Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


Montag, 12. März 2012

Hohe See

Manchmal schlagen Wellen stark
Hoch wie Häuser und hinüber.
Manchmal wird das dann so arg,
Dass am Mast die Sicht wird trüber.

Selbst dort oben, wo du sonst
Stets den Überblick bewahrst,
Kannst du taumeln und bekommst
Wellen ab, wenn du verharrst.

Doch dich aus dem Korb zu schleichen
Nützt dir nichts - du sitzt ja fest.
Musst die Inseln doch erreichen,
Wenn du schon das Schiff verlässt.

Doch die Weite bis zum Sand
Ist oft näher als man denkt -
Aber 's ist die Art von Land
Wohin's keine Schritte lenkt.

Siehst du ringsum Fische treiben
Während du um Atem ringst,
Wünschst du dir, du könntest bleiben.
Doch vergebens.
Du ertrinkst.

Mittwoch, 18. Januar 2012

18.01.

Ich zügele der Füße Willen,
Nur noch stets im Kreis zu rennen.
Ja, des Lebens bitt're Pillen
Lern' ich immer wieder kennen.

Doch, so will ich es doch hoffen,
Wird es and're Wege geben.
Denn es steht mir vielleicht offen
Weiter hier am Ort zu leben.

Doch der angstgelähmte Sinn
Hält sich starr an Sorgen fest
Vielleicht krieg ich es noch hin
Dass er sie gleich fahren lässt.

Denn ich will nicht mehr verzagen,
Wie der Löwe mutlos sein.
Nein, ich möchte viel mehr wagen!
Licht soll in mein Herz hinein!

Auf der Töne Notenbahnen
Finde ich den Weg dorthin!
Stolz sind dann auch meine Ahnen,
Wenn ich wieder furchtlos bin.

Donnerstag, 22. September 2011

4 Wochen später

Wenn du jetzt von Trauer sprichst
In den wortgemachten Sätzen,
Wenn du jetzt dein Schweigen brichst,
Warum sollte ich das schätzen?

Guck, dein Herz ist fremdbesetzt,
Du bestimmst dort nicht allein.
Sie hat dich doch aufgehetzt,
Nicht mehr für mich da zu sein!

Ich beobachte nun oft,
Außerhalb der Treff-Reichweite.
Und nun hast du unverhofft
Doch getroffen. Was ne Pleite.

Doch natürlich sag ich nicht
Wie's mir geht, was ich empfinde.
Manchmal bin ich nicht ganz dicht,
Kratze an der Wunde Rinde.

Und dann merk ich dass es schmerzt
Immer noch und immer wieder
Und ich nehm mir vor, beherzt:
Singe jetzt nur schöne Lieder.

Voller Freude, Jubelklang,
Werde ich die Lüfte füllen.
Und des Bruders Untergang
Schweigend in die Schatten hüllen.

Montag, 22. August 2011

Die Scherbe

Angstbesetzte kurze Zeilen
Ließen Frieden nicht verweilen.
Bin nicht sicher, was ich tun soll,
Denn für eine ist das Maß voll.

Möglich wäre Flucht ins Nest
Denn das schützt und hält mich fest
Würde mich ganz tief verstecken
Heimlich meine Wunden lecken

Doch das lässt mein Stolz nicht zu:
"Hoch den Kopf und lächel, du!"
Also los, den Rücken grade,
Und dann lauf ich die Parade!

Außen ganz und drin zerrissen
Ist nun wirklich nur beschissen.
Doch es lässt sich nicht vermeiden,
Leben ist nunmal auch leiden.

Donnerstag, 11. November 2010

Interpretationssache

Nun, wo ich doch schreiben soll
Zeil' um Zeil' und Seit' um Seite
Formulier' ich sorgenvoll,
Fürchte doch die nächste Pleite!

Wie ich lieb der Worte Wirren,
Die Verschlungenheit des Sinns!
Könnte ich mich dennoch irren
Bei des Wortes Zinseszins?

Gut versteckt zwischen den Zeilen
Liegen Spuren auf der Lauer.
Doch, geschwind! Ich muss mich eilen,
Nur begrenzt ist Forschungsdauer!

Manchmal wünscht ich wirklich sehr,
Dass die Dichter schrieben klarer,
Dass sie sagten: "Komm mal her,
Das ist falsch, und das ist wahrer."

So nun stolpert mir der Geist
Übers Netz der Möglichkeiten,
Kippt mir um und sagt, er reist
In vergang'ne, schöne Zeiten.

Schriebe dort dann selbst das Wort,
Das man zu verstehen sucht
Jahre nach mir. Ich bin fort
Und ein Dreierschüler flucht...

Mittwoch, 10. November 2010

-Mephistoteles-

Teufelspfade schreit ich nach
In wunderbar gewund'nen Worten
Von denen aller Farben, Sorten
Sie Goethe sich hernieder brach

Er ließ den Teufel heller strahlen
Als es ein Faustus je vermocht.
Erglimmt er nun, Gedankendocht,
So wird er schillernd Bilder malen

Die Worte wird man nie vergessen -
Mephisto sprach sie zügig aus,
Die Welt sei nur ein Narrenhaus
Und Menschheit gänzlich zu vermessen

So lieb ich auch das dunkle Tönen
Das Tanzwut trägt in "Götterfunken"
Und werde völlig Lyriktrunken
Wenn Mephisto spricht sein Höhnen!

Dienstag, 9. November 2010

Spielkinder!

Auf dem Brette die Figuren
Hinterlassen keine Spuren,
Nicht nach sechs und nicht nach drei
Bald schon ist das Spiel vorbei!

Doch bis dahin Stirnekrausen
In Gehirnen viele Flausen
Mit und ohne Strategie -
Gewinn? Verlust? Man weiß es nie!

* * *

Wichtig ist bei diesen Sachen
Man kann sie gemeinsam machen
Effektiv genutzte Zeit
Ob zu viert oder zu zweit!

Darum liebe ich die Spiele
Darum habe ich so viele
Darum zieh ich Spieler an -
Wieviel Spaß man haben kann!


~

Genug Poesie für heute!
Ich bin seit Neuerem in einer Community für Brett- und Kartenspiele zu finden, in der man wunderbar und viel diskutieren kann. Dummerweise werde ich dort auch dauernd auf Spiele aufmerksam, die ich noch haben möchte und die sicher toll sind!
Vorerst sind die Würfel aber gegen neue Spiele gefallen, weil ja bald dann Weihnachten ist und ich im Januar noch Geburtstag habe!

Ich wünsche euch allen auf jeden Fall eine wunderbar verspielte und zauberschöne Adventszeit, wenn sie dann bald losgeht!