Eingetaucht den Federkiel
In der schwarzen Tinte Tiefe..
Schaben auf dem Pergament,
Wenn der Worte Schweife tanzen..
Danke, dass dein Blicke fiel
Aufs Zusammenspiel der ganzen!


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Freitag, 24. August 2018

[Rezension] Andreas Dutter - Goddess 1: Ein Diadem aus Reue und Glut



Tja. Da habe ich mich so sehr auf dieses Buch gefreut, und dann hat es mich richtig enttäuscht. Aber nicht nur das Buch: Auch Impress als Verlag.

Es ist eine Geschichte, wie wir schon viele kennen, und im Normalfall liebe ich diese Art der Handlung: Ein Talent wird entdeckt, ein Superheld (in diesem Fall: Halbgott) geboren, und das Ringen von David gegen Goliath beginnt.
Im vorliegenden Fall habe ich aber den Eindruck, dass Andreas Dutter entweder zuviel wollte, oder aber schlecht beraten wurde. Doch der Reihe nach.

Die Geschichte hat eine tolle Grundidee und auch interessante Figuren. Gerade die mythologischen Aspekte finde ich spannend, und auf die hatte ich mich sehr gefreut. ABER immer wieder wirkt der Schreibstil seltsam. 
Dinge, die in der Zwischenzeit passiert sein müssten, um das Handeln eines Charakters zu erklären, werden im Nebensatz beiläufig erwähnt (Beispielsweise "...nachdem ich vorhin eine Passantin gefragt habe, weiß ich, wo wir hinmüssen." Diese Art der nicht-geführten Gespräche, von denen es mehrere gibt, wird nie ausformuliert und kommt sehr willkürlich daher). Für mich ist so etwas unfertig. Es scheint, als sei da der Rat gegeben worden: "Hey, da fehlt noch etwas", und mit heißer Nadel eine Erklärung eingebracht worden.
Als Leserin möchte ich beim Charakter bleiben und lasse mich emotional auf ihn und ebenso auf Zeitsprünge ein. Wenn dann aber jene Sprünge immer mit wichtigen Informationen im Nachhinein aufwarten, dann stört mich das im Lesefluss sehr und ärgert mich richtig.
In meinen Augen hätte das ein Lektor bemerken und anmerken müssen.

Ebenso - und das nehme ich Impress wirklich übel - strotzt das Buch vor Fehlern in der Rechtschreibung. Ich habe nicht danach gesucht und nach 12 aufgehört, zu zählen. Und wenn die Göttin "Pele" auf einmal "Pelle" heißt, hätte das auffallen müssen!!

Darüber hinaus hat mich gestört, dass manche Charaktere im Verlauf des Buchs ihre Sprache geändert haben. Ich hatte den Eindruck, dass nach und nach alle jugendlichen Charaktere in eine Art Gossen-Jugendsprache abgerutscht sind - auch jene, zu denen es nicht passte. Das fand ich wirklich schade, denn Charaktere leben durch ihre Sprache, durch Sprechweisen und Sprachmuster.

In dem Buch steckt viel drin: Mythologie, Selbstfindung, Road-Trip und Liebesgeschichte, aber nichts davon hat mich letztlich ganz überzeugen können. Vielleicht ist es ein wichtiges Element des Road-Trips, dass sich Ereignisse überschlagen, aber wenn sie das wieder und wieder und wieder tun, gibt es kein ruhiges Tempo für die nötige Entwicklung der anderen Handlungsstränge. Das hat mich ehrlich enttäuscht.

Bei diesem Buch bin ich innerlich zwiegespalten. Ich will wissen, wie es weitergeht, aber ich glaube nicht, dass ich den nächsten Teil kaufen werde. Denn - so Leid es mir tut - ich finde es schade um mein Geld für diesen Band. Wenn ich ein eBook kaufe, möchte ich außerdem nicht die letzten 11,5% des Buches nur mit Werbung für andere eBooks zugeschüttet werden. Schon bei realen Büchern finde ich 10 Seiten Werbung am Ende schwierig. Hier sind laut Amazon 315 Seiten insgesamt vorliegend, davon 11% sind aufgerundet 35 Seiten Werbung. 35!! 



Ich glaube, dass Andreas Dutter mit seinen Ideen und seinem Humor ein wirklich großartiges Buch hätte schaffen können. Seinen Danksagungen nach klingt er auch nach einem sehr sympathischen Menschen, der genau das wollte. Schade, dass es so unausgereift veröffentlicht wurde!




Mittwoch, 2. Mai 2018

[Rezension] Jonathan Stroud - Lockwood und CO 3: Die Raunende Maske


Achtung: Dritter Band einer Reihe! Spoileralarm!


Nachdem Lucy, Lockwood und George schon so manchem Übernatürlichen den Garaus gemacht haben, gibt es nun die bislang größte Heimsuchung Londons. Viele Agenturen sind damit beschäftigt, sie irgendwie einzudämmen, doch ausgerechnet Lockwood und Co soll nicht mitmachen dürfen!

Darüber hinaus gibt es für Lucy noch ganz andere Dinge, die ihr das Leben schwer machen. Und ich spreche ausnahmsweise mal nicht von dem nervtötenden Schädel...

