Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


Mittwoch, 28. Januar 2015

[Rezension] Mella Dumont - Himbeermond


In dem 351 Seiten langen Debütroman von Mella Dumont steht die 19-jährige Lina Bell in den Mittelpunkt, die ihr Psychologiestudium in Trier beginnt und dort auf einmal Fähigkeiten entwickelt, die sie verwirren und überfordern. Sie begreift, dass sie als Empathin in der Lage ist, die Emotionen anderer Menschen wahrzunehmen - doch das bedeutet noch lange nicht, dass sie in der Lage ist, ihre eigenen Gefühle einzuordnen! Denn zu allem Überfluss bringt ihr Mitstudent Leo die Schmetterlinge in ihrem Bauch zum Flattern, und er ist nicht so leicht zu durchschauen wie andere Personen. Und er hat ein Geheimnis...

Himbeermond ist für mich eines der Jahreshighlights 2014 gewesen, das mich bei einem neuerlichen Lesen in diesem Jahr immer noch mit Nuancen überrascht hat, die ich beim ersten Lesen nicht wahrgenommen hatte. Mella Dumont hat sich eine tolle Art von Magie ausgedacht, die in ihren Facetten sehr gut durchdacht ist und zudem viel Recherche erkennen lässt. (Wer das Buch noch nicht kennt, wird spätestens nach dem Lesen verstehen, was ich damit meine!)

Die Charaktere sind vielschichtig und sehr menschlich, sodass man als Leser wunderbar mit Lina mitlachen, aber auch mitlernen und mitfiebern kann. Mella Dumont schreibt sehr interessant und anschaulich, ich habe mir Trier sehr gut vorstellen können und werde sicherlich auch irgendwann einmal dorthin fahren und es besichtigen. Vielleicht lässt sich ja eine Art "Himbeermond-Sightseeing-Tour" aus dem Roman ablesen.

In jedem Fall hat mich Himbeermond wirklich überzeugt! Die Geschichte hat mich inspiriert und fasziniert und ich bin sehr froh, bald auch den Folgeband lesen zu können. Für Mella Dumonts Werk gibt es daher verdiente fünf von fünf Punkten!

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