Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


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Donnerstag, 1. Dezember 2016

[Rezension] Katrin Koppold - Zimtzauber


Klappentext:
Die Buchhändlerin Elisa ist nicht abergläubisch. Doch seit sie aus Versehen den Schornsteinfeger zu Fall gebracht hat, geht in ihrem Leben einiges schief. Nachdem ihr eine Wahrsagerin auf einer Weihnachtsparty eine tiefschwarze Aura bescheinigt und furchtbares Pech prophezeit, wird ihr klar: Sie muss den Mann aufsuchen und ihn um Verzeihung bitten.
Das ist allerdings gar nicht so einfach. Denn der Schornsteinfeger hat sich über Weihnachten in die Abgeschiedenheit der Berge zurückgezogen und ist überhaupt nicht begeistert, als Elisa auf einmal dort auftaucht und ihn mit Aufmerksamkeit überschüttet. Bis ein Unfall am Heiligen Abend die beiden unerwartet zusammenschweißt ...



Die 152 Seiten lange Weihnachtsgeschichte besticht durch viel Charme und jede Menge Humor!
Elisa Bergmann, einigen vielleicht aus Mondscheinblues bekannt, liebt Bücher und ihren Buchladen und sie ist unheimlich gutherzig. Jedoch steht die junge Frau am vierten Adventssamstag etwas unter Druck - ihre ungeliebte Chefin taucht unangemeldet auf und hängt ein Damoklesschwert über ihrem Kopf auf. Doch damit nicht genug: Eine Pechsträhne folgt, deren Situationskomik wirklich herrlich ist!
Der arme Schornsteinfeger muss so manche Eskapade erleiden, und auch Elisa selbst erträgt mehr Pech, als ein einzelner Mensch verdient hat.

Die Charaktere hat Katrin Koppold unheimlich skurril und liebevoll gezeichnet. Vor allem Elke, die Kollegin aus dem Buchhandel, sticht da hervor. Elisa selbst beweist viel Durchhaltevermögen, das sie angesichts der derben Pechsträhne allerdings auch braucht. Der Schornsteinfeger tat mir persönlich wirklich leid - umso mehr, als ich von seinem Hintergrund erfuhr!

Zimtzauber ist eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte mit Humor und Herz, die mich direkt in Weihnachtsstimmung versetzt hat!


Samstag, 25. Januar 2014

[Rezension] Katrin Koppold - Zeit für Eisblumen (Sternschnuppen 2)


Klappentext bei Amazon:


Manchmal muss man ganz schön weit reisen, um nach Hause zu finden.

Nach der Geburt ihres Sohnes gerät das Leben der Moderedakteurin Fee völlig aus den Fugen. Der Job stresst, die Designerkleider zwicken und ihr Freund Sam scheint sie mit ihrer verhassten Kollegin zu betrügen.
Als sie von ihrem Chef in Zwangsurlaub geschickt wird, ist das Maß voll. Fee beschließt, ihr Leben zu ändern und macht sich mit Mutter Milla und Sohn Paul im Schlepptau auf ins winterliche Irland. Eine Suche nach sich selbst beginnt – und nach der Vergangenheit. Denn in Irland hofft sie, auf den Straßenmusiker David zu treffen, mit dem sie einst eine leidenschaftliche Affäre hatte. Ist er der fehlende Funke in Fees Leben?


Meine Meinung:

In dieser 316 Seiten langen Fortsetzung zu "Aussicht auf Sternschnuppen" hat Katrin Koppold Helgas Schwester Felicitas, kurz Fee, in den Mittelpunkt gerückt.
Dass das blondgelockte Karriereweib, welches ja schon in Band 1 als sehr perfektionistisch beschrieben wurde, sich in der Mutterrolle nicht so wohl fühlt, verpasst Fee selbst drängende Schuldgefühle. Dann kriselt es auch noch sowohl im Job als auch in ihrer Beziehung mit Sam und sie nutzt die erstbeste Gelegenheit zur Flucht! Mit ihrer Mutter fährt sie nach Irland, um einen alten Bekannten wiederzufinden, der sie einst sehr begeistert hat...
Und immer wieder deutet sich durch das Buch ihres Sohnes, "Oh, wie schön ist Panama", an, dass Fee wieder nach Hause kommen muss. Doch hat sie sich diese Chance nicht längst verbaut?

Katrin Koppold schreibt einfach wunderbar leicht, und auch, wenn ich mit Fee nicht immer übereinstimmte in dem, was sie tat, konnte ich sie als eigenständige Figur akzeptieren und mochte sie trotz des Reizes, sie an ein bis zwei Stellen von der Klippe zu schubsen.
Die eine weitere interessante Beziehungskonstellation offen gelassen wurde (innerhalb von Fees Familie, mehr verrate ich nicht), hoffe ich auf eine Fortsetzung, in der auch diese näher beleuchtet werden wird!
Gleiches gilt für Fees berufliche Situation, denn für mich ist fraglich, wie sie nach der Zwangspause weitermachen wird!
Wie Helga hat sich Fee letztlich auch erst selbst finden müssen, um auch andere finden zu können, und diese Botschaft ist in Zeiten, wo die Ablenkung von dem, was uns selbst ausmacht, so groß ist, unsagbar wichtig!

Es ist ein schönes Buch für die Leute, die es verstehen, wenn jemand den Sinn des Lebens sucht und sich freuen, wenn er nebenbei auch noch die Liebe findet! Und weil ich genau so jemand bin, vergebe ich 5 von 5 Schnörkeln.