Der Klappentext der gebundenen Ausgabe gibt einen guten Einblick in die Stimmung:
Lockwood drehte sich zu mir um. 
Der übernatürliche Orkan verdoppelte sein Wüten. Holzsplitter, Erdklumpen - alles flog uns um die Ohren. Der Fußboden riss auf und bog sich in die Höhe, als sei eine unsichtbare Faust darauf niedergefahren. 
Ich verlor das Gleichgewicht und stolperte, worauf der Boden unter mir wegkippte und ich fiel ... 
Aber ich kam nicht weit, denn ein unsanfter Ruck riss mich zurück. Mein Rucksack war an einer geborstenen Diele hängen geblieben. Lockwood stieß einen Schrei aus und wollte mich festhalten. Da erfasste der Sturm auch ihn und trug ihn fort. Hinter mir ertönte ein reißendes Geräusch, die Rucksackträger gaben nach, und auch ich flog quer durch das Foyer. 
Stimmen riefen meinen Namen. Sie zerrten mich vom Leben weg, von allem, was ich liebte. Dann stürzte ich in die Dunkelheit ... 

Jonathan Stroud zählt zu meinen Lieblingsautoren, das wisst ihr ja inzwischen. Aber hier macht er sich selbst wirklich alle Ehre! Nicht nur, dass die Bilder vorm inneren Auge lebendiger sind denn je, er hat es auch geschafft, dass ich beim Lesen mehrfach den Atem angehalten, laut gelacht oder gar ein Tränchen vergossen habe. Chapeau, Mr. Stroud!

Inhaltlich will ich nicht mehr vorwegnehmen, als ich es schon getan habe. Die Raunende Maske ist schlichtweg ein großartiges Lesevergnügen - und ihr solltet Band 4 in greifbarer Nähe haben!



Mittwoch, 21. Februar 2018

[Rezension] Kai Meyer - Asche und Phönix


Achtung: Spoileralarm!

Ich bin relativ sicher, dass das 460 Seiten lange Buch unter dem Genre "Jugendbuch" erschienen ist, aber Asche und Phönix enthält sehr heftige Szenen, die ich persönlich frühestens ab 16 einstufen würde.

Der Klappentext klingt, als ginge es lediglich um ein Mädchen und einen Filmstar, die untertauchen und versuchen, vor jemandem zu fliehen. Dass es sich aber um Urban Fantasy handelt, die fast wie bei Lovecraft eine Realität hinter der Realität enthält, darauf hat mich nichts vorbereitet.

Der Roadtrip von Ash und Parker startet in London, doch man merkt als Leser die detailverliebte Recherche der anderen Spielorte deutlich. Das Buch ist wie ein Film aufgebaut, inklusive Vor- und Abspann. Immer wieder durchbrechen unheimliche Dinge die scheinbar so klare Realität, Ash und Parker müssen sich mit Mächten auseinandersetzen, von deren Existenz sie nichts erahnt haben.

Gut gefallen hat mir, dass es immer wieder Sichtwechsel gab, und zwar nicht nur Wechsel zwischen Parkers und Ashs Sicht, sondern dass auch das Wesen im Fokus stand. Die kursiv geschriebenen Kapitel, die der auktoriale Erzähler aus seiner Sicht darstellt, sind zugleich auch die gewalttätigsten. Da ich ein sehr bildhaftes Vorstellungsvermögen habe, gingen mir diese Kapitel näher als andere, und zwar nicht auf positive Art und Weise - womit wir im Grunde bei einem Manko des Buches sind. Wenn ich einen Thriller lese, weiß ich vorher, woran ich bin, und kann mich darauf einlassen. Auch, wenn ich Lovecraft lese, weiß ich das. Und hier hätte ich es gerne gewusst.
Zudem wirkt die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten zunächst etwas aufgesetzt, hier hätte ich mir mehr Zeit für die zwischenmenschlichen Entwicklungen gewünscht.

Alles in allem ist Asche und Phönix ein gutes Buch, Fantasy und Roadtrip in einem Genremix passen gut zusammen. Es ist allerdings kein Buch für schwache Nerven! Vier von fünf Schnörkeln gibt's von mir für die Geschichte der beiden.




Donnerstag, 18. Januar 2018

[Rezension] Amie Kaufman, Megan Spooner - These Broken Stars 1: Lilac und Tarver

Die Bildrechte liegen beim Carlsen-Verlag

These Broken Stars.
Lilac und Tarver.
Ich musste dieses Buch damals unbedingt bei Erscheinen haben, habe es aber in den Schrank gestellt, statt es zu lesen. Das hat sich jetzt zum Glück geändert, da Ruby und ich entschieden haben, es gemeinsam zu lesen.

Zunächst erinnert die Geschichte ein wenig an den Untergang der Titanic. Auch hier begegnen sich zwei junge Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten, und das Luftschiff Icarus aus der Science-Fiction-Geschichte ist nicht so sicher, wie gedacht.
Der bodenständige Kriegsheld Tarver Merendsen nimmt sich im Durcheinander der reichen und bornierten Erbin Lilac LaRoux an, und gemeinsam stranden sie auf einem nahegelegenen Planeten und müssen sich auf die Suche nach Hilfe machen.

Die Robinsonade der beiden liebevoll gestalteten Charaktere gestaltet sich als schwieriger als gedacht, da sowohl dem Major als auch Lilac LaRoux ziemliche Sturköpfe sind, die sich erst einmal zusammenraufen müssen.
Ob und wenn ja, wie die beiden das schaffen, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Insgesamt gibt es so manchen Twist, der mir das Lesen zum Fest gemacht hat!
Megaspannend ist der Aufbau, der sofort beim Lesen deutlich wird: Ein Stück der Geschichte wird von einem der beiden Charaktere erzählt, dann folgt ein kurzer Ausschnitt einer Befragung Tarvers.
Es ist unheimlich spannend, diesen Wechsel zu erleben und viele, viele Fragezeichen beim Lesen zu haben, die - und das ist wichtig - auch zufriedenstellend beantwortet werden.

