Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


Samstag, 3. Dezember 2016

[Aktion] SuB am Samstag #3

Beim diesmaligen SuB am Samstag hab ich nicht nur nach spannenden Büchern geschaut, sondern auch nach eher dünnen Exemplaren. Mein aktuelles Zeitkontingent gibt eher schmale Bücher her, und ich finde, das kann ich heute durchaus einmal zum Ausdruck bringen!

Zum einen ist da "Die Tote in der Bibliothek" von Agatha Christie, ein Miss Marple Roman.
"Darüber sind sich alle einig, vom Polizeichef bis zur letzten Klatschbase in St. Mary Mead: Das Mädchen hatte in Colonel Bantrys Bibliothek nichts zu suchen - weder lebendig noch tot. Aber wie kam die Leiche dorthin? Erstaunlicherweise hält Miss Marple diese Frage nicht für wichtig, sie interessiert sich stattdessen mehr für gewisse verräterische Nebensächlichkeiten...

Im Moment habe ich irgendwie wenig über für Krimis, ich hoffe aber, dass sich das demnächst durchaus wieder ändert!
Zum anderen gibt es Sachbücher, die sich mit Sprache befassen, die ich sehr spannend finde. Allen voran "Warum ist die Leberwurst beleidigt und wie kommt die Leiche in den Keller?" (erschienen bei Goldmann).
eines, was sich mit Redewendungen beschäftigt:
Ich schaue unheimlich gerne Genial daneben, wenn es sich irgendwie ergibt. Und hier geht es eben um die Hintergrundinformationen zu genau diesen Themen - wie könnte ich das nicht lesen wollen?
Unglücklicherweise habe ich den Kopf so häufig mit Unikram voll, dass ich dann außerhalb der Texte für die Uni eher etwas zum Entspannen und nicht zum weiteren Nachdenken brauche. So liegt die Leberwurst schon lange auf dem SuB....





Last but not least gibt es auf meinem SuB auch jede Menge Fantasy. Ein schlankes Büchlein mit viel positivem Feedback ist "Morgentau" von Jennifer Wolf.
Die Erde liegt unter einer Schneedecke. Eis und Kälte herrschen überall, nur ein kleiner Fleck ist noch bewohnbar. Dort lebt auch Maya Morgentau. Von der Erdgöttin Gaia wurde sie dazu auserkoren, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten und einen ihrer Söhne für ein Jahrhundert an sich zu binden: den Frühling, den Sommer, den Herbst oder den Winter. Doch hat sie sich für einen entschieden, zahlt sie einen hohen Preis dafür.

Vielleicht hält mich hier der Gedanke ab, dass es sich um eine Reihe handelt? Genau kann ich es nicht sagen, da ich wie gesagt schon unheimlich viel Positives über das Buch gehört habe...




Wie sind denn eure Erfahrungen so? Mit welchem der drei Bücher würdet ihr starten? Ich freue mich über Feedback!

[Rezension] Bianca Wagner - Ich geh jetzt in dein Karma rein. Die wunderbare Welt der Astro-Hotlines

 
Als selbst spirituell denkender Mensch kam ich natürlich an Bianca Wagners Buch "Ich geh jetzt in dein Karma rein" nicht vorbei! Besonders spannend fand ich, dass sie genau die Karten in der Hotline benutzt hat, die ich ebenfalls für meine eigenen Legungen verwende: Lenormand-Karten.
Bevor ihr jetzt die Nase rümpft: Ich nutze die Karten nicht, um irgendwelche hanebüchenen Zukunfts-Vorhersagen zu machen, sondern ich schaue, was mich unbewusst beschäftigt. So komme ich zu einem bewussteren Umgang mit mir selbst und meinen Gedanken.
Bianca Wagner hat allerdings die Karten dazu verwendet, Aussagen über die Gegenwart und die Zukunft ihrer Klienten bei der Astro-Hotline zu treffen. Sie berichtet von abstrusen Fragestellungen, sehr irritierenden Gesprächen, die mich herzlich lachen ließen, aber auch von Praktiken gewisser Kollegen, bei denen mir das Lachen dann im Hals stecken blieb. Vor allem jener Mann, der den titelgebenden Spruch prägte, war mir (und der Autorin gleichermaßen) sehr suspekt!

