerksam wird und sie unter Vertrag nehmen will, kommt das für Maggie natürlich nicht in Frage.
Doch Rogan ist ein Sturkopf vor dem Herrn... Ob es ihm gelingen wird, Maggie für seine Galerie oder gar für sich selbst zu gewinnen?

Töchter des Feuers ist ein schwungvoller und spannender Roman über zwei starke Menschen, die sich nichts schenken. Das Zusammenspiel der Charaktere ist amüsant, manches Mal musste ich laut lachen. Dennoch hat es Nora Roberts geschafft, mich auch zu Tränen zu rühren. Maggies und Rogans Gefühlsleben sind an vielen Stellen nachvollziehbar und, was noch wichtiger ist, nachfühlbar.

Ich habe eine Liebesgeschichte erwartet, mit der ich dem Alltag entfliehen und mich in das ländliche Irland hineinfühlen konnte. Genau das habe ich bekommen. Die Mentalität der Menschen konnte ich mir gut vorstellen, ebenso das Fleckchen Erde, auf dem Maggies Cottage steht. Die Figuren waren allesamt liebevoll gezeichnet, und ich fühlte mich wundervoll unterhalten!



[Abgebrochenes Buch] Anna Friedrich - Holly: Die verschwundene Chefredakteurin

Tja, es kommt selten vor, dass ich Bücher abbreche.
Aber in diesem Fall konnte sich auch über Wochen keine weitere Lesemotivation einstellen. Es begann mit meinem ungläubigen Blick, als ich die "hochgerollte Marquise" entdeckte, und endete mit einem endgültigen Beiseitelegen nach vielen weiteren Versuchen, noch einmal in die Geschichte hineinzufinden.
Ich empfinde das Buch zu sehr als "auf Film getrimmt", immer wieder werden Kamerafahrten beschrieben, was einerseits ein netter Stil ist, andererseits aber nervt, weil ich eben nicht immer wieder auf die Meta-Ebene geschleudert werden will, wenn ich mich gerade halbwegs in einen Charakter hineinempfunden habe - was schwer ist, bei diesem Buch.
Wo diese Chefredakteurin nun hin ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur: als Leserin ziehe ich mich ebenfalls gänzlich von dieser Reihe zurück.

[Rezension] Alex Gino - GEORGE


GEORGE habe ich als Hörbuch gehört, und ich muss sagen, dass mich die 215 Minuten lange Geschichte sehr berührt hat!
Zunächst einmal ist es alles andere als alltäglich, dass die Heldin einer Geschichte ein Transgender-Kind ist. George möchte nämlich nicht George heißen, sondern hat sich insgeheim längst einen anderen Namen gegeben. Und jedes Mal, wenn die Mutter "mein Junge" sagt, oder sich die Kinder in der Schule nach Geschlechtern getrennt aufstellen sollen, hat sie ein richtiges Problem. Und dann entscheidet sie, dass es alle wissen sollen...

GEORGE ist sehr einfühlsam geschrieben, und ich vermute mal, dass der Name des Autors, Alex Gino, nicht umsonst so gewählt ist, dass er sowohl Mann als auch Frau sein könnte. Ängste und Erlebnisse sind sehr lebensnah beschrieben, und auch die Reaktionen der Mitschüler und der Familie wirken aus dem Leben gegriffen. Beeindruckt hat mich auch, dass die Geschichte anhand des Literaturunterrichts in der Schule erzählt wird, also dass die Erlebnisse dort die Handlung immer wieder beeinflussen und voran treiben. Aufgrund dessen ist auch das Buch "Charlotte's Web" auf meinem Wunschzettel gelandet, weil mich das Hörbuch neugierig gemacht hat auf die ganze Geschichte über Freundschaft.

Julian Greis mit seiner Stimme und Rainer Bielfeldt mit der Klaviermusik erweckten Bilder vor meinem inneren Auge zum Leben, so wie es ein richtig gutes Hörbuch tun sollte! 
Uneingeschränkte Hörempfehlung für alle, die Lust auf ein interessantes Kinderbuch haben, und / oder transsexuelle Menschen etwas besser verstehen möchten!