Kurz und knapp: ich liebe dieses stimmig erzählte Buch, die beiden Protagonisten und das Erzählgewebe, das die beiden Autorinnen hier spinnen. Dafür gibt es volle fünf von fünf Gedankenschnörkel!


Mittwoch, 3. Januar 2018

[Rezension] Kathryn Lasky - Die Spur der Donnerhufe 1: Flammenschlucht


Das im Ravensburger Buchverlag erschienene Pferdebuch nimmt am Programm antolin teil.
Es hat keine klare Altersempfehlung, aber ich würde es wohl erst ab neun Jahren empfehlen, auch wenn ich weiß, dass eine Siebenjährige aus meinem Bekanntenkreis es liebt.

Kathryn Lasky schreibt aus Sicht der Pferde als auktoriale Erzählerin die Geschichte, wie Pferde in die neue Welt, also nach Amerika, kamen. Das Fohlen Estrella verfolgt die Spuren der Ahnen, da es als feinfühliges Stutfohlen immer wieder Visionen von einem winzigen Pferdchen und dem süßen Gras hat.
Es ist aber keine "Kuschelgeschichte" in dem Sinne, denn die Pferde werden zu Beginn des Abenteuers von Bord geworfen, und müssen um ihr Leben bangen. Und nicht jedes Tier, was am Anfang dabei ist, überlebt auch bis zum Ende dieses Buches. Es gibt eine Szene, die ich persönlich sehr grausam fand, die ich jetzt allerdings auch nicht spoilern möchte.

Das Buch handelt davon, seinen Weg zu finden und ihm zu folgen, und es bringt dem Leser auch die Geschichte ein wenig näher, denn spätestens in der Anmerkung der Autorin (S. 248-252) wird über die geschichtlichen Hintergründe aufgeklärt.

Ich fand den Reihenauftakt sehr spannend erzählt und wurde emotional berührt von den Widrigkeiten, die sich Estrella und anderen in den Weg stellen.
Schade finde ich, dass wieder einmal das Coverpferd nicht dem entspricht, wie die Leitstute beschrieben wird. Sie besitzt weiße statt schwarzer Socken. Solche Dinge stören mich als visuellen Menschen sehr. Auch hätte man den Titel "The Escape - Die Flucht" viel besser übernehmen können, statt die Flammenschlucht in den Fokus zu rücken. In der Tat spielt hier nämlich der geringste Teil des Buches. Schade, Ravensburger, da habt ihr den reißerischen Titel gewählt und Qualität verpasst!



Samstag, 25. März 2017

[Rezension] Sophie Jordan - Infernale 2: Rhapsodie in schwarz

Bildergebnis für rhapsodie in schwarz

Achtung: Teil 2 einer Dilogie! Spoileralarm!

Die 382 Seiten lange Rhapsodie in schwarz von Sophie Jordan setzt da an, wo Infernale aufhörte: Sean, Gil, Sabine und unsere Hauptfigur Davy sind in einem Bunker kurz vor der mexikanischen Grenze angekommen.
Entgegen der ersten Euphorie, entkommen zu sein, quält sich Davy ziemlich mit der Tatsache herum, dass sie einen Mann erschossen hat. Doch sie muss sich auf die Flucht über den Fluss vorbereiten...
Und dann begegnet sie einer Widerstandsgruppe rund um den charismatischen Caden - ob es wieder Hoffnung für sie geben kann, in ihr altes Leben zurück zu kehren und zu der zu werden, die sie vor der Tat war?

Ich kann nachvollziehen, dass ihre Tat Davy wie ein Geist verfolgt. Doch es gab viele Momente, wo ich die junge Frau am liebsten geschüttelt hätte, weil sie versucht, alle auf Abstand zu halten.

Ohne zuviel verraten zu wollen: Sophie Jordan schreibt wieder sehr anschaulich und führt interessante neue Nebencharaktere ein. Auch der bleibende Wechsel zwischen Davys Gedanken und einer jedem Kapitel vorangestellten Information von "außerhalb" macht das Buch spannend, da der Leser so mitbekommt, wie es im Amerika des Jahres 2022 weiter geht.

Ein spannendes Jugendbuch, das aber Fans von Sean enttäuschen könnte.


Sonntag, 19. Februar 2017

[Rezension] Kiera Cass - Selection



Viele von euch kennen ja bestimmt die TV-Sendung "Der Bachelor". Für Selection hat Kiera Cass sich eine dystopische Zukunftswelt ausgedacht, in der ein ähnliches Prinzip greift.

Prinz Maxon soll einmal die Krone von Illeá übernehmen, und dafür braucht er eine Frau. Die Gesellschaft von Illeá ist in Kasten von 1 bis 8 eingeteilt -je niedriger die Zahl, desto höher Einkommen und Ansehen. Junge Frauen aus den Kasten ab fünf aufwärts dürfen sich darum bewerben, beim Auswahlverfahren mitmachen zu dürfen.
America, eine schöne Siebzehnjährige aus Kaste Fünf, ist mit Leib und Seele Musikerin. Das Essen wird immer mal wieder knapp - soll sie sich entgegen ihrer eigenen Gefühle bewerben? Jede Teilnehmerin erhält Geld für ihre Familie...