Es war ein vergnügliches Buch, jedoch hat mich gestört, dass Bianca Wagner ihre Deutungen niemals anzweifelte. Ich hatte zwischendurch den Eindruck, ihre Prognosen würden als Fakten und nicht als Möglichkeiten der Zukunft verkauft werden.
Obwohl ich Spaß mit dem Buch hatte, kann ich es daher nicht vollkommen uneingeschränkt empfehlen. Es braucht kritische Leser, die hinterfragen - egal, ob im Anhang noch einmal explizit vor den Gefahren von Astro-Lines gewarnt wird oder nicht. Schließlich liest nicht jeder diesen Anhang.


[Rezension] Nora Roberts - Irland-Trilogie 1: Töchter des Feuers






Der 416 Seiten lange erste Teil der Irland-Trilogie von Nora Roberts handelt von Maggie Concannon, einem eigenwilligen Rotschopf. Die junge Frau ist eine talentierte Glasbläserin und auch außerhalb ihres hitzigen Gewerbes ein eher feuriges Gemüt. Als der reiche Galerist Rogan Sweeny auf sie aufmerksam wird und sie unter Vertrag nehmen will, kommt das für Maggie natürlich nicht in Frage.
Doch Rogan ist ein Sturkopf vor dem Herrn... Ob es ihm gelingen wird, Maggie für seine Galerie oder gar für sich selbst zu gewinnen?

Töchter des Feuers ist ein schwungvoller und spannender Roman über zwei starke Menschen, die sich nichts schenken. Das Zusammenspiel der Charaktere ist amüsant, manches Mal musste ich laut lachen. Dennoch hat es Nora Roberts geschafft, mich auch zu Tränen zu rühren. Maggies und Rogans Gefühlsleben sind an vielen Stellen nachvollziehbar und, was noch wichtiger ist, nachfühlbar.

Ich habe eine Liebesgeschichte erwartet, mit der ich dem Alltag entfliehen und mich in das ländliche Irland hineinfühlen konnte. Genau das habe ich bekommen. Die Mentalität der Menschen konnte ich mir gut vorstellen, ebenso das Fleckchen Erde, auf dem Maggies Cottage steht. Die Figuren waren allesamt liebevoll gezeichnet, und ich fühlte mich wundervoll unterhalten!



[Abgebrochenes Buch] Anna Friedrich - Holly: Die verschwundene Chefredakteurin

Tja, es kommt selten vor, dass ich Bücher abbreche.
Aber in diesem Fall konnte sich auch über Wochen keine weitere Lesemotivation einstellen. Es begann mit meinem ungläubigen Blick, als ich die "hochgerollte Marquise" entdeckte, und endete mit einem endgültigen Beiseitelegen nach vielen weiteren Versuchen, noch einmal in die Geschichte hineinzufinden.
Ich empfinde das Buch zu sehr als "auf Film getrimmt", immer wieder werden Kamerafahrten beschrieben, was einerseits ein netter Stil ist, andererseits aber nervt, weil ich eben nicht immer wieder auf die Meta-Ebene geschleudert werden will, wenn ich mich gerade halbwegs in einen Charakter hineinempfunden habe - was schwer ist, bei diesem Buch.
Wo diese Chefredakteurin nun hin ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur: als Leserin ziehe ich mich ebenfalls gänzlich von dieser Reihe zurück.

[Rezension] Alex Gino - GEORGE


GEORGE habe ich als Hörbuch gehört, und ich muss sagen, dass mich die 215 Minuten lange Geschichte sehr berührt hat!
Zunächst einmal ist es alles andere als alltäglich, dass die Heldin einer Geschichte ein Transgender-Kind ist. George möchte nämlich nicht George heißen, sondern hat sich insgeheim längst einen anderen Namen gegeben. Und jedes Mal, wenn die Mutter "mein Junge" sagt, oder sich die Kinder in der Schule nach Geschlechtern getrennt aufstellen sollen, hat sie ein richtiges Problem. Und dann entscheidet sie, dass es alle wissen sollen...

