Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


Sonntag, 24. Januar 2016

[BookWhisper Challenge #2] Sammlung der Märchenaufgaben



Im Februar ist es ja die Herausforderung an die Teilnehmer, sich drei Aufgaben zu ihrem Lieblingsmärchen auszudenken und diese zu erfüllen.
Der Übersicht halber werde ich hier die Aufgaben noch einmal gesondert abspeichern.

Viktorias Aufgaben zu König Drosselbart:

1. In dem Märchen geht es um eine eitle Prinzessin - Lies ein Buch mit einer Prinzessin, Königin oder Kaiserin oder auch einem total eitlen Mädchen.
2. König Drosselbart erschien der Prinzessin in mehreren Rollen, auch als Spielmann - Lies ein Buch, in dem Musik oder ein Musiker eine Rolle spielt.
3. Der König bringt die Prinzessin in eine kleine Hütte am waldesrand - Lies ein Buch mit einem Haus im Grünen auf dem Cover


Ellis Aufgaben zu Die Schöne und das Biest:

1. Belle liebt Bücher - Lies ein Buch, auf dessen Cover Bücher zu sehen sind.
2. Nicht nur Belle wird gefangen gehalten, auch das Biest und sämtliche anderen Schlossbewohner sind Gefangene des Fluchs - Lies ein Buch, in dem der Hauptprotagonist in einem realen oder gefühlten Gefängnis lebt.
3. Ohne Biest keine Geschichte - Lies ein Buch, das (in welcher Weise auch immer) ein Biest / eine Bestie thematisiert. 


Chrissis Aufgaben zu Aschenputtel

1. Aschenputtel braucht ein schönes Kleid für den Ball - Lies ein Buch mit einem schönen Kleid auf dem Cover
2. Im Schloß findet ein Ball statt, um für den Prinzen ein Braut zu finden - Lies ein Bucht mit einem Prinz als Protagonist
3. Aschenputtel verliert ihren Schuh auf der Treppe des Schloßes - Lies ein Buch mit einem Schloß auf dem Cover



 Birtes Aufgaben zu Aschenputtel
 
1. Lies ein Buch, dessen Cover einen Bezug zu Aschenputtels Schlafplatz hat
2. Lies ein Buch, in dem ein Waisenkind vorkommt
3. Lies ein Buch mit einer jungen Frau auf dem Cover
 



Antjes Aufgaben zu die kleine Seejungfrau von Andersen

1. Lies ein Buch mit dem Meer auf dem Cover
2. Lies ein Buch über eine Dreiecksbeziehung (Prinz, Seejungfrau und natürlich die, die der Prinz heiratet)
3. Die kleine Seejungfrau bekommt zum Schluss ihren Prinzen nicht. Lies ein Buch mit einem traurigen Ende
 



Julias Aufgaben zu Rapunzel

1. Rapunzel ist bekannt für ihre langen Haare. Lies ein Buch, in dem sich jemand die Haare bürstet.
2. Die Hexe hat den Eltern das Kind ab-erpresst. Lies ein Buch, in dem jemand versucht, jemand anderen zu erpressen.
3. Rapunzel lebt allein in einem Turm und erst durch den Prinzen kommt sie aus ihrer Isolation heraus. Lies ein Buch, in dem eine Außenseiterin glücklich integriert wird.

Ninas Aufgaben zu Aschenputtel

1. Lese ein Buch, indem die Protagonisten parallelen mit Aschenputtel aufweist
2. Aschenputtel hat ihrern gläsernen Schuh gehabt. Lese ein Buch indem Glas eine Rolle spielt.
3. hier werde ich das mit der Nebenaufgabe koppeln und von Birte die Aufgabe mit der jungen Frau auf dem Cover übernehmen
 



Janines Aufgaben zu 3 Haselnüsse für Aschenbrödel

1. Lies ein Buch, in dem eine Frau vor ihrem Leben weg läuft.

2. Einer der Protagonisten soll einen Gegenstand haben, der ihn verzaubert, in andere "Sphären" bringt.
Dies kann ein Instrument sein, ein Zauberstab o.ä.
3. Lass eine böse Stiefmutter in deinem Buch vorkommen.
 



Sabines Aufgaben zu Das singende klingende Bäumchen
1. Lies ein Buch mit einem ungleichen Paar

2. Lies ein Buch mit Vögeln auf dem Cover.
3. Lies ein Buch mit einem Fluch
 

Montag, 18. Januar 2016

[Montagsfrage] Was ist für dich das hässlichste Buchcover?

http://buch-fresserchen.blogspot.com/
Eine Aktion von Buchfresserchen.
Die heutige Frage hat sich Prettytigerbuch ausgedacht:
Es wird immer nach den schönsten Buchcovern gefragt, aber welches ist für dich das mit Abstand hässlichste?
 
Puh! Die Frage finde ich echt nicht leicht, vor allem, weil ich hier niemanden diskredittieren möchte. Dennoch fallen mir einige Cover ein, die ich wirklich mies finde...
 
Ich habe mich hier für zwei entschieden, die ich beide nicht toll finde. Kunst in ein belangloses Cover zu pressen, finde ich  bei "Tödliche Saturnalien" ziemlich daneben, und beim "Rumtreiber" ist mir das Cover einfach zu schlicht, auch wenn sich hier sicherlich die Meinungen spalten werden.
 


Sonntag, 17. Januar 2016

[Rezension] Soman Chainani - The School for Good and Evil: Es kann nur eine geben


Das richtig schön bunte Cover dieser Geschichte lachte mich an, als ich im Dezember in der Buchhandlung war. Die beiden Schwäne, die ein Schulwappen bilden, dazu die beiden so unterschiedlich aussehenden Mädchen und die beiden Schlösser im Hintergrund - all dies brachte mich dazu, den Klappentext lesen zu wollen. Als mich dieser dann auch noch ansprach und ich bemerkte, dass das Schulwappen im Schutzumschlag der gebundenen Ausgabe eingeprägt worden ist, also ertastbar ist, da war es um mich geschehen und dieser abenteuerliche Schulroman musste mit nach Hause.
Zwei unterschiedliche Mädchen, deren Hoffnungen und Ängste, Rollen im Märchen und auch noch finstere Pläne im Hintergrund - das schrie förmlich danach, dass es mir gefallen würde!

Als Ruby und ich feststellten, dass dieses ein weiteres Buch ist, dass bei uns gemeinsam subt, beschlossen wir, es am selben Tag anzufangen, um uns darüber austauschen zu können. Sie hatte noch 50 Seiten in ihrem aktuellen Roman zu lesen und ich begann den Roman von Soman Chainani, der übrigens ein männlicher Autor ist, dessen Doktorarbeit ich gerne lesen würde*.
Und: Nimmt man den Schutzumschlag ab, so verbirgt sich darunter ein schwarzes Leinenbuch mit silberner Schulwappenprägung!

