Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


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Mittwoch, 3. Februar 2016

[Rezension] Kai Meyer - Sturmkönige 1: Dschinnland


Zur Hand genommen habe ich dieses wunderbare Buch in der Hauptsache um einer Challenge wegen: Die Aufgabe war, eine ausverkaufte Ausgabe zu lesen. Meine Wahl fiel schnell auf Dschinnland, denn ich wollte schon länger ein weiteres Buch von Kai Meyer lesen.

Zunächst war ich sehr überrascht vom Setting. Der Autor stürzt uns hinein in eine orientalische Stadt und das Leben des abgehalfterten Tarik, einem ehemaligen Schmuggler und Bändiger von fliegenden Teppichen. Seine Probleme ertränkt er im Alkohol und nichts ist ihm mehr wichtig - doch dann meldet sich sein Beschützerinstinkt und er bricht auf, um die gefährliche Reise durch die Wüste der Dschinn nach Bagdad anzutreten...

Kai Meyer webt eine dichte Geschichte mit viel Magie und Emotionen sowie tollen fantastischen Wesen, wie den Elfenbeinpferden. Die drei menschlichen Hauptfiguren haben ihre Ecken und Kanten und sind wunderbar lebendig, in all ihren zum Teil rationalen, zum Teil aber auch sehr irrationalen Entscheidungen. Tarik steht hier sehr im Mittelpunkt, was aber auch nicht schlimm ist, denn schließlich ist Dschinnland in erster Linie seine Geschichte. Er kannte die Wüste wie seine Westentasche und verbindet viele Erlebnisse mit ihr, die dem Leser immer wieder genauer beleuchtet werden. Sie machen seine Handlungen nachvollziehbar und geben dem Charakter mehr Tiefe.

Ich habe das 428 Seiten lange Buch letztlich regelrecht verschlungen und mich direkt in Band 2 gestürzt, auch wenn ich den vorerst unterbrechen musste. Aber schon jetzt freue ich mich darauf, Tariks Geschichte weiter erleben zu dürfen! Volle Punktzahl für Dschinnland für einen rasanten Fantasy-Abenteuerroman!


Mittwoch, 8. Juli 2015

[Rezension] Kai Meyer - Die Seiten der Welt


Kai Meyers Die Seiten der Welt war für mich eines der bisherigen Jahreshighlights!
Auf 556 Seiten nimmt er den Leser mit in die Welt der jugendlichen Bibliomantin Furia Salamandra Faerfax, die sich mit ihrer Familie vor der Adamantischen Akademie versteckt. Ihr Vater hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Entschreibung der Bücher zu verhindern, was jeder Bücherfreund sofort als hehres Ziel erkennen wird.
Außerdem finde ich die Idee toll, Magie aus Büchern zu ziehen und das Bibliomantik zu taufen, sowie jedem Bibliomanten ein eigenes Seelenbuch an die Seite zu stellen.
Weiter möchte ich jedoch nicht auf die Geschichte eingehen, da ich sonst zu stark spoilern würde. (Und es fällt mir schwer, das könnt ihr mir glauben!)

Es sei nur soviel gesagt: Die Welt ist großartig und dicht, viele bunte und schräge sowie auch unheimliche Gestalten beleben sie sehr. Auch die Charaktere sind großteils liebenswert und haben alle ihre Gründe für das, was sie tun. So bleiben sie authentisch und die Geschichte ist immer glaubhaft und ermöglichte es mir als Leserin, mitzufühlen. Mehr als einmal hatte ich Tränen in den Augen und mehr als einmal habe ich auch breit geschmunzelt über eine Wendung, die ich nicht kommen sah.

Band 1 ist in sich abgeschlossen, aber ich bin schon sehr gespannt darauf, wohin uns Kai Meyer im zweiten Band entführen wird. Die Seiten der Welt waren jedenfalls ein Leseerlebnis, dem ich fünf von fünf Schnörkeln gebe!


PS: Wer in diesen neuen Liebling von mir hineinlesen möchte, kann das auf der Seite des Fischer-Verlags tun.