Freitag, 2. Dezember 2016

Adventskalender der Blogger AG: Türchen 3 mit Katrin Koppold

Türchen 3

Hinter Türchen 3 verbirgt sich eine Autorin, die ich persönlich unheimlich gerne mag und deren Werke ich sehr schätze:  
Katrin Koppold

Aussicht auf Sternschnuppen war das Buch, mit dem sie sich in mein Herz und meinen Bücherschrank geschrieben hat. Eine unheimlich tolle, romantische Geschichte mit viel Witz, der sich auch in ihren anderen Büchern findet. Mit befreundeten Autorinnen hat sie als Jade McQueen zum Beispiel den Fynn der Diamond Guys Reihe geschrieben, der mir ebenfalls viel Spaß gemacht hat.
Ihr aktuelles Werk, Zimtzauber, ist eine wunderbare Weihnachtsgeschichte, die mir geholfen hat, richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen.


Natürlich haben wir Katrin viele Fragen zum Thema Weihnachten gestellt:

Erzähl uns etwas über Dich. Wer bist Du? Was schreibst Du? Und ganz wichtig: wie stehst Du zu Weihnachten? Bist Du bereits im Weihnachtsfieber oder bist Du eher der Typ Grinch?
Mein Name ist Katrin Koppold,beurlaubte Deutsch- und Sportlehrerin, derzeit Vollzeit-Autorin, Kinder- und Katzenmama, Leseratte, Romantikerin und ich liebe alles, was glitzert - also auch Weihnachten.
Ich finde es schade, wenn man Typ Grinch ist. Natürlich ist Weihnachten auch viel Kommerz, aber man muss diesen Kaufrausch ja nicht mitmachen.  Bei uns bekommen z.B. nur die Kinder etwas zu Weihnachten geschenkt. Dafür wird dann das Geburtstagsgeschenk etwas größer. Das macht die ganze Vorweihnachtszeit wirklich immens viel stressfreier. Und natürlich kann man sich fragen, ob das ganze Geld, das in die Illumination von Häusern gesteckt wird, nicht bei Projekten in der Dritten Welt besser angelegt wäre. Aber wenn man so denkt, dürfte man sich überhaupt nichts mehr gönnen. Oder zumindest nicht viel. Für mich ist Weihnachten eine magische Zeit, mit wunderschönen Ritualen und in der ich mir bewusst Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben nehme. Also meine Familie und meine Freunde.

Wann geht es für Dich los und was gehört alles zu Deinem perfekten Weihnachtsfest?
Für mich beginnt Weihnachten am ersten Advent mit der zugegebenermaßen immer ziemlich chaotischen Dekoration unseres Hauses. Obwohl ich mich so sehr bemühe, werde ich grundsätzlich nie fertig. Aber zumindest der Adventskranz hat bisher immer pünktlich gestanden. Außerdem gehört Plätzchenbacken für mich in der Vorweihnachtszeit dazu, Schlittschuhlaufen, Lichterspaziergänge, Weihnachtsmarktbesuche, Glühwein, Bastelsessions und Vorlesestunden am Abend. Den Kindern lese ich jedes Jahr »Merope, das Sternenkind« von Isabel Abedi vor. Das Buch ist mittlerweile ganz zerfleddert.
Unser Weihnachtsabend läuft traditionell ab. Am Vorabend wird der Baum geschmückt, oder wenn wir Weihnachten nicht zu Hause sind, auch schon mal im Advent, wir gehen in den Familiengottesdienst, anschließend gibt es Raclette und dann folgt die Bescherung. Alles sehr ruhig und entspannt. Meistens trinken mein Mann und ich ein Glas Rotwein und schlafen auf der Couch ein. 

Lieblingsfilm? Lieblingslied? Lieblingsbuch? Lieblingsgebäck?
Lieblingsfilm: Ganz klar »Tatsächlich Liebe!« Ich schmelze jedes Jahr aufs Neue dahin.
Lieblingslied: »Christmas« von John Lennon und »Fröhliche Weihnacht« von Rolf Zuckowski. Wenn das der Kinderchor an unserem Weihnachtsmarkt singt, muss ich jedes Mal ein Tränkchen verdrücken.
Lieblingsbuch: »Hilfe, die Herdmanns kommen!«, eine wunderschöne, komische, aber auch sehr rührende Geschichte zum Thema Toleranz und Anderssein.