Es geht um ein Dorf, aus dem immer mal wieder Kinder verschwinden, um in die Schule für Bösewichte oder Prinzen und Prinzessinnen zu kommen. In diesem Jahr verschwinden die hübsche, blonde Sophie, und die schmuddelige Agatha, Kind einer Hexe. Beide haben sich auf ihre Art innerlich darauf vorbereitet, irgendwann mitgenommen zu werden.
Was soll ich sagen? Sophie und Agatha sind beide auf ihre Art unheimlich interessante Charaktere, und Chainanis Schreibstil ist so witzig, dass ich schon bald laut auflachen musste. Es dauerte nicht lange, schon hatte mich das Buch so in seinen Bann gezogen, dass ich förmlich meinte, Sophie und Agatha bei ihren Dialogen beobachten zu können. Die Erzählweise des Autors ist bildhaft und glaubwürdig, der verbale Schlagabtausch zwischen den beiden Mädchen (und den Nebencharakteren!) unheimlich lebhaft und lustig.
Bei der gestrigen Lesenacht war ich durch die Organisation ja doch sehr abgelenkt, dennoch habe ich 19 (!) Kapitel verschlungen. Und der Rest des Buches war dann heute früh dran, sobald ich wach war. 508 Seiten in kürzester Zeit also.

Wer Märchen liebt, der wird an dieser Reihe nicht vorbeikommen. Fragen nach Gut und Böse, nach Glaube, Werten und Macht werden hier mal eben so nebenbei gestellt, sodass es nicht unbedingt jedem Leser auffallen wird. Fein verwoben ist auch immer wieder eine Moral, genau wie jede Menge Sagen und Mythen. So wird zum Beispiel die Artus-Saga herangezogen, auch tauchen diverse unterschiedliche Fantasy-Wesen auf.
Es ist ein sehr anregendes Lesevergnügen, das ich sicherlich nicht zum letzten Mal verschlungen habe. Für 2016 habe ich mir vorgenommen, wieder vermehrt Märchen zu lesen. Wenn ich das getan habe, werde ich erneut nach Hinweisen in Chainanis Werk suchen, denn ich habe ja nicht umsonst Germanistik studiert.

Klingt begeistert? Stimmt! Kriegt auch die volle Punktzahl! ;)




*Hier geht es darum, warum Frauen die besseren Bösewichte seien und warum in jeder Hexe auch etwas Prinzessin steckt und umgekehrt.

[Aktion] Favourite Song on a Sunday: Michael Patrick Kelly - Rose of Jericho

Ich habe gerade den Blog von Anie besucht und dabei diese coole Aktion entdeckt, die von Denise ins Leben gerufen wurde.


Und da ich es aktuell wirklich rauf und runter höre, möchte ich auch mein Lieblingslied mit euch teilen! Es war schwierig, mich für ein Lied zu entscheiden, da ich das Album Human von Michael Patrick Kelly immer und immer wieder rauf und runter höre, aber letztlich hatte "Rose of Jericho" doch ein wenig die Nase vorn.


Das war die beste Qualität, die ich bei youtube finden konnte, aber vielleicht habt ihr ja einen Musikanbieter, bei dem ihr kostenlos reinhören könnt!
Mich macht Paddys Musik auf jeden Fall immer wieder glücklich, und es dudelt auch dann in meinem Kopf, wenn gar keine Musik läuft.

[Rezension] Anne Jacobs - Die Tuchvilla


Ich habe Die Tuchvilla von Anne Jacobs eigentlich nur aufgrund von Rubys Rezension gekauft, weil meine SuB-Seelenverwandte so von dem historischen Roman schwärmte. Da dachte ich nun also, ich könne mit dem Buch nichts falsch machen - und ich behielt Recht!
Als ich anfing, zu lesen, fiel mir schon recht schnell die Dicke des Taschenbuches auf. "Puh!", dachte ich, "700 Seiten! Das schaffst du ja nie im Januar!"
Doch die Geschichte der Tuchvilla, die im Augsburg des Jahres 1913 spielt, sog mich schnell hinein in die Atmosphäre der Dienstmädchen und Herrschaften. Die Protagonistin heißt Marie und ist ein Waisenkind, das nun eine Stellung in der Tuchvilla erhält. Hier ist sie nicht "das Hausmädchen", sondern eine von vielen, muss sich erst einmal einfügen. Doch was passiert, wenn sich der junge Hausherr beginnt, für ein Dienstmädchen zu interessieren? So eine Verbindung ist alles andere als standesgemäß!
Und als wäre das noch nicht genug, gibt es Geheimnisse, die es aufzudecken gilt...

Ich möchte hier keinesfalls spoilern, weswegen es mir schwer fällt, angemessen auf die Nebenfiguren einzugehen. Aber wichtig ist mir, dass nahezu jede Nebenfigur eine eigene Geschichte aufweisen kann, die dem Leser nach und nach zumindest teilweise enthüllt wird. Sowohl auf Seiten der Herrschaft, als auch in den Reihen der Dienstboten!
Es ist eine durch und durch glaubwürdige Geschichte, die das historische Leben lebendig werden lässt und den Leser mitnimmt auf eine Reise in die damalige Zeit, mit den jeweiligen Ängsten, Hoffnungen und Gegebenheiten. Vor allem hat mich die Tuchfabrik fasziniert, weil hier Maschinen und Arbeitsabläufe detailiert beschrieben wurden, was ich unheimlich spannend finde. Die Entwicklung der Industrialisierung wird auch deutlich, wenn zum Beispiel Charaktere über den Wandel von der Kutsche zur Bahn nachdenken.

Die Tuchvilla war ein total tolles Buch, weil ich den Eindruck habe, nun reicher an Wissen zum Leben vor 100 Jahren zu sein. Mit Marie gemeinsam auf Dinge zu hoffen, mit zu fiebern und zu erleben ließ mich eine Seite nach der nächsten umblättern, sodass diese 700 Seiten binnen drei Tage verschlungen waren. Anne Jacobs' Geschichte verdient daher fünf von fünf Schnörkeln.