Das Buch wird aus der Perspektive von America erzählt, die im Palast einen Kulturschock erlebt. Ihre sture und impulsive Art haben mir sehr imponiert, und ich mag den Prinzen unheimlich gerne! Die Mitbewerberinnen sind zum Teil regelrechte Schreckschrauben, aber es gibt auch wundervolle Mädchen, die America (und mir als Leserin) ans Herz wachsen.

Nachdem Stephanie und ich das Buch zusammen weggesuchtet hatten, mussten wir unbedingt Band 2 hinterher schieben - ihr seht also, Kiera Cass schreibt großartig und die Palastwelt zog mich total in ihren Bann! Wer anfangs merkt, dass dieser Sogzustand beim Lesen einsetzt, sollte sich vielleicht möglichst schnell Band 2 besorgen.

Für Schreibstil, Gefühl und Weltenaufbau gebe ich jedenfalls volle fünf von fünf Gedankenschnörkeln!


Sonntag, 18. Dezember 2016

[Rezension] Petra Lahnstein - Hauptsache Tanzen!


Das 220 Seiten lange Jugendbuch "Hauptsache Tanzen!" handelt von der vierzehnjährigen Sophie und ihrem sechzehnjährigen Bruder Lars. Beide tanzen und werden als die nächsten hessischen Meister der Junioren gehandelt - Tanzen ist Sophies Leben! Doch dann hat Lars einen Unfall, und auch Sophies Leben ändert sich von jetzt auf gleich. Der Umzug zu ihrer Oma in ein Dorf, wo es nur eine Gardetanzgruppe gibt, macht Sophie ziemlich fertig. Denn diese "Hupfdohlen" sind höchstens dafür gut, dass es dort auch ein paar tanzende Jungs gibt. Und vielleicht ist ja einer davon gut genug, ihr neuer Tanzpartner zu werden?

Am Anfang ging mir Sophie mit ihrer egoistischen Art total auf die Nerven! Alles dreht sich nur ums Tanzen, und natürlich auch um sie selbst. Vielleicht können sich hier Vierzehnjährige besser identifizieren als ich, mit ziemlicher Sicherheit sogar! Und zum Glück bleibt das negative Gefühl der Protagonistin gegenüber auch nicht so.
Vor allem Lars, ihren Bruder, finde ich total gut. Er ist ein sehr weiser Jugendlicher, der sich mit seiner Lage irgendwie arrangiert und dennoch nicht aufhört, darum zu kämpfen, seine Gesundheit zu verbessern.

Die Autorin, Petra Lahnstein, muss sehr gute Einblicke in die Tanzszene haben, da sie sowohl über die Kostümierung, als auch über die Trainingsbedingungen und Turnierhallen genau Bescheid zu wissen scheint. Man lernt als Leser also auch darüber viel dazu. Vor allem Freundschaft und Sozialverhalten sind die wichtigsten Themen neben dem Tanzen. Sophies Entwicklung finde ich super, aber auch die ihrer Familie, denn im Grunde entwickelt sich jedes Familienmitglied weiter.
Auch habe ich mich gefreut, dass die Scherenschnitte auf dem Cover später noch im Buch auftauchen, denn das Cover gefällt mir persönlich wirklich gut.
Leider gibt es ein paar Abzüge in der B-Note: mich persönlich stören Kommafehler sehr, und vor allem, wenn der Name einer Person falsch eingesetzt ist, weil die Person in einer Szene gar nicht vorkommt. Außerdem hat es mich anfangs echt Überwindung gekostet, weiterzulesen, weil mir Sophie so auf den Keks ging.
Daher nur vier von fünf Schnörkeln für ein gutes Jugendbuch mit einer tollen Message, für die sich das Dranbleiben lohnt!



Sonntag, 4. Dezember 2016

[Rezension] Valérie Zenatti - Leihst du mir deinen Blick?


Die siebzehnjährige Tal lebt im jüdischen Teil Jerusalems und der Frieden zwischen Palästinensern und Israelis beschäftigt ihre Familie schon lange. Als sich ein Anschlag in ihrer Nachbarschaft ereignet, entscheidet sie sich dafür, Kontakt zu diesen fremden Wesen aufzunehmen. Sie möchte eine Brieffreundschaft mit einem palästinensischen Mädchen aufnehmen, um herauszufinden, ob "die Anderen" wirklich so anders sind. "Leihst du mir deinen Blick" ist die Frage, die sie dem unbekannten Finder vom Grunde ihres Herzens stellen möchte.
Und dann antwortet kein Mädchen, sondern ein zwanzigjähriger Typ namens "Gazaman", der sie provoziert und jede Menge Ironie und Sarkasmus an den Tag legt...

Dieses Buch hat meinen Blick zumindest geschärft für die Problematik innerhalb des Gazastreifens - der Alltag der jungen Menschen dort und in Jerusalem war mir nicht klar, ist mir jetzt aber deutlicher.
Tal mit ihrer naiven Hoffnung war mir sehr nahe, und auch in ihrer Entwicklung konnte ich mit ihr mitfühlen. Aber auch der "Gazaman", über den ich hier noch nichts verraten möchte, gefällt mir gut und wird immer sympathischer.

Leihst du mir deinen Blick ist ein Jugendbuch und zugleich Briefroman, wunderbar geschrieben und informativ! Ich denke, die Geschichte wird noch lange nachhallen.


