Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


Freitag, 12. Oktober 2018

[Aktion] Freitagsfüller

Wie immer herzlichen Dank an Barbara für den

1.  Mein altes Ich war an vielen Stellen total ängstlich , mein neues Ich nimmt Dinge an, die kommen, und freut sich über Herausforderungen .
2.  Ich möchte im Beruf und auch für mein Privatleben Verantwortung übernehmen.
3. Ja nun, ich sollte nicht Dinge aufschieben, die ich sofort erledigen kann .
4. Beispielsweise bügele ich jetzt sofort .
5. Der große Unterschied liegt in der Bewusstheit.
6.  Musik macht mich glücklich.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Arbeit (ja, wirklich!) , morgen habe ich geplant, Klarschiff zu machen und Sonntag möchte ich endlich für den NaNo plotten!

Dienstag, 2. Oktober 2018

[Rezension] Erin Beaty - Kampf um Demora 1: Vertrauen und Verrat


Bei diesem Buch war ich nicht sicher, was ich zu erwarten hatte. Dem Klappentext nach habe ich mich auf eine abenteuerliche Romanze gefreut.
Und - was soll ich sagen? Genau das war es!

Doch von vorn (und nur soweit, wie der Klappentext erlaubt).

Sage ist eine eigensinnige junge Frau, die auf eigenen Füßen stehen will, statt zu heiraten. Sie ist klug und darf bei einer Kupplerin in die Lehre gehen.
Auf ihrer Reise zum Verkupplungsball begegnet sie Soldaten und gerät zwischen die Kriegsfronten. Und einer dieser Soldaten übt zu allem Überfluss eine faszinierende Anziehungskraft auf sie aus...

"Vertrauen und Verrat" ist ein zauberschöner Roman 
über Liebe und Krieg, 
Intrigen und Selbstfindung.

Leider bleibt Demora als Land sehr blass. Es werden zwar Regionen und Akzente erwähnt, aber es gibt keine Übersichtskarte. Das stört auch, wenn man die Reise des Trosses verfolgen möchte. Die einzelnen Stationen bleiben wenig nachvollziehbar.

Dennoch: Die Charaktere sind großartig. Und ich liebe die Wendungen, die Erin Beaty gewoben hat.
Ich habe mit Sage mitgefiebert, gelacht und geweint, und ganz viel gefühlt. 



Freitag, 24. August 2018

[Rezension] Andreas Dutter - Goddess 1: Ein Diadem aus Reue und Glut



Tja. Da habe ich mich so sehr auf dieses Buch gefreut, und dann hat es mich richtig enttäuscht. Aber nicht nur das Buch: Auch Impress als Verlag.

Es ist eine Geschichte, wie wir schon viele kennen, und im Normalfall liebe ich diese Art der Handlung: Ein Talent wird entdeckt, ein Superheld (in diesem Fall: Halbgott) geboren, und das Ringen von David gegen Goliath beginnt.
Im vorliegenden Fall habe ich aber den Eindruck, dass Andreas Dutter entweder zuviel wollte, oder aber schlecht beraten wurde. Doch der Reihe nach.

Die Geschichte hat eine tolle Grundidee und auch interessante Figuren. Gerade die mythologischen Aspekte finde ich spannend, und auf die hatte ich mich sehr gefreut. ABER immer wieder wirkt der Schreibstil seltsam. 
Dinge, die in der Zwischenzeit passiert sein müssten, um das Handeln eines Charakters zu erklären, werden im Nebensatz beiläufig erwähnt (Beispielsweise "...nachdem ich vorhin eine Passantin gefragt habe, weiß ich, wo wir hinmüssen." Diese Art der nicht-geführten Gespräche, von denen es mehrere gibt, wird nie ausformuliert und kommt sehr willkürlich daher). Für mich ist so etwas unfertig. Es scheint, als sei da der Rat gegeben worden: "Hey, da fehlt noch etwas", und mit heißer Nadel eine Erklärung eingebracht worden.
Als Leserin möchte ich beim Charakter bleiben und lasse mich emotional auf ihn und ebenso auf Zeitsprünge ein. Wenn dann aber jene Sprünge immer mit wichtigen Informationen im Nachhinein aufwarten, dann stört mich das im Lesefluss sehr und ärgert mich richtig.
In meinen Augen hätte das ein Lektor bemerken und anmerken müssen.