Samstag, 16. Januar 2016

[Lesenacht] 1. Lesenacht der Tintenkleckse

Ruby und ich begrüßen heute zur ersten Lesenacht der Tintenkleckse, und wir freuen uns sehr auf das gemeinsame Lesen und die Antworten auf unsere wunderbaren Fragen! ;)

19 Uhr!

1. Frage: Die alten Lesenachthasen kennen das und die neuen Gesichter müssen nun eben mit unserer Neugierde leben. Also plaudert mal aus dem Nähkästchen. Welches Buch begleitet euch denn in den heutigen Abend? Wo macht ihr es euch zum Lesen gemütlich und habt ihr euch ein paar Leckerein bereitgestellt? Mögt ihr vielleicht sogar ein Bild von machen?

Ich freue mich schon seit meinem Spontankauf im Dezember auf "The School for Good and Evil - Es kann nur eine geben" von Soman Chainani. Damit ich nebenher am Laptop nach euren Antworten schauen kann, sitze ich am Schreibtisch. (Nur keine Bange, mein Stuhl ist gemütlich!) 
Naja, und was die Knabbereien angeht, so habe ich noch einiges von Weihnachten übrig. Leckere Vollmilchschokolade! 

 Tintenkleckse: 
Wir haben drei Sofaristen, einen Sesselisten, jemanden im Wippstuhl, vier Betties und schließlich noch die beiden Organisatorinnen an Schreibtischen. Dazu gibt es Tee, Kakao, Knabbereien und Süßkram, und nicht zuletzt auch geliebte Wesen, wie Fellnasen und Kinder.


Bevor ich die nächste Frage stelle, möchte ich euch alle darauf hinweisen, dass wir im Laufe des Abends noch ein Zitat aus eurem Buch brauchen. Am besten eines, das euch gefällt. Vielleicht habt ihr ja Post-Its zur Hand, um sie zu markieren?


2. Frage:   
Manchmal effektvoll. Manchmal der totale Reinfall. Was waren euer bestes und euer schlechtestes Buch zum Thema Zeitsprung? Oder reizt euch so etwas gar nicht?

Was ich sehr spannend finde, ist die Pretty Little Liars Konstellation. Es ist zwar keine richtige Zeitreise, aber zwischen dem ersten Kapitel und dem rest des ersten Bandes gibts schon ne ziemliche zeitliche Diskrepanz. An Zeitreisenbuch gefiel mir eines richtig gut, dessen Titel ich gerade nicht griffbereit habe. Da reist eine junge Frau durch eine Tür in der Treppe ins Nazideutschland zurück.
Und schlechte Bücher fallen mir gerade auch keine ein...


Tintenkleckse:
 Hier habt die Edelsteintrilogie ganz klar die Nase vorn, gefolgt von "Zeitsplitter". Negativ aufgefallen ist zwei Leserinnen "Die Stunde der Lilie", eine mochte "Feuer und Stein" nicht.

 3. Frage:
Hand aufs Herz.
Lest ihr lieber Bücher mit weiblichen oder männlichen Protagonisten?
 


Ich glaube, mit weiblichen Protas kann ich mich oft besser identifizieren, aber ich habe auch schon mit vielen männlichen Helden mitgekämpft und mitgelitten. Kommt auch immer auf die Erzählform an, glaube ich. Mir sind auktoriale Erzähler am liebsten.

Tintenkleckse:
Ein relativ neutrales Bild, auch wenn einige es spannend finden, wenn genreabhängig männliche Protagonisten da sind. Offenbar lesen Frauen häufiger Bücher mit weiblichen Protagonisten, schränken sich aber gleichzeitig nicht ein.


4. Frage:
Bücher sind ja so häufig unsere Begleiter, weil man in fremde Welten abtauchen kann. Hat euch schon einmal ein Buch so beeinflusst, dass ihr danach Fanfictions geschrieben oder Bilder dazu gezeichnet habt?

Einer meiner ersten Blogeinträge sollte eine Fanfiction zu Twilight gewesen sein, wo ich Jacob eine Traumfrau gegeben habe. ;) Und ich hab auch schonmal Sims nach Büchern oder Serien erschaffen, Comics gezeichnet...

Tintenkleckse:
Drei haben schon einmal Fanfictions geschrieben oder Bilder gemalt, aber mit Sicherheit haben alle schon einmal gedanklich eine Geschichte weitergesponnen!

5. Frage:
Bücher entführen in so manche fremde Welten und man bewundert immer ihre Schöpfer. Doch wie sieht es bei euch aus? Seit ihr lieber Mitreisende oder genauso gerne Schöpfer solcher Welten? Sprich, verstecken sich hier unter uns auch ein paar Schreiberlinge? 
  
Na klar! Ich schreibe unheimlich gerne, zumindest meine Gedichte könnt ihr ja auf diesem Blog auch nachlesen!

Tintenkleckse:
Acht Antworten, davon fünf Reisende und drei Schreiberlinge. Dabei weiß ich doch, dass die Ruby auch gerne schreibt! ;)


6. Frage:
Jetzt braucht ihr ein Zitat aus eurem Buch! 
Und zwar geht es darum, uns zu dem Zitat eine kleine Zeichnung zu machen, die die Stimmung in der Szene wiedergibt. Hier geht es nicht um Kunstfertigkeit, sondern einfach um Spaß!

Mein Zitat soll nicht spoilern, dauer verrate ich nichts von den Zusammenhängen! Falls jemand meine Schrift nicht lesen kann - da steht: Es gab nur ein Wort, das Agatha mehr erschreckte als "Ball", und das war "Tanzen".



Auch Ruby hat einen Bildbeitrag verfasst:






















Die letzte Frage für heute:
Habt ihr das erreicht, was ihr euch heute als Leseziel gesetzt habt?
Wir hoffen, ihr hattet genauso viel Spaß wie wir und freuen uns schon auf die nächste Lesenacht der Tintenkleckse!

Ich hatte mir kein bestimmtes Ziel gesetzt, habe aber 19 Kapitel des Buches geschafft, weil es mich richtig eingesogen hat. Also bin ich mehr als zufrieden!

Tintenkleckse:
Auch Ruby und Franzi haben ihre Ziele erreicht. 

Freitag, 15. Januar 2016

[TTT] 10 Bücher, auf die ich mich 2016 freue, die aber noch nicht erschienen sind

Ich weiß, Donnerstag war gestern, aber ich hab es nicht eher geschafft, mitzumachen.