GEORGE ist sehr einfühlsam geschrieben, und ich vermute mal, dass der Name des Autors, Alex Gino, nicht umsonst so gewählt ist, dass er sowohl Mann als auch Frau sein könnte. Ängste und Erlebnisse sind sehr lebensnah beschrieben, und auch die Reaktionen der Mitschüler und der Familie wirken aus dem Leben gegriffen. Beeindruckt hat mich auch, dass die Geschichte anhand des Literaturunterrichts in der Schule erzählt wird, also dass die Erlebnisse dort die Handlung immer wieder beeinflussen und voran treiben. Aufgrund dessen ist auch das Buch "Charlotte's Web" auf meinem Wunschzettel gelandet, weil mich das Hörbuch neugierig gemacht hat auf die ganze Geschichte über Freundschaft.

Julian Greis mit seiner Stimme und Rainer Bielfeldt mit der Klaviermusik erweckten Bilder vor meinem inneren Auge zum Leben, so wie es ein richtig gutes Hörbuch tun sollte! 
Uneingeschränkte Hörempfehlung für alle, die Lust auf ein interessantes Kinderbuch haben, und / oder transsexuelle Menschen etwas besser verstehen möchten!


Freitag, 2. Dezember 2016

Adventskalender der Blogger AG: Türchen 3 mit Katrin Koppold

Türchen 3

Hinter Türchen 3 verbirgt sich eine Autorin, die ich persönlich unheimlich gerne mag und deren Werke ich sehr schätze:  
Katrin Koppold

Aussicht auf Sternschnuppen war das Buch, mit dem sie sich in mein Herz und meinen Bücherschrank geschrieben hat. Eine unheimlich tolle, romantische Geschichte mit viel Witz, der sich auch in ihren anderen Büchern findet. Mit befreundeten Autorinnen hat sie als Jade McQueen zum Beispiel den Fynn der Diamond Guys Reihe geschrieben, der mir ebenfalls viel Spaß gemacht hat.
Ihr aktuelles Werk, Zimtzauber, ist eine wunderbare Weihnachtsgeschichte, die mir geholfen hat, richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen.


Natürlich haben wir Katrin viele Fragen zum Thema Weihnachten gestellt:

Erzähl uns etwas über Dich. Wer bist Du? Was schreibst Du? Und ganz wichtig: wie stehst Du zu Weihnachten? Bist Du bereits im Weihnachtsfieber oder bist Du eher der Typ Grinch?
Mein Name ist Katrin Koppold,beurlaubte Deutsch- und Sportlehrerin, derzeit Vollzeit-Autorin, Kinder- und Katzenmama, Leseratte, Romantikerin und ich liebe alles, was glitzert - also auch Weihnachten.
Ich finde es schade, wenn man Typ Grinch ist. Natürlich ist Weihnachten auch viel Kommerz, aber man muss diesen Kaufrausch ja nicht mitmachen.  Bei uns bekommen z.B. nur die Kinder etwas zu Weihnachten geschenkt. Dafür wird dann das Geburtstagsgeschenk etwas größer. Das macht die ganze Vorweihnachtszeit wirklich immens viel stressfreier. Und natürlich kann man sich fragen, ob das ganze Geld, das in die Illumination von Häusern gesteckt wird, nicht bei Projekten in der Dritten Welt besser angelegt wäre. Aber wenn man so denkt, dürfte man sich überhaupt nichts mehr gönnen. Oder zumindest nicht viel. Für mich ist Weihnachten eine magische Zeit, mit wunderschönen Ritualen und in der ich mir bewusst Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben nehme. Also meine Familie und meine Freunde.

Wann geht es für Dich los und was gehört alles zu Deinem perfekten Weihnachtsfest?
Für mich beginnt Weihnachten am ersten Advent mit der zugegebenermaßen immer ziemlich chaotischen Dekoration unseres Hauses. Obwohl ich mich so sehr bemühe, werde ich grundsätzlich nie fertig. Aber zumindest der Adventskranz hat bisher immer pünktlich gestanden. Außerdem gehört Plätzchenbacken für mich in der Vorweihnachtszeit dazu, Schlittschuhlaufen, Lichterspaziergänge, Weihnachtsmarktbesuche, Glühwein, Bastelsessions und Vorlesestunden am Abend. Den Kindern lese ich jedes Jahr »Merope, das Sternenkind« von Isabel Abedi vor. Das Buch ist mittlerweile ganz zerfleddert.
Unser Weihnachtsabend läuft traditionell ab. Am Vorabend wird der Baum geschmückt, oder wenn wir Weihnachten nicht zu Hause sind, auch schon mal im Advent, wir gehen in den Familiengottesdienst, anschließend gibt es Raclette und dann folgt die Bescherung. Alles sehr ruhig und entspannt. Meistens trinken mein Mann und ich ein Glas Rotwein und schlafen auf der Couch ein. 