Sonntag, 4. September 2016

[Rezension] Amanda Hocking - WaterSong 1: Sternenlied


Sternenlied ist der erste Band der WaterSong Reihe von Amanda Hocking. Das Cover der gebundenen Aufgabe mit Schutzumschlag ist toll aufgemacht. Leider konnte ich die im Wasser aufleuchtenden Sonnenstrahlen bei Bewegung des Buches nicht abfotografieren, aber auch ohne sie hat das Sternenlied-Bild Charme. Die schwimmende junge Frau im Vordergrund in unschuldigem Weiß, inmitten dieses schönen blauen Wassers, und darüber eine kleine Insel - das stimmt wunderbar auf das Buch ein. 
Nimmt man den Schutzumschlag ab, entdeckt man ein Poster, auf dem unser Covergirl und ein dunkelhaariger junger Mann aufeinander zu schwimmen.

Sternenlied spielt auf Capri, und im Mittelpunkt steht Gemma. Die Schwimmerin liebt das Wasser, trainiert auch nahezu jeden Tag, und abends geht sie in einer steinigen Bucht schwimmen, um eins mit dem Wasser zu sein. Ihre große Schwester Harper ist etwas zu fürsorglich, und es scheint auch im Bereich des Möglichen zu liegen, dass Gemmas Schwarm sich für sie zu interessieren beginnt. Es könnte also alles wunderbar sein, währen da nicht "diese Mädchen"... 
Denn Lexi, Thea und Penn beobachten Gemma regelmäßig und scheinen ihre eigenen Pläne mit ihr zu haben...

Mir gefiel Sternenlied sehr gut, es ist eine tolle Geschichte mit einem sehr interessanten Sirenenbild und der griechischen Mythologie als Grundlage. Auch Gemmas Familienkonstellation ist spannend, und ich mag Harper wirklich gerne. Da mir aber im Vergleich zur Tochter der Tryll von Amanda Hocking der Lese-Suchtfaktor fehlte, vergebe ich nur vier von fünf Gedankenschnörkeln.


Dienstag, 30. August 2016

[Rezension] Lisa McMann - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast 1: Wake




Wake (erwachen) heißt der erste Band der Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast Trilogie von Lisa McMann. Janie Hannagan ist acht, als es ihr das erste Mal passiert: Sie wird in einen fremden Traum gezogen, mitten am Tag. Das Mädchen hat niemanden, mit dem sie darüber reden kann, denn ihre Mutter liebt den Alkohol mehr als sie, und viele Freunde hat sie auch nicht. Mit 16 besteht das Problem nach wie vor, und es wird alles noch schlimmer...

Die 219 Seiten lange Geschichte ist anfangs im Berichtstil gehalten, nach und nach werden aber mehr Adjektive verwendet. Doch Datum und Zeitangabe künden weiterhin Abschnittswechsel an. Ab und zu ist eine Art Kapitelüberschrift eingepflegt.
Es ist ein sehr eigenwilliger Stil, an den ich mich zunächst gewöhnen musste. Aber ich habe mich darauf eingelassen und wurde nicht enttäuscht: Janies Geschichte zog mich hinein, sodass ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter ging. Ich habe nicht mitgezählt, wie oft die Tränen zu fließen begannen, aber ihr seht schon daran, dass es trotz seiner Kürze ein wirklich ergreifendes Buch ist.

Wake lässt uns hinterfragen, wie wir mit Mitmenschen umgehen wollen, es lässt uns unsere Art zu träumen überdenken. Das Buch ist vom Grundtenor her traurig und düster. Und trotzdem bleibt für mich vor allem Bewunderung für dieses Mädchen, das so hart arbeitet, um den eigenen Weg zu gehen.


Dienstag, 23. August 2016

[Rezension] Ally Carter - Gallagher Girls 6: Spione fürs Leben


Achtung: 6. Band einer Reihe! Spoileralarm!!!

In Spione fürs Leben sind unsere liebgewonnene Protagonistin und ihre Freunde in der Abschlussklasse angekommen. Doch statt sich rein darauf zu fokussieren, wohin es sie nach der Schule ziehen wird (Cammie sieht sich zum Beispiel die University of Oxford näher an), müssen sich die Girls weiterhin um den Cavan-Zirkel kümmern. Denn dessen Plan stellt eine immense Bedrohung für die Sicherheit der ganzen Welt dar...

Wo in den anderen Bänden Macey und Bex neben Cammie im Vordergrund standen, rückt zum Abschluss der Reihe Liz mehr in den Blickpunkt der Leser. Die Freundinnen brauchen ihre Intelligenz, um hinter die Pläne des Zirkels zu kommen.
Da ich, wie schon in den anderen Rezensionen, nicht spoilern möchte, gebe ich hier einfach einige Leseeindrücke wieder: 
Ich habe mich sehr gefreut, dass sich weitere offene Bänder zu einem Gesamtgefüge geknotet haben! Ally Carter hat es geschafft, die Reihe "rund" zu machen, was bei weitem nicht jedem gelingt. Nicht nur durch das Verweben der Fäden, sondern auch durch die Geschehnisse in diesem letzten Band und das Ende. 
Die Figuren sind immer noch total toll, und ihre Beweggründe sind nachvollziehbar. Schön finde ich, dass man nicht nur einen Einblick in die Protagonisten bekommt, wie bisher, sondern dass auch der Zirkel und dessen Mitglieder etwas näher beleuchtet werden.

Ich denke, es spricht für sich, dass ich die 308 Seiten an einem Tag verschlungen habe, obwohl ich heute Vormittag viel zu tun hatte! Die Gallagher Girls mag ich sehr gerne, und werde sie wohl in Zukunft sowohl Mädchen ab 12 weiterempfehlen (so alt sind die Girls, wenn sie aufgenommen werden), als auch den junggebliebenen Lesern, die Jugendbücher für Mädchen mögen.