Es war echt nicht leicht, zehn Bücher zu finden, zumal ich noch nicht viel in Verlagsvorschauen geblättert hatte. Dennoch bin ich auf die Suche gegangen und habe genug Titel gefunden, die mich reichen. Die zehn Bücher in eine Reihenfolge nach Erscheinungsdatum zu bringen, scheint mir hier am sinnvollsten:

Februar:

Und dann saß Audrey Hepburn auf meiner Couch

Seit ihrer Kindheit versucht Libby Lomax, in der Filmbranche Fuß zu fassen. Während ihre Schwester bereits den einen oder anderen lukrativen Job ergattern konnte, wartet sie noch auf den großen Durchbruch (oder besser gesagt: ihre erste Sprechrolle überhaupt). Eigentlich denkt Libby schon seit Langem darüber nach, ob eine Karriere als Schauspielerin überhaupt das Richtige für sie ist. Als sie sich am Set ihres neuesten Films nicht nur vor dem gesamten Ensemble, sondern auch vor dem attraktiven und supererfolgreichen Filmstar Dillon O’Hara zu Tode blamiert, zieht sie sich abends auf ihr altes, mitgenommenes Sofa zurück und tut das, was sie immer tut, wenn sie Aufmunterung braucht: Sie schaut Frühstück bei Tiffany.

Doch dann geschieht das Unglaubliche: Plötzlich sitzt Audrey Hepburn neben ihr auf der Couch – im Givenchy-Cocktailkleid, mit Sonnenbrille, Collier und Zigarettenhalter. Und nicht nur das: Audrey Hepburn beginnt, Libby Ratschläge zu geben! Für ihr Leben, die Liebe und allem voran: ihre Frisur! Libby ist sich sicher, dass sie endgültig den Verstand verliert. Doch am nächsten Abend ist Audrey wieder da, Und dann wieder. Und Libby beginnt zu hoffen, dass ihr Leben vielleicht doch zum Blockbuster wird …


März:

Die Seiten der Welt: Blutbuch

 „Schreibe etwas in den Büchern der Schöpfung um, und du veränderst die Vergangenheit. Und mit ihr die Gegenwart und Zukunft. Furia, du hast die Macht, diese Welt zu einer besseren zu machen. Wer schlägt so eine Chance aus?“
„Ich“, sagte sie.

Das Sanktuarium ist untergegangen, aber schon wird die bibliomantische Welt von einer neuen, übermächtigen Gefahr bedroht. Die Ideen steigen aus dem goldenen Abgrund zwischen den Seiten der Welt auf und verschlingen ein Refugium nach dem anderen. Bald ahnt Furia, dass sie die einzige ist, die die Vernichtung der Welt aufhalten kann und dass sie dafür einen sehr hohen Preis zahlen muss. Doch ist sie dazu bereit?




April:

Ein einziges Geheimnis

Alexander de la Grip ist für zwei Dinge bekannt: sein Aussehen und seine Frauengeschichten. Die Medien bezeichnen ihn als »schwedischen Jetset-Prinzen«, doch dass Alexander seine Nächte mit Partys und Sex verbringt, um so der grausamen Leere in seinem Innern zu entkommen, ahnt niemand.
Als er auf die toughe Ärztin Isobel Sørensen trifft, weiß er sofort, dass sie seine nächste Eroberung sein wird. Aber auch Isobel verbirgt ein Geheimnis: Ihre Non-Profit-Organisation Medpax steckt in finanziellen Schwierigkeiten, und sie braucht dringend Geld. Geld, das Alexander im Überfluss besitzt …
Doch was als Spiel beginnt, wird bitterer Ernst, als Alexander und Isobel erkennen, dass die Menschen nicht immer sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Und während die beiden sich immer näher kommen, sind sie gezwungen, alles infrage zu stellen, was sie zu wissen glaubten …

Mai:

Call of Crows: Entfesselt

Spätestens seit »Thor« wissen wir: nordische Götter können ziemlich sexy sein! In G. A. Aikens neuer Urban-Fantasy-Reihe »Call of Crows« senden die Asen ihre Boten ins L.A. der Neuzeit, um die Welt vor der drohenden Ragnarök zu bewahren. Doch bei einem Haufen wilder Wikinger und kampflustiger Kriegerinnen sind gewisse »Spannungen« vorprogrammiert ... Niemand weiß besser als Vig Rundstrom: auch Odins Krieger brauchen ab und zu mal einen Kaffee. Erst recht, wenn der von einer heißen Barista wie Kera Watson serviert wird. Als Vig mitansehen muss, wie Kera nach ihrer Schicht überfallen und ermordet wird, beschließt er, sie zu retten. Doch Ex-Marine Kera ist sich nicht sicher, was sie von dieser Rettung halten soll. Als »Krähe« der Norne Skuld soll sie fortan den Weltuntergang verhindern. Nur scheinen ihre neuen Kampfgefährtinnen so gar nichts von Disziplin zu halten. Und dann wäre da noch Vig, der sie ständig von ihrer Arbeit ablenkt ...

Verliebt in Mr. Daniels

Ashlyn Jennings’ Leben gleicht einem Scherbenhaufen: Ihre Zwillingsschwester ist gerade erst an Krebs gestorben, da schickt ihre Mutter sie zur Familie ihres leiblichen Vaters, den sie eigentlich nur von Geburtstagskarten und missglückten Anrufen zu Weihnachten kennt. Das Einzige, was ihr in der fremden Familie Halt gibt, ist eine hölzerne Schatulle voller Briefe, die ihre Schwester Gabby ihr vor ihrem Tod geschrieben hat – und eine Liste, die Ashlyn durch eine Welt ohne ihre Schwester helfen soll. Dank Gabby landet Ashlyn gleich am ersten Abend in einer kleinen Bar – und begegnet Daniel Daniels. Ashlyn verliebt sich Hals über Kopf in ihn und hat die Hoffnung, dass ihr neues Leben vielleicht doch ein bisschen Glück für sie bereithält – bis sie ihm am nächsten Tag wiederbegegnet: Er ist Mr. Daniels, ihr neuer Englischlehrer ...
 

Juni:

Wie programmiert man Liebe?

Als Rieke auf dem zehnjährigen Abitreffen ihren Schwarm Sebastian wiedertrifft, traut sie ihren Augen nicht: Basti ist nicht mehr der schlaksige, pickelige Computer-Nerd von damals, sondern ein attraktiver Mann. Gerüchte besagen, dass er inzwischen eine eigene Firma hat, die schon bald das »nächste große Ding« herausbringen soll. Umso mehr will Rieke sich nicht anmerken lassen, wie erbärmlich unspektakulär ihr eigenes Leben in den letzten Jahren verlaufen ist. Sie hat keine Kinder, kein Haus, kein Auto – und der Job ist auch nur auf Probe. Von einem Mann ganz zu schweigen. Und dass Basti mit einem einzigen Blick noch immer dieses Gefühlschaos in ihr auslösen kann, versteht sie gar nicht. Schließlich ist da noch eine alte Rechnung zwischen ihnen offen ...