Lieblingsfilm? Lieblingslied? Lieblingsbuch? Lieblingsgebäck?
Lieblingsfilm: Ganz klar »Tatsächlich Liebe!« Ich schmelze jedes Jahr aufs Neue dahin.
Lieblingslied: »Christmas« von John Lennon und »Fröhliche Weihnacht« von Rolf Zuckowski. Wenn das der Kinderchor an unserem Weihnachtsmarkt singt, muss ich jedes Mal ein Tränkchen verdrücken.
Lieblingsbuch: »Hilfe, die Herdmanns kommen!«, eine wunderschöne, komische, aber auch sehr rührende Geschichte zum Thema Toleranz und Anderssein.

Hast Du schon einmal mit einem Geschenk völlig daneben gelegen?
Ja, ich habe einem Freund ein Herzkissen genäht, im Dalmatinerlook, und eine riesige rote Schleife drumgebunden. Seine Worte: Oh Gott, ist das kitschig! Er hatte recht. Da er aber sowieso nicht die Art strahlender Held war, die ich in meinen Büchern vorkommen lasse, sondern eher derjenige, von denen die Heldinnen die Finger lassen sollten, habe ich diese Schmach recht schnell überwunden. 

Was war Dein schönstes/schlimmstes Weihnachtsgeschenk? 
Mit drei Jahren habe ich Fabuland-Lego zu Weihnachten geschenkt bekommen. Die Figuren, die dabei waren, hießen Doc David, Morty Maus, Charlie … Das ganze Weihnachten war magisch für mich, da es das erste ist, dass ich so richtig bewusst erlebt habe. Ich war mit meinem Vater unterwegs und als wir nach  Hause kamen, war das ganze Haus erleuchtet, es gab Geschenke. Das ist jetzt fast vierzig Jahre her, aber der Gedanke an dieses Fest löst immer noch ein ganz wohliges Gefühl in mir aus.

Das sind meine Eltern und mein Bruder. Vorne sitzt man meinen Steiff-Pekinesen Pit und sehr tragisch "Das Hagerschen" eine Puppe, die ich über alles geliebt und leider verloren habe. 
Ich trauere ihr noch heute nach und frage mich, wo sie ist. Das ist echt der einzige nicht-menschliche Verlust, der mich immer noch schmerzt.

Besorgst Du Geschenke schon früh genug oder bist Du ein Last-Minute-Käufer?
Ich besorge die Geschenke früh. In letzter Sekunde durch die Stadt zu hetzen und irgendetwas zu kaufen, nur damit man was hat, fände ich schrecklich. Und das hat für mich auch nichts mit Weihnachten zu tun. 

Was ist für Dich das Wichtigste an Weihnachten? 
Zeit mit Menschen zu verbringen, die man liebt.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wie würdest Du Weihnachten verbringen? 
Zu Hause, aber ich könnte mir vorstellen nach dem Heiligen Abend in ein superteures Wellnesshotel in den Bergen zu fahren oder in die Südsee zu fliegen. Aber das sind keine Herzenswünsche von mir. 

Hast Du selbst bereits eine Weihnachtsgeschichte geschrieben? 
Ja, eine romantische Komödie: »Zimtzauber«. Das Buch ist gerade erschienen und es erzählt die Geschichte der Buchhändlerin Elisa, die, seit sie den Schornsteinfeger aus Versehen k.o. geschlagen hat, vom Pech verfolgt wird. 