 

Samstag, 13. August 2016

[Rezension] Ally Carter - Gallagher Girls 4: Mit Spionen spielt man nicht


Achtung: Band 4 einer Reihe! Spoileralarm!!!

Der 281 Seiten lange vierte Band der Gallagher Girls, Mit Spionen spielt man nicht, hat mich wirklich begeistert! Ich habe den Eindruck, dass die Reihe von Band zu Band besser wird - aber mehr als die Höchstnote kann ich ja schlecht vergeben!

Im letzten Band gab es den Entführungsversuch und die Mädchen haben von dem Cavan-Zirkel erfahren. Jetzt taucht Mr. Solomon, Cammies hochverehrter GehOp Lehrer, auf einmal in London auf und verhält sich völlig untypisch. Ist Joe Solomon wirklich ein Doppelagent? Was genau will der Cavan-Zirkel so dringend von Cammie? Und wo steckt überhaupt ihre Mutter?
Die Schülerin weiß nicht mehr, wem sie vertrauen soll - wobei sie das bei Zach Goode noch nie so genau wusste, und natürlich taucht auch er wieder auf...

An diesem Band hat mir besonders gut gefallen, dass er ein Bindeglied zwischen Cammies Vergangenheit und ihrer Zukunft darstellt, da einige offene Fragen über ihren Vater endlich beantwortet werden! Aber sie muss sich auch entscheiden, wie sie mit diesen Antworten für sich selbst umgehen will.

Es ist ein actiongeladener, spannungsreicher Roman, der mir wirklich gut gefallen hat! Allerdings endet er mit einem derartigen Cliffhanger, dass Fans der Reihe sich am besten direkt Band 5, Spione lieben gefährlich, besorgen.



Sonntag, 7. August 2016

[Rezension] Mandy Hubbard - Der Kuss der Sirene


Das 276 Seiten lange Der Kuss der Sirene war das erste Werk, das ich von Mandy Hubbard gelesen habe. Ihre Vorstellung von Sirenen finde ich sehr interessant, denn die fast 18jährige Lexi muss des Nachts nicht schlafen, sondern schwimmen. Dann verändert sich ihre Haut und schimmert im Mondlicht. Seit dem Tod ihres besten Freundes hat sie sich total zurückgezogen - doch nun versucht ihr Mitschüler Cole, sie aus ihrem selbstgewählten Exil zu befreien...

Für mich ist Lexis Charakter sehr interessant, aber zwischendurch ging sie mir in ihrer Selbstgeißelung sehr auf die Nerven. Zudem hat mir Mandy Hubbard einen Tick zuviel Äußerlichkeiten in ihre Beschreibungen hinein gebracht.  Zunächst gefiel mir dieser Stil sehr gut, doch irgendwann war es mir über. Wenn Lexi in der Mensa ist, interessiert mich wenig, welche Kleidung ihre Mitschüler tragen, oder wie genau das platinblonde Haar ihrer ehemaligen besten Freundin fällt.

Insgesamt hatte ich viel Spaß mit dem Buch, und es ist auch etwas besser als nur Durchschnitt, aufgrund der interessanten Ideen. Jedoch kann ich leider nicht mehr als 3,5 von 5 Schnörkeln vergeben.


[Rezension] PC Cast / Kristin Cast - House of Night 11: Entfesselt


Achtung: 11. Band einer Reihe! Spoileralarm!

Entfesselt beginnt mit dem Rummel auf dem Campus des House of Night: Die Nacht der offenen Tür, für die Zoey und ihre Freundinnen schon am Ende des zehnten Bandes Vorkehrungen getroffen hatten. Thanatos findet es sehr wichtig, sich um das Ansehen des House of Night Tulsa zu kümmern.

Leider passieren weitere Dinge, die der Schule und speziell Zoeys Zirkel schaden, denn Neferet ist nicht so einfach zu besiegen, wie gedacht...

Insgesamt fand ich Band 11 bislang den schwächsten der Reihe, auch wenn einige wichtige Dinge positiv hervorzuheben sind: Die Charakterentwicklung von Aphrodite und Zoey macht einen Sprung, ebenso erfährt der Leser sehr viel Hintergrundinformationen zu Neferet. Wer also immer wissen wollte, wie Neferet zu dem wurde, was sie ist, der sollte auf jeden Fall auch Band 11 lesen! Auch die alte Magie spielt eine wichtige Rolle, mehr möchte ich dazu jedoch nicht sagen.

Allerdings hatte der Roman auch seine Längen und erschien mir mehr wie ein Füllband, um auf den Showdown im letzten Band der Reihe vorzubereiten. Die Probleme zwischen Stark und Aurox gingen mir an manchen Stellen auf die Nerven, und auch das Mädchen-Gezicke war nicht immer einfach auszuhalten. Möglicherweise hatte ich aber auch einfach die falsche Stimmung beim Lesen.

Wie dem auch sei: interessante Wendungen, gepaart mit Längen, ergeben die immer noch gute Wertung von vier Schnörkeln!

[Rezension] Ally Carter - Gallagher Girls 3: Auch Spione brauchen Glück


Achtung: Band 3 einer Reihe! Spoileralarm!!!

Auch Spione brauchen Glück klingt erst einmal nach einem Liebesroman, doch näher beleuchtet geht es erst einmal darum, dass man das gewisse Quäntchen Glück braucht, um zum Beispiel einem Angriff zu entgehen. Denn Cammie begleitet Macey in Boston auf eine Wahlveranstaltung, wo sich ein Entführungsversuch ereignet...