THIRDS – Verraten & Verkauft

Nachdem Detective Dexter J. Daley gegen seinen Partner ausgesagt hat, ändert sich sein Leben radikal. Von seinem Freund verlassen und verachtet von seinen Kollegen, gibt es für ihn nur noch eine Möglichkeit: Er wechselt zu den THIRDS. Diese Spezialeinheit ist dafür zuständig, dass der Frieden zwischen Menschen und Gestaltwandlern gewahrt bleibt. Zusammen mit seinem neuen Partner, dem unzugänglichen Panthershifter Sloan Brodie, gerät er schon bald in eine Mordserie, die ihren Ursprung in Brodies Vergangenheit zu haben scheint. Erneut steht Dex vor der Frage, wem seine Loyalität gehört. Die tiefen Gefühle, die er im Laufe der Ermittlungen für den geheimnisvollen Panther entwickelt, machen diese Entscheidung nicht gerade leichter ...



Juli:

Die Geliebte des Captains

Als ihr Vater inhaftiert wird, übernimmt die Kapitänstochter Nicole Lassiter kurzerhand das Kommando auf der Bella Nicola. Denn der einzige Weg, ihm zu helfen und das Geschäft zu retten, ist, das Great Circle Race von England nach Australien zu gewinnen. Für die selbstbewusste Nicole eigentlich kein Problem – wäre da nicht der adlige Kapitän Derek Sutherland. Schon bei ihrem ersten Treffen spürt sie ein unerklärlich starkes Verlangen, doch Derek ist der größte Konkurrent ihres Vaters und damit tabu. Als ein Sturm ihr Schiff zerstört, ist es ausgerechnet Derek, der sie und ihre Crew rettet ...





September:

Bleib für eine Nacht und immer

Seit dem Tod seiner Frau widmet Connor Garrett seine ganze Aufmerksamkeit der Ranch seiner Familie in Copper Ridge, Oregon. Als die hübsche Felicity Foster Unterschlupf sucht, bietet er ihr an, vorübergehend bei ihm zu wohnen. Dafür sind Freunde schließlich da. Doch die Gefühle, die Felicitys Gegenwart in Connor auslöst, gehen weit über Freundschaft hinaus ...

Montag, 11. Januar 2016

[Rezension] Teresa Sporrer - Lost in Stereo 5: Der Rockstar in meinem Bett


Achtung: Fünfter Band einer Reihe! Spoileralarm!!!

Wer den Epilog des letzten Bandes dieser tollen Reihe gelesen hat, der weiß, um wen es sich in Der Rockstar in meinem Bett dreht. Brandon, seines Zeichens Gitarrist von Empathica und Rockstar, ist so fasziniert von Zoeys Schwester Ellen, dass er ihr in Natalies Schlepptau nach Salzburg nachreist.
Da die Geschichte aus Ellens Sicht erzählt ist, habe ich erst so meine Zweifel gehabt, ob ich es schaffen würde, den Gedanken und Gefühlen dieser bislang eher unsympathischen Frau zu folgen, doch das Buch hat mich positiv überrascht! Ellen zickt und zetert, ähnlich wie es Zoey in Band 1 tat. Und zwar auf eine so witzige Art und Weise, dass ich schon auf Seite 12 das erste Mal herzlich (und laut!) lachen musste. Und dieser Humor ist eine Eigenschaft, die ich so an dieser Reihe schätze. Situationskomik und abstruse Situationen, gepaart mit Problemen aus dem Leben sind eine gelungene Mischung. Denn Ellen schleppt ja nun einmal die gescheiterte Ehe mit sich herum und ist auch sonst kein einfacher Mensch.
Toll finde ich wieder einmal, wie die Autorin es geschafft hat, auch die Charaktere aus den anderen Bänden einzubauen. Ian und Zoey bieten sich hier an, aber auch Violet, David und Natalie kommen nicht zu kurz.

Insgesamt waren es 349 Seiten Lesevergnügen, das mich immer wieder auflachen und schmunzeln ließ. Ich hoffe einfach, dass ich in den nächsten paar Bänden auch noch Dinge darüber erfahren werde, wie es in Ellens Leben weitergeht.
Der Rockstar in meinem Bett sowie die Reihe Lost in Stereo sind wie immer zu 100% denen zu empfehlen, die Lust auf kurzweilige, romantische Lesefreude mit vielen musikalischen Anspielungen haben!


Sonntag, 10. Januar 2016

[Rezension] Teresa Sporrer - Lost in Stereo 4: Rockstar weiblich sucht


Achtung: Vierter Band einer Reihe! Spoileralarm!!!

Im vierten Band von Teresa Sporrers Reihe steht Natalie Pierce im Zentrum des Geschehens. Auf 276 Seiten durfte ich sie und ihre Bandkollegen sowie ihren Schwarm begleiten, mit ihnen lachen und weinen. Und ich meine wirklich beides. Natalie ist vom Charakter her anders als die bisherigen drei Protagonistinnen, und ich fand ihren Spagat zwischen zwei Welten sehr spannend, der sich ja schon in Ein Rockstar kommt selten allein andeutete. 
Ihre Bandmitglieder, allen voran Brandon, sind sehr interessant, und ich freue mich, dass zumindest er im nächsten Band der Reihe auftauchen wird. Das Tourgeschehen ähnelte einem Road-Trip, auch wenn der Erzählfokus klar auf den beiden Protagonisten lag, nämlich Natalie mit ihrem Gefühlschaos und Ian mit seiner herzlichen Art und dem ehrlichen Interesse an dem nicht-rockstarhaften Teil der Amerikanerin.

Wenn ein Buch es schafft, dass du es nicht aus der Hand legst und noch dazu alle emotionalen Farben durchläufst, dann ist es ein richtig gutes Buch! Rockstar weiblich sucht hat das eindeutig geschafft! Diese Reihe, und dieses Buch insbesonders, könnten 2016 in meinen Jahreshighlights landen.


[Rezension] Reinhold Ziegler - Jenny, die Mauer und die Liebe


Jenny, die Mauer und die Liebe ist ein 192 Seiten langes Buch, das aus Sicht von Jupp erzählt wird. Er lernt Jenny kennen, verliebt sich - und steckt auf einmal mit in ihrem wirren, chaotischen Leben, voller unbearbeiteter Konflikte. Vielleicht kann man es als Leser auf Jupps Helfersyndrom schieben, dass er sich mit in dieses Leben ziehen lässt, aber als romantisch veranlagte Frau sehe ich es eher als Folge seiner Gefühle zu der Drummerin Jenny, die er in Berlin trifft.
Die E-Gitarre auf dem Cover ist Jupps erste große Liebe, und spielt im Verlauf der Geschichte immer wieder eine wichtige Rolle. Welche, will ich hier aber nicht verraten.
Außerdem ist es spannend, wie Ziegler in der einen Geschichte zwei verwoben hat: Sowohl die von Jupp und Jenny, als auch die von Jennys Eltern. Denn Jenny braucht für ihre eigene Selbstfindung gewisse Antworten, die sie noch nicht hat.