Hast Du schon einmal mit einem Geschenk völlig daneben gelegen?
Ja, ich habe einem Freund ein Herzkissen genäht, im Dalmatinerlook, und eine riesige rote Schleife drumgebunden. Seine Worte: Oh Gott, ist das kitschig! Er hatte recht. Da er aber sowieso nicht die Art strahlender Held war, die ich in meinen Büchern vorkommen lasse, sondern eher derjenige, von denen die Heldinnen die Finger lassen sollten, habe ich diese Schmach recht schnell überwunden. 

Was war Dein schönstes/schlimmstes Weihnachtsgeschenk? 
Mit drei Jahren habe ich Fabuland-Lego zu Weihnachten geschenkt bekommen. Die Figuren, die dabei waren, hießen Doc David, Morty Maus, Charlie … Das ganze Weihnachten war magisch für mich, da es das erste ist, dass ich so richtig bewusst erlebt habe. Ich war mit meinem Vater unterwegs und als wir nach  Hause kamen, war das ganze Haus erleuchtet, es gab Geschenke. Das ist jetzt fast vierzig Jahre her, aber der Gedanke an dieses Fest löst immer noch ein ganz wohliges Gefühl in mir aus.

Das sind meine Eltern und mein Bruder. Vorne sitzt man meinen Steiff-Pekinesen Pit und sehr tragisch "Das Hagerschen" eine Puppe, die ich über alles geliebt und leider verloren habe. 
Ich trauere ihr noch heute nach und frage mich, wo sie ist. Das ist echt der einzige nicht-menschliche Verlust, der mich immer noch schmerzt.

Besorgst Du Geschenke schon früh genug oder bist Du ein Last-Minute-Käufer?
Ich besorge die Geschenke früh. In letzter Sekunde durch die Stadt zu hetzen und irgendetwas zu kaufen, nur damit man was hat, fände ich schrecklich. Und das hat für mich auch nichts mit Weihnachten zu tun. 

Was ist für Dich das Wichtigste an Weihnachten? 
Zeit mit Menschen zu verbringen, die man liebt.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wie würdest Du Weihnachten verbringen? 
Zu Hause, aber ich könnte mir vorstellen nach dem Heiligen Abend in ein superteures Wellnesshotel in den Bergen zu fahren oder in die Südsee zu fliegen. Aber das sind keine Herzenswünsche von mir. 

Hast Du selbst bereits eine Weihnachtsgeschichte geschrieben? 
Ja, eine romantische Komödie: »Zimtzauber«. Das Buch ist gerade erschienen und es erzählt die Geschichte der Buchhändlerin Elisa, die, seit sie den Schornsteinfeger aus Versehen k.o. geschlagen hat, vom Pech verfolgt wird. 

Last but not least: Erzähl uns eine Weihnachtsanekdote - ob sie Dir oder Deinen Figuren passiert ist, liegt ganz bei Dir 😉
Mir fallen ganz viele ein, und fast alle habe ich in »Zimtzauber« verarbeitet. Eine davon: Mein Sohn war immer schon unglaublich lebhaft. Am Heiligen Abend musste ich vor dem Kleinkindgottesdienst, bei dem ich mitgemacht habe, noch ein paar Sachen erledigen. Max hat im Wohnzimmer neben dem geschmückten Baum gespielt. Es hingen wunderschöne Nostalgiefiguren daran, die ich sehr geliebt habe. Fällt euch die Vergangenheitsform auf? Auf einmal gab es einen lauten Knall, gefolgt von vielen kleinen. Als ich ins Wohnzimmer kam, lag der Baum auf dem Boden. In einem Meer von Weihnachtskugelsplittern. Max wollte mich überraschen und sich als Geschenk unter den Baum setzen. Dabei ist er auf den Hebel des Weihnachtsbaumständers gekommen. Das war das einzige Mal, an das ich mich erinnern kann, bei dem ich am helllichten Tag einen Schnaps getrunken habe. 



Ihr möchtet ein Taschenbuch von Zimtzauber gewinnen, um auch so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen? In 3 Tagen ist Nikolaustag, also erzählt mir als Kommentar, was das schönste Nikolaustagsgeschenk war, das ihr je bekommen habt! 

Gewonnen hat TANJA! 

Das Gewinnspiel endet am 12. Dezember um 12 Uhr.

