Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


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Dienstag, 3. Februar 2015

[Rezension] Mella Dumont - Colors of Life 2: Lavendelmond


Achtung: 2. Band einer Reihe! Spoileralarm!
Nach Himbeermond legt Mella Dumont mit ihrem 299 Seiten langen zweiten Teil der Serie Colors of Life nach, und die Geschichte von Lina Bell nimmt neue Wendungen. Nachdem die Studentin im vorherigen Jahr in Trier nicht nur ihre berufliche Ausbildung begann, sondern auch ihre empathischen Fähigkeiten entdeckte und verbesserte, wendet sich Leos Schwester Marie hilfesuchend an sie. Die Abiturientin hat ein Problem, bei dem nur Lina ihr helfen kann, und diese muss sich entscheiden, ob sie diese Hilfe gewährt und damit ihren Freund hintergeht...
Ich werde hier nicht verraten, wie Lina sich entscheidet, und welche Wendungen es geben wird, aber in Lavendelmond werden die Strukturen der beiden verfeindeten Clans noch ein wenig mehr aufgedeckt. Der Stammbaum im Anhang ist auch sehr hilfreich, um den Überblick nicht zu verlieren.

Besonders gefallen hat mir an Lavendelmond, dass die in Band 1 angedeuteten Geschehnisse um Linas Tante Mel aufgegriffen und in die Clangeschichten eingebunden werden. Auch die Beziehung von Leo und Lina beschreibt Mella Dumont sehr einfühlsam und mit Rücksicht auf die Fähigkeiten der beiden. Es gab da so einige Momente, wo ich einfach mit einem Lächeln gelesen und leise geseufzt habe, weil mein Kopfkino aus ihren Beschreibungen einen Hollywood-Moment kreierte.

Außerdem habe ich durch das Buch nun Lust, mal wieder Acrylfarbe und Pinsel in die Hand zu nehmen - und ich finde, ein zur Kreativität anregendes Buch, das ein gutes Gefühl beim Leser hinterlässt, verdient eine entsprechende Würdigung!
Daher bewerte ich Lavendelmond mit fünf von fünf Schnörkeln und warte jetzt schon gespannt auf die Fortsetzung - auch, wenn ich mir die Wartezeit sicherlich auch mit Malerei vertreiben werde!

Mittwoch, 28. Januar 2015

[Rezension] Mella Dumont - Himbeermond


In dem 351 Seiten langen Debütroman von Mella Dumont steht die 19-jährige Lina Bell in den Mittelpunkt, die ihr Psychologiestudium in Trier beginnt und dort auf einmal Fähigkeiten entwickelt, die sie verwirren und überfordern. Sie begreift, dass sie als Empathin in der Lage ist, die Emotionen anderer Menschen wahrzunehmen - doch das bedeutet noch lange nicht, dass sie in der Lage ist, ihre eigenen Gefühle einzuordnen! Denn zu allem Überfluss bringt ihr Mitstudent Leo die Schmetterlinge in ihrem Bauch zum Flattern, und er ist nicht so leicht zu durchschauen wie andere Personen. Und er hat ein Geheimnis...

Himbeermond ist für mich eines der Jahreshighlights 2014 gewesen, das mich bei einem neuerlichen Lesen in diesem Jahr immer noch mit Nuancen überrascht hat, die ich beim ersten Lesen nicht wahrgenommen hatte. Mella Dumont hat sich eine tolle Art von Magie ausgedacht, die in ihren Facetten sehr gut durchdacht ist und zudem viel Recherche erkennen lässt. (Wer das Buch noch nicht kennt, wird spätestens nach dem Lesen verstehen, was ich damit meine!)

Die Charaktere sind vielschichtig und sehr menschlich, sodass man als Leser wunderbar mit Lina mitlachen, aber auch mitlernen und mitfiebern kann. Mella Dumont schreibt sehr interessant und anschaulich, ich habe mir Trier sehr gut vorstellen können und werde sicherlich auch irgendwann einmal dorthin fahren und es besichtigen. Vielleicht lässt sich ja eine Art "Himbeermond-Sightseeing-Tour" aus dem Roman ablesen.

In jedem Fall hat mich Himbeermond wirklich überzeugt! Die Geschichte hat mich inspiriert und fasziniert und ich bin sehr froh, bald auch den Folgeband lesen zu können. Für Mella Dumonts Werk gibt es daher verdiente fünf von fünf Punkten!