Jenny, die Mauer und die Liebe hat etwas von einem Road-Trip und hat mich direkt hineingesaugt in die Großstadtatmosphäre, in der Jupp und Jenny nach Antworten suchen.Das Buch eignet sich sicherlich auch gut als Lektüre ab der siebten Klasse, da es hier neben der Selbstfindung auch um andere wichtige Fragen des Lebens geht, zum Beispiel um die Beziehung zu den Eltern, um Ziele - und nicht zuletzt auch um die deutsche Geschichte. Ziegler hat bestimmte Leitmotive eingebaut, die immer wieder auftauchen und zumindest mir ein Lächeln entlockten, wenn ich sie wieder bemerkte. Außerdem gelingt es ihm, Weisheiten in einfache Sprache zu verpacken, sodass man die Moral dahinter eigentlich kaum bemerkt.
Hier ein Beispiel von Seite 19: "Denn, mal abgesehen von allem, was ich mir von ihr erträumte oder erhoffte, offensichtlich hatte sie andere Vorstellungen. Und wenn du willst, dass ein Mensch dich wirklich mag, darfst du eines ganz sicher nicht tun: nämlich deine Wünsche, Träume und Vorstellungen mit den seinen verwechseln."

Ein toll geschriebener, teilweise sehr verworrener Roman, bei dem mir am Ende aber ein Quäntchen gefehlt hat.
Ich kann an dieser Stelle auch gar nicht genau definieren, was es war. Jedenfalls haben die letzten vielleicht 20 Seiten meinen unglaublich positiven Eindruck von diesem Buch etwas auf den Boden geholt, sodass ich hier nur vier Schnörkel vergeben kann. 


[Rezension] Teresa Sporrer - Lost in Stereo 3: Ein Rockstar kommt selten allein


Achtung: 3. Band einer Reihe! Spoileralarm!

Nachdem es in den ersten beiden Bänden der Lost in Stereo-Reihe um Zoey und Serena ging, dreht sich Band 3 um die Empathin in der Mädelsriege, nämlich um Violet. Wie im Epilog des zweiten Bandes schon angedeutet, versucht Violet, das Vertrauen von Alex' verhasstem Stiefbruder zu erringen.
Dumm nur, wenn sich dabei Gefühle einstellen...

Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber mir bereitete der Kontrast zwischen der empathischen Violet und dem kalten David sehr viel Freude. Es war schön, mehr über ihrer beider Werdegang zu erfahren - vor allem Violets Familie entlockte mir immer wieder ein Schmunzeln.
Auch Teresa Sporrers etwas flapsiger Schreibstil passt wunderbar zu dieser Reihe, die bislang immer aus der Sicht eines Ich-Erzählers erzählt wurde. Und obwohl das Geheimnis einer Nebenfigur für mich als Lerser ziemlich offensichtlich war, störte das meinen Lesegenuss nicht. Mich amüsierte eher Violets Unwissenheit, und vielleicht war ja auch genau das die Absicht der Autorin.

2015 war diese Reihe eines meiner Highlights, und ich muss sagen, dass Ein Rockstar kommt selten allein sich auch diesmal wieder als ein Pageturner entpuppte, den ich schwer aus der Hand legen konnte. Es ist mein erstes Buch, was ich in diesem Jahr am Stück durchgelesen habe, denn die 280 unterhaltsamen Seiten waren es einfach wert!
Daher vergebe ich die volle Punktzahl an dieses Buch mit den liebenswerten Charakteren, die beide ihr Päckchen an schlimmen Erinnerungen zu tragen haben, und dennoch so viel riskieren.


Donnerstag, 7. Januar 2016

[Rezension] Tom Moorhouse - River Singers. Aufbruch ins Ungewisse


Der 217 Seiten lange Debütroman von Tom Moorhouse erzählt vom Leben der Schermäuse am großen Fluss, den sie Sinethis nennen. Es ist sowohl die Geschichte von Sylvan, der mit seinen drei Geschwistern die heimatlichen Gefilde verlässt, um einen sicheren Ort zu suchen, als auch eine Analogie zum Erwachsenwerden von Jugendlichen.

Moorhouse hat, gerade am Anfang, einen sehr bildhaften Stil, der das Leben der Schermäuse und ihre Mythologie als Flusssänger verdeutlicht. Für mich waren diese Textpassagen teilweise Stolpersteine.
Im Laufe des Romans wurde das aber entweder wesentlich besser, oder aber ich habe mich so sehr daran gewöhnt, dass mich der Stil nicht mehr störte.
Spätestens als meine Lieblingsfigur auftauchte, haben mich die River Singers völlig in ihren Bann gezogen! Fodur hat als mauseartiges Tier eine sprachliche Basis mit den vier Mäusen, spricht aber dennoch völlig anders. Sein Akzent ist liebenswert und allein dafür würde ich das Buch in absehbarer Zeit noch einmal lesen.

Trotz der Startschwierigkeiten, die ich mit diesem Werk hatte, verdient die liebevoll gewebte Erzählung über das Leben und das Erwachsenwerden volle fünf von fünf Schnörkeln.


[TTT] Buchhightlights aus 2015

Beim TTT vom 07.01.2016 möchte Steffi wissen, was unsere Jahreshighlights von 2015 waren. Das ist für mich bei so vielen Büchern echt nicht so einfach! Die Reihenfolge habe ich letztlich nach Gefühl ausgewählt, besonders die ersten drei Bücher haben mich nachhaltig beeindruckt.