Teilnahmebedingungen:
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnahme ist nur volljährig (oder mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten) und mit Wohnsitz in Deutschland gestattet.
Am 12.12.2016 erfolgt die Bekanntgabe des durch Losverfahren ermittelten Gewinners hier in diesem Post.
Jeder Teilnehmer stimmt der öffentlichen Bekanntgabe seines Namens zu – sollte darüber hinaus eine Kontaktaufnahme via E-Mail erfolgen, bitte diese im Kommentar ebenfalls hinterlassen.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

[Rezension] Katrin Koppold - Zimtzauber


Klappentext:
Die Buchhändlerin Elisa ist nicht abergläubisch. Doch seit sie aus Versehen den Schornsteinfeger zu Fall gebracht hat, geht in ihrem Leben einiges schief. Nachdem ihr eine Wahrsagerin auf einer Weihnachtsparty eine tiefschwarze Aura bescheinigt und furchtbares Pech prophezeit, wird ihr klar: Sie muss den Mann aufsuchen und ihn um Verzeihung bitten.
Das ist allerdings gar nicht so einfach. Denn der Schornsteinfeger hat sich über Weihnachten in die Abgeschiedenheit der Berge zurückgezogen und ist überhaupt nicht begeistert, als Elisa auf einmal dort auftaucht und ihn mit Aufmerksamkeit überschüttet. Bis ein Unfall am Heiligen Abend die beiden unerwartet zusammenschweißt ...



Die 152 Seiten lange Weihnachtsgeschichte besticht durch viel Charme und jede Menge Humor!
Elisa Bergmann, einigen vielleicht aus Mondscheinblues bekannt, liebt Bücher und ihren Buchladen und sie ist unheimlich gutherzig. Jedoch steht die junge Frau am vierten Adventssamstag etwas unter Druck - ihre ungeliebte Chefin taucht unangemeldet auf und hängt ein Damoklesschwert über ihrem Kopf auf. Doch damit nicht genug: Eine Pechsträhne folgt, deren Situationskomik wirklich herrlich ist!
Der arme Schornsteinfeger muss so manche Eskapade erleiden, und auch Elisa selbst erträgt mehr Pech, als ein einzelner Mensch verdient hat.

Die Charaktere hat Katrin Koppold unheimlich skurril und liebevoll gezeichnet. Vor allem Elke, die Kollegin aus dem Buchhandel, sticht da hervor. Elisa selbst beweist viel Durchhaltevermögen, das sie angesichts der derben Pechsträhne allerdings auch braucht. Der Schornsteinfeger tat mir persönlich wirklich leid - umso mehr, als ich von seinem Hintergrund erfuhr!

Zimtzauber ist eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte mit Humor und Herz, die mich direkt in Weihnachtsstimmung versetzt hat!


Freitag, 28. Oktober 2016

[Gewinnspiel] Halloween-Verlosung

Meine Lieben,

Sandra Pulletz gibt mir die Gelegenheit, ein Gewinnspiel für euch zu veranstalten. Und zwar geht es um ihre neue Kurzgeschichte:


Seit Tagen gibt es an der Grandwitch-Highschool nur noch ein Thema: Die super geheime Halloween-Party. Auch Ava hofft, dass sie eine der exklusiven Eintrittskarten bekommt. Denn auf der Feier wäre bestimmt die perfekte Gelegenheit, endlich ihren lang gehegten Plan in die Tat umzusetzen und es dem fiesen Mädchenschwarm Calvin so richtig heimzuzahlen …

Neben der Geschichte erhält das eBook auch Rezepte für Halloween-Miniquiches und eine Halloween-Bowle.

Ihr möchtet teilnehmen? Kein Problem! Hüpft in den Lostopf, indem ihr mir einen Kommentar schreibt. Schön wäre, wenn ich ein Stimmungsbild bekäme, wer Halloween bevorzugt, und wer das stille Allerheiligen! Zudem schreibt bitte, ob ihr *mobi oder *epub braucht, das muss Sandra wissen!

Die Auslosung findet am Sonntag um 18 Uhr statt.

