Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


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Samstag, 13. August 2016

[Rezension] John Grogan - Marley und ich. Unser Leben mit dem frechsten Hund der Welt



Diese Rezension beruht auf dem Hörbuch, gelesen von Heikko Deutschmann.

Hörbuchdauer: 4 Std 34 Minuten
Taschenbuchausgabe: 160 Seiten


John Grogan hat einen autobiografischen Roman über sein Leben mit dem Labrador Marley geschrieben. Der hellbraune Welpe kommt in die Familie, als seine Frau Jenny einen Kinderwunsch äußert. Doch der junge Hund hat so manche Marotten, die die überforderten Halter nicht aus ihm heraus bekommen...

Gut fand ich, dass das Buch auch Themen wie Wochenbettdepressionen, Zivilcourage usw. anspricht. Es ist ein Buch, das zum Schmunzeln bringt, aber auch zum Nachdenken anregt sowie mich an manchen Stellen ärgerlich den Kopf schütteln ließ.
Der psychotische Hund, der panische Angst vor Gewittern hat, respektiert ganz offensichtlich seine beiden Halter nicht als ranghöher.
Gegen Ende des Hörbuches formuliert John Grogan es folgendermaßen: "Es war unsere Pflicht als seine Halter, ihn so zu akzeptieren, wie er war."
In dem Moment habe ich mir mit der Hand vor die Stirn geschlagen. So ein Unsinn!
Natürlich ist es witzig, was so ein Hund macht, wenn man ihm keine Grenzen setzt, aber ihn dermaßen zu vermenschlichen, finde ich doch ziemlich übel.

Gerettet hat das Buch die pointierte Schreibweise und die gute Beobachtungsgabe, mit der Grogan sein Leben Revue passieren ließ. Das Buch berührt, ganz ohne Frage, und am Ende musste ich weinen, was auch für das Buch (und Deutschmann als Leser) spricht.
Ohne diese Art, zu berühren, hätte ich Marley und ich maximal drei Schnörkel gegeben,  so aber runde ich auf dreieinhalb auf.




Montag, 29. Dezember 2014

[Rezension] Daniel Glattauer - Geschenkt

 

Klappentext:

"Mein Schicksal war regelmäßig eine Spur zu hoch für mich."
Gerold Plassek ist Journalist bei einer Gratiszeitung, auch sonst war sein Leben bislang frei von Höhepunkten. Manuel, 14, sitzt bei ihm im Büro und ahnt nicht, dass dieser Versager sein Vater ist. Gerold selbst weiß es erst seit Kurzem - und hat sich von diesem Schock kaum erholt, als noch mehr Bewegung in sein Leben kommt: Nach einer von ihm verfassten Zeitungsnotiz über eine Obdachlosenschlafstätte trifft dort eine anonyme Geldspende ein. Es ist der Beginn einer geheimnisvollen Spendenserie. Doch wer steckt dahinter?

Meine Meinung:
Heikko Deutschmann liest Gerold Plassek, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, einfach großartig!
Auf 8 CDs ist das Hörbuch aufgenommen, und Glattauers Erzählstil hat mich erneut völlig überzeugt. Gerold Plassek ist ein Verlierer, wie er im Buche steht, und dennoch oder vielleicht gerade deswegen ist er sehr sympathisch. Die Art und Weise, wie er über sein Leben erzählt, wie er seine Perspektivlosigkeit als gegeben hinnimmt, lässt den Leser (oder in diesem Fall: Hörer) mitfiebern und manchmal den Wunsch haben, Gerold einfach mal kräftig zu schütteln.
Ich werde in dieser Rezension aber offen lassen, wie sich Gerolds Leben entwickelt.

Glattauer hat hier erneut ein Werk geschaffen, was gleichzeitig sehr gut unterhält und zum Nachdenken anregt. Es ist ein großartiges Buch, das ich jedem ans Herz legen möchte, weshalb ich ihm fünf von fünf Schnörkeln gebe.