  1. Kai Meyer - Die Seiten der Welt. Es ist ein fulminantes Werk, ein toller Reihen-Auftakt, und ganz ehrlich: wer würde schon nicht gerne an Bibliomantik glauben, wenn er Bücher liebt?
  2. Amanda Hocking - Die Tochter der Tryll, insbesondere Vereint. Das Finale der Trilogie hat alles, was ich an den beiden Vorgänger geliebt habe, inklusive unerwarteter Wendungen und Magie.
  3. Patrick Rothfuss - Die Musik der Stille. Auris Geschichte be- und verzaubert. Vor allem durch die zarte Vorlesestimme in der Hörbuch-Fassung.
  4. Gabrielle Zevin - Die Widerspenstigkeit des Glücks. Ein sehr lebensbejahendes und doch nachdenkliches Buch, das lange in mir nachklang.
  5. P.C. und Kristin Cast - Verbrannt. Vor allem der siebte Band der House of Night Reihe hat es mir angetan, durch die ungewöhnliche Figurenkonstellation und die spannungsgeladene Emotionalität.
  6. Lori Handelands Wolf-Reihe hat mich in Atem gehalten und begeistert. Hier gibt es so viele tolle Geschichten, dass es mir schwer fiel, eine einzelne auszuwählen. Letztlich habe ich mich für Wolfsbann entschieden, da im Nachhinein die Priesterin Cassandra eine meiner Lieblingsfiguren war und ich gerne weitere Geschichten mit ihr als Haupt- oder Nebenfigur lesen würde.
  7. Teresa Sporrer - Verliebe dich nie in einen Rockstar. Selten musste ich bei einem Buch derartig laut lachen, dass mich meine Familie irritiert anguckte. Teresa Sporrer hat das aber geschafft - und nicht nur im ersten Band ihrer Reihe. 2016 sind sicherlich weitere Bände dran!
  8. Jessica Martinez - Virtuosity. Die Geschichte einer jungen Musikerin auf dem Weg zu sich selbst fand ich wirklich wundervoll. Durch Twists waren sehr lange die Fronten unklar, es hingen Dinge in der Luft und die Spannung wurde aufrecht erhalten. Tolles Jugendbuch!
  9. Erin Hunter - Seekers 1: Die Suche beginnt. Ein toller Reihenauftakt, den ich durch Leseflaute im letzten Jahr leider erst in diesem Jahr wirklich fortsetzen werde. Bären als Protagonisten sind sowieso spannend. Wenn sie dann aber noch eigene Ideologien haben, je nach Tierart, dann wird daraus ein tolles, märchenhaftes Gespinst, das unbedingt weiter gelesen werden muss!
  10. Nina Müller - Kuschelflosse. Vielleicht werden sich jetzt einige von euch fragen, warum um alles in der Welt ich ein Kinderbuch als Jahreshighlight betrachte. Aber Ralf Schmitz liest es so herrlich, dass ich es inzwischen bestimmt schon zehn Mal gehört habe. Und wenn es so nachhaltig begeistert, dann ist es definitiv ein Highlight, oder?

Dienstag, 5. Januar 2016

[Rezension] Year of the doodle


Für 2016 habe ich mir etwas Besonderes vorgenommen: Meiner Kreativität mehr Raum zu geben. Und zwar täglich!
Dabei soll mir ein Buch helfen, was mich aktuell sehr motiviert (und diese Eigenschaft hoffentlich im ganzen Jahr 2016 beibehält!). Natürlich habt ihr seinen Namen schon weiter oben gelesen: Year of the doodle.

Hier gibt es zu jedem Tag eine kleine Anregung, die zur Kreativität und zum Kritzeln einlädt. Heute war das der schlichte, unvollendete Satz: "My heart says..." Was ich daraus gemacht habe, seht ihr in meinem Scan.


Wenn man mit manchen Kritzel-Möglichkeiten noch nicht so vertraut ist, bzw. Anregungen sucht, so gibt es vor dem kalendarischen Buchteil noch einige Informationen - natürlich auf Englisch.
Zunächst folgt eine Einführung, warum das Buch entstanden sei und wie man es nutzen solle, die mit den Worten: "And remember to have FUN!"* schließt. Danach gibt es eine Übersicht über mögliche Werkzeuge, wie Stiftarten, Klebstoff, Scheren, ... Offenbar wird es am Monatsende auch die Möglichkeit geben, Collagen zu erstellen. Ich bin gespannt! Nun könnte der kalendarische Teil beginnen, doch zuvor gibt es noch ein "Doodle Warm-Up", eine Aufwärmübung. Unter anderem bieten die Seiten Platz dafür, bestimmte Dinge zu üben. Dazu gibt es auch Tipps. So könnte man für das Kritzeln mit Wörtern Musik hören, um dann das aufs Papier zu bringen, was an Worten nachhallt.

Ich finde Year of the doodle ein sehr gut aufgebautes Buch, dessen Seiten dick genug sind, um sich auch mit Filzstiften nach Herzenslust auszutoben. Die Anregungen sind interessant und die bunt gestalteten Seiten motivieren mich persönlich sehr!




* Und vergiss nicht, SPASS zu haben!

Sonntag, 3. Januar 2016

[Rezension] Erich Kästner - Der kleine Mann und die kleine Miss


Eigentlich müsste ich Kästners Fortsetzung meines heißgeliebten Kinderbuchs Der kleine Mann wegen irreführenden Titels einen halben Schnörkel Abzug geben. Allerdings wird die kleine Miss schon am Anfang angedeutet und spielt immerhin im letzten Viertel des Buchs eine wichtige Rolle, die sie ohne die gesamte Vorgeschichte nicht hätte spielen können - von daher bin ich gnädig und komme ohne Malus aus.

Schon Der kleine Mann hat mich begeistert und mit mancher versteckten Moral aufgewartet. In dem 205 Seiten langen Folgeband Der kleine Mann und die kleine Miss geht Kästner direkter ans Werk und erklärt den lesenden Kindern zwei oder dreimal sehr direkt die Welt, zum Beispiel, warum sie beim Rechnen in der Schule aufpassen sollten. Außerdem wird bei Verhandlungen mit meinem liebsten Nebencharakter, dem hühnenhaften Filmproduzenten John F. Drinkwater, eine sehr interessante Information über Goethe eingestreut. Ich frage mich seitdem ernsthaft, ob meine Bewunderung für den Dichterfürsten vielleicht schon mit diesem Kinderbuch vor gut zwanzig Jahren anfing.

Toll finde ich auch, dass das Kästner-Lemke-Gespann sich für die Fortsetzung erneut zusammenfand, obwohl diese 1967 veröffentlicht wurde, also knapp fünf Jahre nach dem ersten Band. So wirkt alles aus einem Guss, und der Illustrator macht auch hier einen großartigen Job! Vergleicht nur einmal die beiden Titelbilder, und ihr werdet genau wissen, was ich meine!
Außerdem bleibt Kästner seinem Erzählstil treu und gibt am Anfang jeden Kapitels eine kleine Zusammenfassung in Stichpunkten, sodass die Neugier des Lesers geweckt wird. Sollten allzu lange Pausen beim Lesen entstehen, sodass man sich nicht an den kompletten Inhalt vorher erinnert, so kann man sich schnell durch Überfliegen dieser Absätze auf den aktuellen Stand bringen. Ich denke aber nicht, dass diese Lesepausen wirklich passieren werden, da das Buch viel zu spannend ist!