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil es total spannend war! Die Entwicklung der Mädchen geht weiter, vor allem Macey und Cammie stehen im Fokus, aber auch Liz und Bex lassen mehr Emotionen durchscheinen.
Auch Zach spielt wieder eine größere Rolle, und es war richtig spaßig und spannend, in welche Verwicklungen er Cammie erneut stürzt.
Toll war auch ein neuer Nebenchrakter, der ein neues Licht auf Cammies Familie und die Schule wirft.

Zum Glück ist Band 4 schon auf dem Weg zu mir, denn ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht! Volle Punktzahl für das verrückteste Mädcheninternat, über das ich bislang lesen durfte!


 

Mittwoch, 3. August 2016

[Rezension] Jay Asher, Carolyn Mackler - Wir beide, irgendwann



Vorweg: Ich fand Jay Ashers Tote Mädchen lügen nicht einfach großartig!
Als ich dann mitbekam, dass es einen neuen Roman gibt, an dem er mitgewirkt hat, wollte ich ihn unbedingt haben. Und es hat sich gelohnt!

Wir beide, irgendwann ist 394 Seiten lang und spielt von Sonntag bis Freitag im Jahre 1996, aber trotz oder gerade wegen dieser kurzen Zeitspanne ist das Buch ein total intensives Leseerlebnis.
Die blau gedruckte Einstimmung in das Buch ließ mich darüber nachdenken, was ich 1996 getan habe, und wie ich damals mit dem Thema Computer und Internet umging:

Im Jahr 1996
hatte weniger als die Hälfte aller amerikanischen Highschoolschüler schon mal das Internet benutzt.

Facebook
wurde erst ein paar Jahre später erfunden.

Emma & Josh
waren dabei, sich in ihre Zukunft einzuloggen.

Diese paar Zeilen beschreiben gut, was im Buch passiert: Die beiden Teenager, die in abwechselnden Kapiteln von ihren Erlebnissen und ihren Gedanken berichten, stoßen über Emmas neuen Computer auf Facebook und auf eine Wirklichkeit, die 15 Jahre entfernt in ihrer eigenen Zukunft liegt.
Während Josh mit seiner Zukunft zufrieden ist, stellt Emma fest, dass sie unglücklich sein wird - und beschließt, etwas daran zu ändern...

Das Autorenteam hat einen sehr guten gemeinsamen Stil gefunden, weil ich partout nicht sagen könnte, welche Passagen von Asher und welche von Mackler geschrieben worden sind. Die Jugendlichen fühlen sich für mich unheimlich stimmig an, und sie handeln allesamt sehr nachvollziehbar - auch die Nebencharaktere!
Emma und Josh haben eine gemeinsame Vergangenheit, die in dem Buch aufgearbeitet wird, aber wie sie über ihre Zukunft denken und daher ihre Gegenwart beeinflussen, ist schon total gut durchdacht und beschrieben.
So fasst Emma zum Beispiel einen Entschluss, aktualisiert Facebook - und ihre Zukunft hat sich verändert.

Die Emotionen der beiden Teenager haben mich auch dann begleitet, wenn ich das Buch gerade nicht gelesen habe. Ich habe immer wieder hinterfragt, wie ich wohl handeln würde. Was ich tun würde. Und als ich das Buch kaufte, fragte ich mich auch, ob es für mich und meinen besten Freund einmal eine gemeinsame Zukunft geben könnte...

Die Facebook-Stellen sind immer farblich und von der Formatierung her abgehoben, Likes und Uhrzeiten stehen drunter. Ein insgesamt sehr stimmig gestaltetes Buch. Auch das Cover nimmt diese Gestaltung auf, und dass das küssende Pärchen ausgerechnet in der letzten Reihe steht, die Facebook-Blau ist, fand ich besonders passend. Wer auch immer sich die grafische Darstellung überlegt hat, hat richtig gut die Stimmung des Buches getroffen!

Wer Bücher mag, die sich mit Zeitreisen beschäftigen, mit Veränderungen der Zeitlinien, mit Selbsterkenntnis und dem Erwachsenwerden, der sollte sich Wir beide, irgendwann schnellstmöglich bestellen oder ausleihen!



Dienstag, 2. August 2016

[Rezension] Ally Carter - Gallagher Girls 1: Spione küsst man nicht


Ally Carter hat mit ihrer Reihe Gallagher Girls die lustige Idee verfolgt, was denn in einem Internat voller angehender Spioninnen so passieren könnte. Alle Mädchen werden gut ausgebildet und bereiten sich auf ein Leben als Agentinnen vor, doch im 297 Seiten langen Spione küsst man nicht stellt Cammie Morgan fest, dass sie auf eines nicht vorbereitet ist: Auf Schmetterlinge im Bauch!

Vorweg: ich mochte Internatsromane schon immer, und Hannie und Nannie habe ich schon als Kind verschlungen! Nun einen Schritt weiter zu gehen, und keine "normalen" Mädchen in ein Internat zu stecken, sondern hochbegabte Schülerinnen auszusuchen, die von CIA und NSA von der Akademie direkt rekrutiert werden können, ist ein wirklich spannender Gedanke!
Ally Carter erzählt mit Humor und Einfühlungsvermögen von den Schwierigkeiten der Mädchen, die kein normales Leben kennengelernt haben, nun aber Jungs aus der Nachbarstadt zu interpretieren versuchen.
Liz und Bex, die besten Freundinnen von Cammie, legen sich jedenfalls mächtig ins Zeug für sie - und haben selbst noch nicht so ganz ihren Platz im Leben gefunden.
Auch der neue Lehrer der Schule, Mr Solomon, der Geheimoperationen unterrichtet, ist ein wichtiger Faktor und ein nachvollziehbarer (und mysteriöser!) Charakter. Er will die Mädchen möglichst praxisnah auf ihr späteres Leben vorbereiten.
Selbst Nebencharaktere sind wirklich Charaktere und nicht nur blasse Abziehbilder, was den Roman sehr lebendig erscheinen ließ.

