Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


Samstag, 15. Februar 2014

[Rezension] Lea Feynberg - Ich werd' sowieso Rapper!

 

Dieses 288 Seiten lange Buch von Lea Feynberg ist vielleicht am besten als Episodenroman zu klassifizieren.
Sie schreibt über ihren Schulalltag, bringt dem Leser die Lebenswelt und Verhaltensweisen der Kinder näher, schildert aber auch ihren Umgang mit ihrem eigenen Migrationshintergrund.
Ich finde es bewundernswert, wie offen sie über ihre Kindheit und Jugend sowie ihre Religion schreibt.
Ihr Erzählstil ist sehr flüssig und sie nahm mich auch in nahezu jeder Episode wieder mit, weil sie so startet, dass man sofort den Zusammenhang versteht und sich einfindet.
Allerding möchte ich den Direktvergleich zu "Chill mal, Frau Freitag" ziehen, die diese Form des Schul-Episodenromans mehr oder weniger ins öffentliche Interesse gerückt hat, und deren satirische Art und Weise mich mehr in den Bann zieht als Frau Feynbergs leise Töne.
Gerade diese leisen Töne über ihre eigene Herkunft sind es aber, die das Buch zu etwas Besonderem machen und die nicht ungehört verhallen sollten!

Es ist relativ schwierig für mich, dieses Buch zu werten. Wenn man sich auf den Episodencharakter einstellt, hat man viel Spaß, aber eben auch nachdenklichere Stellen. Da es allerdings nicht so witzig ist wie der direkte Konkurrent, vergebe ich nur 4 von 5 Punkten.

Zu empfehlen ist das Buch für jene, die sich für den Schulalltag im Klassenzimmer interessieren. Ich glaube, Erwachsene werden mehr Spaß mit diesem Buch haben als Jugendliche, aber beiden sei geraten, einmal auf Frau Feynbergs Blog vorbeizuschauen. Hier können einzelne Episoden nachgelesen werden und man kann sich ein Bild davon machen, ob Schreibstil und Inhalt gefallen!

Keine Kommentare:

Kommentar posten