Herzliche Grüße!
Julia

Mittwoch, 26. Oktober 2016

[Rezension] [Brettspiel] Myth

Auf Myth habe ich mich schon vor der Spielemesse in Essen tierisch gefreut. Ein Spiel, das tolle Figuren in Tabletop-Manier, Rollenspiel-Elemente und kooperativen Kampf vereint, das MUSSTE doch gut werden!
Ich mag Decent, das semi-kooperativ ist, weil einer als Overlord gegen alle anderen spielt. Auch das erfüllt diese Vorgaben. In Myth gibt es keinen Overlord, sondern ein (soweit wir das bislang beurteilen können) gut ausbalanciertes System, nach dem "Die Dunkelheit" agiert. Es muss also keiner gegen die anderen spielen, was wir wegen des möglichen Rollenspiels gerne so haben wollten. Auch die Questreihen klangen gut. (Wem das Wort nichts sagt: Nachdem man eine Aufgabe erledigt hat, darf man eine andere erledigen, die auf der ersten aufbaut.)
Vom Material her ist das Spiel gut ausgestattet:
- Würfel mit unterschiedlichen Symbolen
- kleine Karten mit Schätzen bzw. Heldenausrüstung
- 5 Helden mit jeweiligem Heldendeck aus 31 Karten sowie einer Figur
- Karten für die Feinde mit ihren Fähigkeiten und Einsatzanweisungen sowie Figuren
- kleineren und größeren bedruckten Tableaus für Questszenarien
- Questkarten

Positiv ist, dass die Gestaltung von Karten und Figuren gut gemacht ist. Auch die Tableaus sehen gut aus.
Schade ist allerdings, dass die Tableaus nicht questspezifisch sind. Wir hatten uns für den Start eine Taverne ausgesucht, ein Quest gezogen, und landeten im Wald. Inzwischen habe ich alle Questkarten gelesen und festgestellt, dass nur eine einzige in einem Raum spielt. Und Ortsnamen gibt es gar nicht, auch die Welt bleibt total farblos. Für mich geht es auch gar nicht, dass die Quest die Anweisung gibt, die Insektengegner aufzubauen, während man ein Tableau gewählt hat, das dazu nicht mal ansatzweise passt.
All unser schönes, erwartetes Rollenspielpotential ist dahin! Ein einziger Ortsname ist uns zu wenig, genauso wie von vier Orden die Rede ist, wobei nur ein einziger als klerikal gekennzeichnet ist.
Nun kann man sagen: Viel Potential für eigene Kreativität.
Das stimmt. Wir werden auch eine Welt drum herum stricken, damit wir nicht so viel Geld für keinen Spielspaß ausgegeben haben. Denn im Moment sind die Kämpfe zwar interessant, aber nur Kämpfen ohne eine gute Geschichte motivieren mich und meine Spielgruppe nicht.
Zudem es in einer der Quest nun auch noch Fehler gibt - statt Lady Katherine soll im zweiten Teil auf einmal eine andere Frau heiraten, in 3 und 4 ist es aber wieder die Lady.

Ich bin einfach enttäuscht, und bevor es nicht Nachbesserung gibt, muss ich 2 von 5 Gedankenschnörkel vergeben.


Montag, 10. Oktober 2016

[Rezension] Katie MacAlister - Silver Dragons 1: Ein brandheißes Date


Der 336 Seiten lange Einstieg in die Welt der Doppelgängerin May Northcott hat mich auf ganzer Linie abgeholt und überzeugt. Sie wurde bei ihrer Erschaffung an den Dämon Magoth gebunden, was ihr immer wieder Schwierigkeiten einbringt. Zum Beispiel lässt er sie gerne ihre Fähigkeiten dazu benutzen, wertvolle Dinge zu beschaffen. Bei einem ihrer Raubzüge begegnet sie dem Wyvern der Silbernen Drachen, Gabriel Tauhou, den wir ja schon in der Aisling Grey-Reihe kennengelernt haben.
Den Silberdrachen werden durch einen Fluch keine Gefährtinnen geboren - aber geboren wurde May ja auch nicht... Schade, dass sie nicht frei in ihren Entscheidungen ist!

May ist eine toughe junge Frau, dazu noch unheimlich sympathisch. Und sie fühlt sich sofort zu Gabriel hingezogen. Ihre Art und Weise, mit Magoth umzugehen, sowie ihren Zwilling zu bändigen, sind bewundernswert und machen zugleich einfach Spaß.
Auch die schwangere Aisling hat immer wieder tolle Szenen, sodass die Reihe wirklich nahtlos an die vorhergehende Reihe anschließt.

Ich mag May und Gabriel sehr gerne, aber auch Magoth und Mays Zwilling sind unheimlich witzige Charaktere. Der Kampf, zusammen sein zu können, ist nachvollziehbar und mitreißend geschrieben, weshalb ich Band 2 unmittelbar nach Beendigung dieses Bandes angefangen habe.