Und was tut man, wenn man wie Cammie zwischen den Stühlen sitzt, und sich sowohl nach dem Agentenleben als auch nach Normalität sehnt?

Spione küsst man nicht ist ein tolles Buch für Mädchen, das nicht nur von absurden Situationen lebt, sondern auch wichtige Fragen des Lebens und Erwachsenwerdens stellt. Ich freue mich jetzt schon auf Band 2!

Mittwoch, 1. Juni 2016

[Rezension] P.C. Cast / Kristin Cast - House of Night 10: Verloren






Achtung: Spoileralarm!!! 10. Band einer Reihe!

PC und Kristin Cast haben mich durch das Ende von Band 9 dazu gebracht, direkt im Anschluss Verloren zu lesen. Das Titelbild lässt darauf schließen, dass es sich um Zoey dreht, die verloren ist, jedoch ist das Gewitter am Himmel ein Verweis auf Dallas und die Äste unter der Vampyrin stehen meiner Meinung nach für die Magie, die in der alten Eiche geweckt wurde. Und es sind inzwischen wirklich einige Charaktere mit der Eiche verbunden...
Ich weiß nicht, ob es durch die vielen Ornamente oder die Farbwahl (lila = Geistelement) geschieht, aber diesmal mag ich das Cover nicht wirklich. Es könnte auch daran liegen, dass ich mir Zoey einfach ein Stück weit anders vorstelle als dieses Mädchen.

Dennoch, der Inhalt des Buches packte mich schnell! Ich habe innerhalb weniger Tage die 488 Seiten verschlungen!
Vor allem hat es mich gefreut, dass wie schon im Vorband mehr von Lenobia erzählt wird. Die Pferdeherrin war schon immer einer der Charaktere, über die ich gerne mehr erfahren hätte, und das werde ich dann im Anschluss an dieses Buch wohl über einen kleinen Einzelband dann noch mehr tun.
Auch Shaylins Rolle im Zusammenspiel der Mächte wird deutlicher - leider kann ich hier nichts Genaueres dazu sagen, ohne zu spoilern. Aphrodite zickt wieder wunderbar herum, und Zoeys Freundeskreis steht vor der Zerreißprobe.
In all dem spukt Neferet weiter herum, und versucht, einen Krieg zu provozieren.
Können Zoey und ihre Freunde dem standhalten? Und was ist mit Kalona und Thanatos? Ist sein Schwur wirklich ernst gemeint? Kann Thanatos das House of Night aus dem Chaos ziehen? Und was ist mit Aurox und Rephaim?

Neferets Grausamkeiten erreichen in diesem Band einen neuen Höhepunkt. Das Cast-Gespann schaffte es wirklich durchgängig, die Spannung zu halten - was vor allem an einigen parallelen Handlungssträngen lag.
Und wieder ist es so, dass mich das Ende nicht genug befriedigt, um die Reihe ruhen zu lassen. Es wird vermutlich heute noch mit Lenobias Versprechen weiter gehen.


Sonntag, 29. Mai 2016

[Rezension] PC Cast, Kristina Cast - House of Night 9: Bestimmt






Achtung: 9. Band einer Reihe! Spoileralarm!

Das Mutter-Tochter-Gespann hatte Band 8 mit einer richtig gemeinen Szene beendet. Zoeys Trauer um ihre Mutter nahm mich ebenfalls mit, denn Bestimmt beginnt genau damit. 
Erinnern wir uns zurück: Neferet hat einen Pakt mit der Finsternis geschlossen und Zoeys Mutter ermordet, um ein ihr dienendes Gefäß zu erschaffen, das auf den Namen Aurox hört. Diesen jungen Mann sieht man auch auf dem Cover des Buches, sein Schatten zeigt das Wesen, in das er sich verwandeln kann.
Bestimmt erzählt auf 540 Seiten sowohl von Zoeys Kampf um Normalität im House of Night, als auch von Neferets weiteren Umtrieben. Nicht umsonst wurde Aurox als Cover gewählt, denn auch seine Geschichte wird näher beleuchtet.
Des Weiteren spielt auch der Hohe Rat eine Rolle, denn Thanatos besucht das House of Night in Tulsa. Und auch in Zoeys Kreis bleibt nicht alles beim Alten...

Die 540 Seiten waren schnell verschlungen, denn die Cast-Frauen haben auch hier wieder durch die Perspektivwechsel und richtig gute Twists ein tolles Werk geschaffen, dessen Fortsetzung ich diesmal sofort beginnen musste. Und das, obwohl ich eigentlich etwas anderes lesen wollte!

Bestimmt ist total spannend, emotional und überraschend. Daher erhält es die volle Schnörkelzahl!


Bisherige Bände der Reihe: 
  1.  Gezeichnet 
  2. Betrogen 
  3. Erwählt
  4. Ungezähmt
  5. Gejagt
  6. Versucht
  7. Verbrannt
  8.  Geweckt
  9. Bestimmt