Mein Fazit jedenfalls ist eine uneingeschränkte Leseempfehlung für all jene, die Der kleine Mann mochten. Kästners onkelhafter Erzählstil und seine Weisheit sind in jedem Fall ein Gewinn für jedes Kind, sodass ich Der kleine Mann und die kleine Miss mit fünf Schnörkeln bewerte.


[Rezension] Felix Scheinberger - Mut zum Skizzenbuch. Zeichnen und Skizzieren unterwegs


 Dieses Buch habe ich von Mrs. Wilson empfohlen bekommen, die genauso gern zeichnet wie ich. Ich wollte nämlich üben - und da postete sie dieses Buch auf Facebook, gefolgt von Zeichnungen aus ihrem eigenen Skizzenbuch.

Scheinberger bringt dem Leser in seinem hochwertig aufgebauten Werk das Zeichnen unterwegs näher - auf farbig bedruckten, 160 Seiten, die ich auf 80g/m² Papierstärke schätze. Dadurch, dass die Ecken von Mut zum Skizzenbuch mit Metall verstärkt wurden, kann man das gebundene Werk auch gut mitnehmen, um es unterwegs zu lesen und sich vielleicht Anregungen für die direkte Umsetzung zu holen.


Mein Lieblingszitat findet sich auf Seite 134:

Ein Skizzenbuch ist vielfältig, ein Laptop ohne Kabel, bereit, unsere Blicke und Augenblicke festzuhalten.


Mut zum Skizzenbuch ist stimmig aufgebaut. Zunächst klärt der Autor in seinem Vorwort, warum er ein Skizzenbuch für sinnvoll hält, gefolgt von der Fragestellung "Welches Skizzenbuch?", wo es unter anderem auch um das richtige Format geht. Vor allem den Farbtest halte ich für wichtig, um zu sehen, ob die gewünschten Stifte durchdrücken. Sonst kann die Freude über das persönliche Büchlein schnell vergehen!
Das Persönliche am Skizzenbuch wird von Scheinberger auch immer wieder in den Vordergrund gerückt. Es geht ja um eine Dokumentation der persönlichen Erlebnisse und Befindlichkeiten, die niemanden außer dem Zeichner selbst angehen. Ob Zeichnungen für den Blick der Öffentlichkeit bereit gestellt werden, und sei es in Form vom Sitznachbarn im Bus, hängt ganz allein vom Zeichner ab. Und dieser entscheidet, wann und wo der richtige Zeitpunkt kommt, sein Werk jemandem zu zeigen. Und ob überhaupt!
Das hat mir schon ziemlich imponiert, weil mir neugierige Blicke früher häufig unangenehm waren. Da einfach "Nein" zu sagen - in Zukunft werde ich es tun, wenn mich die Menschen nerven!

Natürlich kommt Mut zum Skizzenbuch nicht ganz ohne Theorie aus, was ich persönlich aber sehr gut funde. So werden Werkzeuge vorgestellt, in erster Linie Stiftarten und Maltechniken, Bildeinstellungen erklärt usw.  Das Buch wartet außerdem mit insgesamt 35 Tipps auf, die rot hervorgehoben sind und sich immer auf das jeweilige Kapitel beziehen. Diese Kapitel kommen selbst übrigens mit wenig Text aus, nehmen vielleicht ein Viertel jeder Doppelseite ein. So bleibt viel Platz, um das Hauptaufgenmerk des Lesers auf die Beispiele zu lenken und über das Zeichnen zu reflektieren. Hat man eigene Zeichnungen zur Hand, kann man diese natürlich auch direkt mit dem Beispiel vergleichen, indem man sie ins Buch legt.

Wichtig fand ich auch das Kapitel, das sich mit dem Zeichnen von Menschen befasst. Denn je nachdem, wo man ist, können Menschen auch sehr empfindlich darauf reagieren, gezeichnet zu werden. Hier gibt es Beispiele und Anregungen, die ich hochspannend fand!

Mir persönlich hat die Lektüre des Buches wirklich Mut gemacht, ein Skizzenbuch anzufangen, und so bewusster nach Motiven in meiner Umwelt zu suchen. Ich empfehle das Buch daher uneingeschränkt jedem, der Lust darauf hat, unterwegs zu zeichnen! 


Freitag, 1. Januar 2016

[Rezension] Erich Kästner - Der kleine Mann



Schon als Kind habe ich das 208 Seiten lange Kinderbuch von Erich Kästner, Der kleine Mann, heiß und innig geliebt. Es handelt sich um die liebevoll illustrierte Geschichte von Mäxchen Pichelsteiner, der nur fünf Zentimeter groß gewachsen ist und unbedingt Artist werden will. Dieser Wunsch kommt nicht von ungefähr, lebt er doch mit seinem Mentoren und Ziehvater Jokus von Pokus zusammen, der Zauberkünstler im Zirkus Stilke ist.

Kästner hat einen unvergleichlichen Schreibstil, den ich bis heute liebe und der mich auch jetzt noch so manches Mal laut lachen ließ. Die Idee, dass ein Junge so klein ist, dass er kaum gesehen werden kann, ist ja keine neue - man denke hier an den kleinen Däumling. Aber sie ist hier auf eine kindgerechte Art umgesetzt, die es zulässt, sich in die Sorgen und Nöte des kleinen Mannes hineinzuversetzen.
Auch als Erwachsene habe ich meinen Spaß daran, und bewundere nun umso mehr das dichte Erzählgeflecht, das Kästner spinnt, und das auch durch Andeutungen und Wortwitz lebt. 1962 wurde dieses Buch veröffentlicht, und dennoch ist es auch heute noch aktuell.
Es geht schließlich nicht nur darum, eine Perspektive für sein Leben zu finden, sondern auch um Familie und Zusammenhalt.

Den kleinen Mann lege ich jedem ans Herz, der Zirkusgeschichten und toll gestaltete Erzählungen mag - sowohl von den Formulierungen als auch von der Illustration her. Außerdem sollte jeder, der wieder einmal träumen möchte, sich die Zeit nehmen, das Buch zu lesen. Für sich allein oder vielleicht sogar mit seinen Kindern.

Das Re-Read nach 20 Jahren begeisterte mich dermaßen, dass ich es kaum erwarten kann, Der kleine Mann und die kleine Miss zu lesen. Kästners Kleinod verdient jeden Gedankenschnörkel, den es kriegen kann!