Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


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Dienstag, 2. Oktober 2018

[Rezension] Erin Beaty - Kampf um Demora 1: Vertrauen und Verrat


Bei diesem Buch war ich nicht sicher, was ich zu erwarten hatte. Dem Klappentext nach habe ich mich auf eine abenteuerliche Romanze gefreut.
Und - was soll ich sagen? Genau das war es!

Doch von vorn (und nur soweit, wie der Klappentext erlaubt).

Sage ist eine eigensinnige junge Frau, die auf eigenen Füßen stehen will, statt zu heiraten. Sie ist klug und darf bei einer Kupplerin in die Lehre gehen.
Auf ihrer Reise zum Verkupplungsball begegnet sie Soldaten und gerät zwischen die Kriegsfronten. Und einer dieser Soldaten übt zu allem Überfluss eine faszinierende Anziehungskraft auf sie aus...

"Vertrauen und Verrat" ist ein zauberschöner Roman 
über Liebe und Krieg, 
Intrigen und Selbstfindung.

Leider bleibt Demora als Land sehr blass. Es werden zwar Regionen und Akzente erwähnt, aber es gibt keine Übersichtskarte. Das stört auch, wenn man die Reise des Trosses verfolgen möchte. Die einzelnen Stationen bleiben wenig nachvollziehbar.

Dennoch: Die Charaktere sind großartig. Und ich liebe die Wendungen, die Erin Beaty gewoben hat.
Ich habe mit Sage mitgefiebert, gelacht und geweint, und ganz viel gefühlt. 



Mittwoch, 3. Februar 2016

[Rezension] Kai Meyer - Sturmkönige 1: Dschinnland


Zur Hand genommen habe ich dieses wunderbare Buch in der Hauptsache um einer Challenge wegen: Die Aufgabe war, eine ausverkaufte Ausgabe zu lesen. Meine Wahl fiel schnell auf Dschinnland, denn ich wollte schon länger ein weiteres Buch von Kai Meyer lesen.

Zunächst war ich sehr überrascht vom Setting. Der Autor stürzt uns hinein in eine orientalische Stadt und das Leben des abgehalfterten Tarik, einem ehemaligen Schmuggler und Bändiger von fliegenden Teppichen. Seine Probleme ertränkt er im Alkohol und nichts ist ihm mehr wichtig - doch dann meldet sich sein Beschützerinstinkt und er bricht auf, um die gefährliche Reise durch die Wüste der Dschinn nach Bagdad anzutreten...

Kai Meyer webt eine dichte Geschichte mit viel Magie und Emotionen sowie tollen fantastischen Wesen, wie den Elfenbeinpferden. Die drei menschlichen Hauptfiguren haben ihre Ecken und Kanten und sind wunderbar lebendig, in all ihren zum Teil rationalen, zum Teil aber auch sehr irrationalen Entscheidungen. Tarik steht hier sehr im Mittelpunkt, was aber auch nicht schlimm ist, denn schließlich ist Dschinnland in erster Linie seine Geschichte. Er kannte die Wüste wie seine Westentasche und verbindet viele Erlebnisse mit ihr, die dem Leser immer wieder genauer beleuchtet werden. Sie machen seine Handlungen nachvollziehbar und geben dem Charakter mehr Tiefe.

Ich habe das 428 Seiten lange Buch letztlich regelrecht verschlungen und mich direkt in Band 2 gestürzt, auch wenn ich den vorerst unterbrechen musste. Aber schon jetzt freue ich mich darauf, Tariks Geschichte weiter erleben zu dürfen! Volle Punktzahl für Dschinnland für einen rasanten Fantasy-Abenteuerroman!