Last but not least: Erzähl uns eine Weihnachtsanekdote - ob sie Dir oder Deinen Figuren passiert ist, liegt ganz bei Dir 😉
Mir fallen ganz viele ein, und fast alle habe ich in »Zimtzauber« verarbeitet. Eine davon: Mein Sohn war immer schon unglaublich lebhaft. Am Heiligen Abend musste ich vor dem Kleinkindgottesdienst, bei dem ich mitgemacht habe, noch ein paar Sachen erledigen. Max hat im Wohnzimmer neben dem geschmückten Baum gespielt. Es hingen wunderschöne Nostalgiefiguren daran, die ich sehr geliebt habe. Fällt euch die Vergangenheitsform auf? Auf einmal gab es einen lauten Knall, gefolgt von vielen kleinen. Als ich ins Wohnzimmer kam, lag der Baum auf dem Boden. In einem Meer von Weihnachtskugelsplittern. Max wollte mich überraschen und sich als Geschenk unter den Baum setzen. Dabei ist er auf den Hebel des Weihnachtsbaumständers gekommen. Das war das einzige Mal, an das ich mich erinnern kann, bei dem ich am helllichten Tag einen Schnaps getrunken habe. 



Ihr möchtet ein Taschenbuch von Zimtzauber gewinnen, um auch so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen? In 3 Tagen ist Nikolaustag, also erzählt mir als Kommentar, was das schönste Nikolaustagsgeschenk war, das ihr je bekommen habt! 

Gewonnen hat TANJA! 

Das Gewinnspiel endet am 12. Dezember um 12 Uhr.

Teilnahmebedingungen:
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnahme ist nur volljährig (oder mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten) und mit Wohnsitz in Deutschland gestattet.
Am 12.12.2016 erfolgt die Bekanntgabe des durch Losverfahren ermittelten Gewinners hier in diesem Post.
Jeder Teilnehmer stimmt der öffentlichen Bekanntgabe seines Namens zu – sollte darüber hinaus eine Kontaktaufnahme via E-Mail erfolgen, bitte diese im Kommentar ebenfalls hinterlassen.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

[Rezension] Katrin Koppold - Zimtzauber


Klappentext:
Die Buchhändlerin Elisa ist nicht abergläubisch. Doch seit sie aus Versehen den Schornsteinfeger zu Fall gebracht hat, geht in ihrem Leben einiges schief. Nachdem ihr eine Wahrsagerin auf einer Weihnachtsparty eine tiefschwarze Aura bescheinigt und furchtbares Pech prophezeit, wird ihr klar: Sie muss den Mann aufsuchen und ihn um Verzeihung bitten.
Das ist allerdings gar nicht so einfach. Denn der Schornsteinfeger hat sich über Weihnachten in die Abgeschiedenheit der Berge zurückgezogen und ist überhaupt nicht begeistert, als Elisa auf einmal dort auftaucht und ihn mit Aufmerksamkeit überschüttet. Bis ein Unfall am Heiligen Abend die beiden unerwartet zusammenschweißt ...



Die 152 Seiten lange Weihnachtsgeschichte besticht durch viel Charme und jede Menge Humor!
Elisa Bergmann, einigen vielleicht aus Mondscheinblues bekannt, liebt Bücher und ihren Buchladen und sie ist unheimlich gutherzig. Jedoch steht die junge Frau am vierten Adventssamstag etwas unter Druck - ihre ungeliebte Chefin taucht unangemeldet auf und hängt ein Damoklesschwert über ihrem Kopf auf. Doch damit nicht genug: Eine Pechsträhne folgt, deren Situationskomik wirklich herrlich ist!
Der arme Schornsteinfeger muss so manche Eskapade erleiden, und auch Elisa selbst erträgt mehr Pech, als ein einzelner Mensch verdient hat.

Die Charaktere hat Katrin Koppold unheimlich skurril und liebevoll gezeichnet. Vor allem Elke, die Kollegin aus dem Buchhandel, sticht da hervor. Elisa selbst beweist viel Durchhaltevermögen, das sie angesichts der derben Pechsträhne allerdings auch braucht. Der Schornsteinfeger tat mir persönlich wirklich leid - umso mehr, als ich von seinem Hintergrund erfuhr!

Zimtzauber ist eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte mit Humor und Herz, die mich direkt in Weihnachtsstimmung versetzt hat!