Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


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Freitag, 7. Dezember 2018

[Gedicht] Schnee?



Zauberschöne Flocken tanzen,
Bilden windig-sachte Pracht.
Herz geht auf, im Großen, Ganzen
Woll’n wir Schnee zur heilig‘ Nacht!

Ach, wozu das weiße Zeug da?
Legt sich dreist auf Autodächer!
Bringt die Fahrer aus der Spur ja!
Ach, ich wünscht‘ es schneite schwächer!

Sagst du etwa, dass der Schneemann
Dich nicht glücklich machen kann?
Sieh, der Glanz im Mondenschein!

Ach, dann tanze, stiebe, wehe
Wenn ich IHN nur sicher sehe!
Mit dem Liebsten darf es schnei’n!




Dieses Gedicht bildet Tür 8 des Adventskalenders von Schreibnacht-Usern. 
Ich freue mich wie immer über Kommentare und Anregungen! 

Sonntag, 24. Juni 2018

[Gedicht] Ersthelfer

Ein Verletzter wiegt fast Tonnen?
Kein Problem, die "Rettfett" kommen!
Holt man ihn aus seinem Wagen
Braucht man ganz spezielle Tragen.
Hebebühnen gibt es auch
Für Menschen mit nem Calmund-Bauch.

Drum: Melde Adipositas!
Dem Rettungsteam bringt Info was!



PS: Das Gedicht ist nur halb scherzhaft zu lesen. Der Kern ist ernst: Wiegt ein Mensch mehr als 150 kg, so ist ein spezieller Krankenwagen notwendig. Meldet man einen Notfall, ohne über das starke Übergewicht zu informieren, kann das Leben des Verletzten durch die Zeitverzögerung der Hilfe gefährdet sein.
Ich wünsche uns aber allen, dass wir niemals eine Unfallmeldung machen müssen.

Sonntag, 5. März 2017

[Gedicht] Nüchterne Romanze

Als sie einander acht Jahre lang kannten
(und man darf sagen: Sie kannten sich gut)
Kam es, dass sie zueinander fanden
Fehlte wohl vorher einfach der Mut?

Neun Monde später zurück geblickt
(Neun lange Monde voll Freude und Leid)
Hat sich's zur Trennung angeschickt,
Unser verliebtes Pärchen auf Zeit.

Schweren Herzens, so saß Er da,
Wartete grübelnd auf richtige Worte.
Längst war es sicherlich beiden klar:
Sie liebten sich weder in mezzo, noch forte.

"Das mit uns beiden, das wird wohl nichts",
Waren dann später die Worte der Wahl.
Die schlugen ein mit der Wucht eines Blitz':
Sie schloss die Augen in innerer Qual.

Wären sie vorher nicht Freunde gewesen,
Wäre der Schmerz nicht so heftig, denn ja:
Liebe, wie wir sie in Büchern lesen,
War nicht gewachsen, war schlicht nicht da.

Als sie einander neun Jahre lang kannten
(und man darf sagen: Sie kannten sich gut)
Kam's, dass sie still voreinander standen.
Wortlose Ebbe nach nüchterner Flut.





Ursprünglich wollte ich eine vor Liebe und Lebensfreude sprühende Kontrafaktur zu dem von mir heiß geliebten Gedicht 'Sachliche Romanze'  Erich Kästners schreiben. Nach der ersten Strophe versiegten aber die Worte. Jetzt, Monate später, war das Gedicht dann soweit, vollendet werden zu wollen. Ich lege aber jedem nahe: Lest auch die sachliche Romanze !