Ebenso - und das nehme ich Impress wirklich übel - strotzt das Buch vor Fehlern in der Rechtschreibung. Ich habe nicht danach gesucht und nach 12 aufgehört, zu zählen. Und wenn die Göttin "Pele" auf einmal "Pelle" heißt, hätte das auffallen müssen!!

Darüber hinaus hat mich gestört, dass manche Charaktere im Verlauf des Buchs ihre Sprache geändert haben. Ich hatte den Eindruck, dass nach und nach alle jugendlichen Charaktere in eine Art Gossen-Jugendsprache abgerutscht sind - auch jene, zu denen es nicht passte. Das fand ich wirklich schade, denn Charaktere leben durch ihre Sprache, durch Sprechweisen und Sprachmuster.

In dem Buch steckt viel drin: Mythologie, Selbstfindung, Road-Trip und Liebesgeschichte, aber nichts davon hat mich letztlich ganz überzeugen können. Vielleicht ist es ein wichtiges Element des Road-Trips, dass sich Ereignisse überschlagen, aber wenn sie das wieder und wieder und wieder tun, gibt es kein ruhiges Tempo für die nötige Entwicklung der anderen Handlungsstränge. Das hat mich ehrlich enttäuscht.

Bei diesem Buch bin ich innerlich zwiegespalten. Ich will wissen, wie es weitergeht, aber ich glaube nicht, dass ich den nächsten Teil kaufen werde. Denn - so Leid es mir tut - ich finde es schade um mein Geld für diesen Band. Wenn ich ein eBook kaufe, möchte ich außerdem nicht die letzten 11,5% des Buches nur mit Werbung für andere eBooks zugeschüttet werden. Schon bei realen Büchern finde ich 10 Seiten Werbung am Ende schwierig. Hier sind laut Amazon 315 Seiten insgesamt vorliegend, davon 11% sind aufgerundet 35 Seiten Werbung. 35!! 



Ich glaube, dass Andreas Dutter mit seinen Ideen und seinem Humor ein wirklich großartiges Buch hätte schaffen können. Seinen Danksagungen nach klingt er auch nach einem sehr sympathischen Menschen, der genau das wollte. Schade, dass es so unausgereift veröffentlicht wurde!




Dienstag, 10. Juli 2018

[Rezension] Sarina Bowen - The Ivy Years 2: Was wir verbergen



Achtung: Spoileralarm! 2. Band einer Reihe!
Ihr müsst allerdings Band 1 nicht kennen, um Band 2 zu lesen.

Vorweg: Ich mag Sarina Bowens Schreibstil sehr. Und ich finde es großartig, wenn Themen gewählt werden, die nicht alltäglich sind. Aber: Diese Themen dürfen nicht aufgesetzt wirken.
Um diese Rezension begründet zu schreiben, muss ich zumindest eines dieser Themen benennen, denn durch den Klappentext werden sie nicht deutlich. Ich werde allerdings keine Wendungen verraten, nur das Grundthema, das man auch durch die Leseprobe erfahren kann.

Also, inhaltlicher Spoileralarm!

Scarlet war nicht immer Scarlet, sondern sie hieß bis vor Kurzem Shannon. Ihr Vater steht im Verdacht, Kindesmissbrauch begangen zu haben, weshalb sie mit neuer Identität aufs College flieht.
Dort trifft sie Bridger, der schon aus Band 1 bekannt ist, und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Ihm geht es nicht anders, aber beide haben Geheimnisse, die sie daran hindern, sich einander zu öffnen...

Für mich ist Band 2 deutlich schwächer als Band 1, was nicht an den liebenswerten Charakteren liegt. Bridger und Scarlet sind super, und ich wurde schnell mit beiden warm. Ihn mag ich etwas lieber als sie, aber ich kann die meisten ihrer Handlungen durchaus nachvollziehen.
Jetzt kommt das ABER:
Die Grundthematiken werden (für mich) nicht zufriedenstellend behandelt. Die ersten zwei Drittel des Buches waren überzeugend und schön, und dann ließ es nach. Auf die Gefühlswelt der Charaktere wurde nur noch bezogen auf einander wirklich eingegangen, aber nicht in Bezug auf die eigentlichen Grundkonflikte. Das innere Dilemma wurde für mein Empfinden nicht ausreichend aufgearbeitet. 100 Seiten mehr hätten dem Buch gut getan, denn so fühlt sich das Ende für mich mit heißer Nadel zusammengestrickt an, weshalb ich "Was wir verbergen" nur solchen Lesern mit gutem Gewissen voll empfehlen kann, denen tolle Charaktere und ein tolles Setting reichen.



Freitag, 29. Juni 2018

Freitagsfüller #478

1. Aus die Maus,  WM ist für die Mannschaft vorbei, aber ich führe nach wie vor in unserer Tippgruppe.
2. Schokoladenkuchen kann man warm oder kalt essen.
3.  Ich würde heute lieber schwimmen gehen oder den ganzen Tag in der Sonne lesen, aber es gibt noch genug zu tun, bis ich zur Arbeit muss.
4. Maiskolben esse ich wahnsinnig gerne vom Grill.
5.  Die Sommerferien werden arbeitsreich, weil es genug gibt, was ich in diesem Semester noch erledigen muss.
6.  Ich liebe es, mir Dinge zu wünschen, und es gibt ganz viele geheime Wünsche.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Arbeit mit netten Kollegen, morgen habe ich geplant, auf jeden Fall mein spannendes Buch zu beenden, und Sonntag möchte ich tanzen!
Vielen Dank an Barbara, die wie immer den Freitagsfüller zum Füllen bereit gestellt hat! Ihre Seite, Scrapimpulse, lohnt sich total!

Sonntag, 24. Juni 2018

[Gedicht] Ersthelfer

Ein Verletzter wiegt fast Tonnen?
Kein Problem, die "Rettfett" kommen!
Holt man ihn aus seinem Wagen
Braucht man ganz spezielle Tragen.
Hebebühnen gibt es auch
Für Menschen mit nem Calmund-Bauch.

Drum: Melde Adipositas!
Dem Rettungsteam bringt Info was!



PS: Das Gedicht ist nur halb scherzhaft zu lesen. Der Kern ist ernst: Wiegt ein Mensch mehr als 150 kg, so ist ein spezieller Krankenwagen notwendig. Meldet man einen Notfall, ohne über das starke Übergewicht zu informieren, kann das Leben des Verletzten durch die Zeitverzögerung der Hilfe gefährdet sein.
Ich wünsche uns aber allen, dass wir niemals eine Unfallmeldung machen müssen.

[Rezension] Sarina Bowen - The Ivy Years 1: The Year we fell down



Bevor ich auf den Inhalt des Buches eingehe: Mir gefällt das Cover des Originals total gut! Die Schrift im Vordergrund, dazu eine intime Hilfe-Geste eines Mannes und einer Frau - viel besser als die nichtssagenden rosa Blümchen auf dunklem Grund, den die deutsche Version aufweist. (Trotzdem habe ich ein rosa Papier als Hintergrund gewählt, um mich auf die Lyx-Version zu beziehen, denn der Verlag hat qualitativ hochwertige Bücher.)

"Bevor wir fallen" ist als deutscher Titel gänzlich anders als "Das Jahr, in dem wir fielen" im Original.
Und meiner Meinung nach passt der Englische Titel deutlich besser: Schließlich sind beide Protagonisten schon gestürzt und begegnen sich genau deshalb in einem bestimmten Wohngebäude ihrer Highschool. Corey versucht, ihr Leben nach einem Sportunfall wieder in den Griff zu bekommen, und Adam Hartley ist temporär durch einen Beinbruch behindert. Da Treppen für beide aktuell nicht zu bewältigen sind, bleibt nur das separierte Wohngebäude.
Zum Glück für Corey!
Denn der smarte Kerl stört sich kein Stück an ihrem Rollstuhl, sondern behandelt sie menschlich und ist einfach zum Verlieben! Das findet auch Corey. Aber Adam hat schon eine Freundin...

Auch, wenn ich mich durch die Originalfassung erst einmal einlesen musste (vokabeltechnisch waren vor allem die Eishockeybegriffe schwierig), hatte ich schnell das Gefühl, durch die Geschichte zu fliegen. Sarina Bowen erzählt humor- und liebevoll von ihren Protagonisten und auch von diesem College, das ihr als Spielort sehr am Herzen zu liegen scheint.
Die schwierige Hintergrundgeschichte ihrer Protagonistin ist an keiner Stelle depressiv oder mit mahnendem Zeigefinger erzählt, sondern so, dass ich immer das Gefühl hatte, etwas am Puls der Zeit zu lesen. Natürlich ist es auch für die Familie schwer, wenn das Kind so verunglückt, aber Corey selbst hat einen irren Kampfgeist, der mich begeistert und beeindruckt hat.


Der Start in die Ivy-Years-Reihe ist eine herzerfrischende Romanze, die mich erst hinein gesogen und dann noch lange nachgehallt hat.